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  • Mitglieder-Challenge 2026

    Gemeinsam für die Zukunft der Schleppjagd - die vielzitierten hundert Tage ist sie noch gar nicht im Amt, aber Stephanie Schreck als neue Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung hat sich schon große Ziele gesteckt. Sie ruft eine Mitglieder-Challenge 2026 aus. Sie will die Schleppjagd „von der kleinsten Fachgruppe zur starken Gemeinschaft“ bringen und hat dafür gute Argumente im Köcher. Seit vielen Jahren mit dem „Sport in Rot“ verbunden, kennt sie die Szene und weiß genau: „Uns Schleppjagdreiter verbindet eine Leidenschaft, die weit über den Reitsport hinausgeht. Schleppjagdreiten bedeutet Gemeinschaft, Tradition, Horsemanship, gegenseitigen Respekt und die Freude, gemeinsam mit unseren Pferden hinter der Meute unvergessliche Stunden in der Natur zu erleben. Wir investieren Zeit, Herzblut und nicht unerhebliche Summen in unsere Pferde, unsere Ausrüstung, Fahrten, Capgeld und Jagdwochenenden. Wir reisen quer durch Deutschland, um Freunde zu treffen und unserer gemeinsamen Passion nachzugehen. Doch damit unser Sport auch in Zukunft lebendig bleibt, braucht er mehr als engagierte Reiter im Jagdfeld. Er braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Schreck empfiehlt die Deutsche Schleppjagdvereinigung als „unsere gemeinsame Stimme“ nicht nur „qua Amtes“ sondern aus Überzeugung, die sie selbst aus langjähriger Erfahrung gewonnen hat. „Die Deutsche Schleppjagdvereinigung (DSJV) ist die Fachgruppe Schleppjagdreiten im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband (DRFV). Sie ist die Interessenvertretung aller Jagdreiter, Meutehalter und Veranstalter in Deutschland. Gemeinsam mit dem DRFV und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) setzen wir uns dafür ein, das Schleppjagdreiten als traditionsreiche Reitweise zu erhalten, die klassische und vielseitige Ausbildung von Pferd und Reiter zu fördern, den Nachwuchs für unseren Sport zu begeistern, bundesweite Veranstaltungen und Lehrgänge zu organisieren, den Austausch zwischen Jagdreitern, Meuten und Veranstaltern zu fördern, Probleme und Herausforderungen unserer Meuten gemeinsam zu lösen, unser Kulturgut in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und dem Schleppjagdreiten innerhalb der deutschen Pferdesportlandschaft eine starke Stimme zu geben. Viele dieser Aufgaben bleiben im Hintergrund. Man nimmt sie oft erst wahr, wenn sie fehlen.“ Kleinste Fachgruppe – großer Stellenwert Als Sprecherin der Jagdreiter beim Bundesberufsreitertag im März in Aachen hat sie es selbst erlebt: „Die Fachgruppe Schleppjagdreiten ist derzeit die kleinste Fachgruppe im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband. Und dennoch genießt sie innerhalb des Verbandes einen hohen Stellenwert. Warum? Weil kaum eine andere Disziplin die Grundsätze der klassischen Reitlehre so umfassend vereint wie das Schleppjagdreiten. Ein Jagdpferd muss gehorsam, gelassen, mutig, trittsicher und konditionsstark sein. Es muss sich sicher im Gelände bewegen, Hindernisse meistern und gleichzeitig in einer großen Gruppe ruhig und kontrollierbar bleiben. Das verlangt eine fundierte Ausbildung, gegenseitiges Vertrauen und verantwortungsvolles Reiten. Darauf dürfen wir stolz sein.“ Aber ein Blick in die Mitgliederliste des DRFV zeigt eine dramatischer Realität, die dringend verändert werden muß: „In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 5.000 aktive Jagdreiter. Die Deutsche Schleppjagdvereinigung zählt derzeit jedoch lediglich 71 (!) Mitglieder. Das bedeutet: Nicht einmal zwei Prozent der Jagdreiter unterstützen ihre eigene Interessenvertretung. Dabei profitieren letztlich alle von einer starken Fachgruppe.“ Für Stephanie Schreck liegt es auf der Hand: „Je mehr Mitglieder wir haben, desto größer ist unser Gewicht innerhalb des Verbandes und desto mehr können wir für unseren Sport bewegen. Mehr Mitglieder bedeuten mehr Möglichkeiten.“ Derzeit sind die Möglichkeiten der Fachgruppe eher begrenzt. Sie reichen im Wesentlichen für die Pflege der Homepage www.schleppjagd24.de und die Durchführung einer bundesweiten Veranstaltung, der Junghundeschau in Schwarzenstein - in diesem Jahr am 11. Juli. Für Schreck steht fest: „In unserer Gemeinschaft steckt viel mehr Potenzial. Mit mehr Mitgliedern könnten wir bundesweite Lehrgänge für Jagdreiter und Jagdpferde anbieten, Fortbildungen zu Sicherheit, Geländereiten und Ausbildung organisieren, Seminare für Jagdleiter, Piköre und Veranstalter durchführen, unsere Meuten bei aktuellen, tierschutzrechtlichen und juristischen Herausforderungen noch besser unterstützen, den jagdreiterlichen Nachwuchs gezielt fördern, unsere Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, neue gesellschaftliche Veranstaltungen ins Leben rufen. Warum nicht wieder einen Sommerball der Jagdreiter veranstalten? Oder ein bundesweites Jagdreiter-Wochenende mit Lehrgängen, Fachvorträgen, Ausritten und geselligem Beisammensein? All diese Ideen können Wirklichkeit werden, aber nur gemeinsam.“ Der Plan der neuen Vorsitzenden: Sie will eine gemeinsame Aktion starten, die Mitglieder-Challenge 2026 mit dem Ziel mindestens 50 neue Mitglieder bis zum 31. Dezember 2026. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits gelungen. Auf der Meutehaltertagung im April beim Schleppjagdverein von Bayern wurden 13 neue Mitglieder gewonnen. Damit fehlen noch 37 Mitglieder, um das erste Ziel zu erreichen. Sie ist überzeugt: „Das schaffen wir gemeinsam!“ Die Challenge in Zahlen: Was kostet eine Mitgliedschaft? Der Jahresbeitrag beträgt 90 Euro für Erwachsene. Für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und Jugendliche gelten ermäßigte Beiträge gemäß Beitragsordnung. 90 Euro im Jahr - Wofür geben wir im Laufe eines Jahres nicht alles Geld aus? Für eine Tankfüllung, für zwei Capgelder, für eine neue Schabracke, für Kleinigkeiten im Reitsportgeschäft. Warum also nicht 90 Euro in das investieren, was uns allen am Herzen liegt? In die Zukunft unseres Sports. Unser Dankeschön Wir möchten unser Ziel nicht nur erreichen – wir möchten es übertreffen. Deshalb gilt: Ab dem 51. Neumitglied erhält jedes weitere neue Mitglied bis Ende 2026 von der 1. Vorsitzenden einen Krämer-Gutschein im Wert von 25 Euro als kleines Dankeschön. Denn jedes neue Mitglied macht unsere Gemeinschaft stärker. Jetzt Mitglied werden! Der Weg zur Mitgliedschaft ist ganz einfach. Hier geht es lang: https://www.drfv.de/mitgliedschaft/antragsformular/ Gemeinsam mehr erreichen Die Deutsche Schleppjagdvereinigung lebt nicht vom Vorstand. Sie lebt von ihren Mitgliedern. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass das Schleppjagdreiten auch in Zukunft eine starke Stimme im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband hat. Lassen Sie uns aus der kleinsten Fachgruppe eine starke Gemeinschaft machen. Nicht nur mitreiten. Mitgestalten. Mitverantworten. Mitglied werden. Für unsere Pferde. Für unsere Meuten. Für unsere Tradition. Für die Zukunft des Schleppjagdreitens. Die neue Erste Vorsitzende freut sich auf eine Flut von Mitgliedsanträgen. Foto: privat

  • Junghundeschau in alten Zeiten

    Das waren noch Zeiten…. Als die Junghundeschau noch nicht beim RWS in Schwarzenstein stattfand – wie jetzt schon seit über 50 Jahren – und als es in Bayern noch zwei Meuten gab, von denen keine „Schleppjagdverein von Bayern“ hieß. Junghundeschau 1967 Archiv Schleppjagd24 Interessant auch, dass die Bloodhound-Meute der „Weser Vale“, die nicht zur Deutschen Schleppjagdvereinigung gehört, damals noch keine Berührungsängste hatte und sich beeindruckend präsentierte. Toni Wiedemann hat in seinem Archiv gegraben und einen Bericht aus Bayerns Pferde vom Jahr 1970 gefunden. Hier eine kurze Rückschau vor der Schau des Jahres 2026 am 11. Juli in Drevenack:

  • Zur Person: Stephanie Schreck

    Bei der Jahrestagung der Deutschen Schleppjagdvereinigung (DSJV) im Deutschen Reiter- und Fahrerverband haben die Jagdreiter Stephanie Schreck, Jahrgang 1974, aus Forst in Baden-Württemberg als neue Vorsitzende gewählt. Sie ist die erste Frau in dieser Position und Schleppjagd24 stellt sie hier vor: „Ich brenne für das Schleppjagdreiten“, hat sich die Geschäftsführerin eines Textilunternehmens in Bruchsal mit Spezialisierung auf Theater-Ausstattungen empfohlen bei ihrer Vorstellungsrede auf der Tagung. Und brennendes Engagement hat sie schon als junge Arzttochter überhaupt erst zum Pferd gebracht, denn als Unfallchirurg war ihr Vater überzeugt, dass Reitsport eine äußerst gefährliche Sache sei. Es bedurfte der Fürsprache eines Großonkels, selber engagierter Jagdreiter in Hamburg, der gut zuredete: „Lass das Kind doch mal reiten.“ Mit neun Jahren bekam sie die ersten Reitstunden geschenkt. „Aber zuerst musste ich meinem Vater einen Vertrag unterschreiben, dass ich immer nur mit Kappe aufs Pferd steige. Den Vertrag hat mein Vater heute noch, und ich lege immer noch Wert auf jede mögliche Sicherheitsausrüstung. Ich trage immer die neueste Weste.“ 1988 nahm sie an der ersten Schleppjagd teil, in Menzingen mit Hermann Laier und Andreas Weise, den Begründern der Badischen Dragoner-Meute. Seit 1995 ist sie mit ihren Pferden am Bacherhof und somit am Kennel der Badischen Dragoner Meute in Forst zu Hause und hat dort Hermann Laier als Master des Privatpack bei der täglichen Arbeit mit den Hunden begleitet und „von der Pike auf“ gelernt. Seit 24 Jahren gehört sie als Pikörin zur den Badischen Dragonern und war schließlich maßgeblich beteiligt an der Umwandlung der Privatmeute in den Verein Badische Dragoner Meute e.V., dem sie dann auch insgesamt neun Jahre lang als 1. Vorsitzende vorstand - bis zu ihrer Bewerbung jetzt für den Bundesverband. Ausbildung von Pferd und Reiter ist die Passion der neuen „Ersten Schleppjagdreiterin Deutschlands“, die 2022 den DOSB lizenzierten Trainer B-Schein in Marbach erworben hat. Im vorigen Jahr kam eine ergänzende Qualifikation „Sitz- und Gleichgewichtsschulung“ hinzu. Zwei Jahre war sie Trainer am Reitsimulator der SAP unter Schirmherrschaft von Ingrid Klimke in Walldorf. Seit 2019 ist sie als Para-Reiter im Grade IV eingestuft, denn auch der Vertrag mit ihrem Vater hat sie nicht vor einem schweren Reitunfall bewahrt. Im Rahmen ihrer „Lieblingsjagd“ im Rhein-Neckar-Kreis ist es 2017 passiert, an der Seite des damaligen Master Sabine Keller direkt hinter den Hunden. „Meine Stute trat in ein Loch und wir haben uns überschlagen. Dem Pferd ist nichts passiert,“ fasst sie lakonisch zusammen und verschweigt die Einzelheiten ihrer durchaus schmerzhaften Rekonvaleszenz nach vier zertrümmerten Brustwirbeln. Mit Abstrichen kann sie jetzt trotz ihres teils gelähmten linken Beins wieder „ganz normal reiten“ und hat seit Januar 2026 auch wieder ein neues Pferd. Die zehn Jahre alte Stute Fischerbachs Frieda löst ihr routiniertes Jagdpferd Little Lucy, jetzt 19, ab. Nach zwei Fohlen und einer Ausbildung bis zur L-Dressur lernt Frieda bei Stephanie Schreck jetzt das ABC als Jagdpferd. „Und sie macht sich ganz toll“. Begeisterung und praktische Erfahrung in der Reiterei prägen die Mutter von Käthe (18) und Konrad (12) – und ganz nebenbei führt sie gemeinsam mit ihrer Schulliebe und dem Vater ihrer Kinder Frank Schreck, Master der Badischen Dragoner Meute, den von ihrem Schwiegervater gegründeten Betrieb, mit vielen Reisen zu Auftraggebern weltweit und in Verantwortung für knapp 20 Mitarbeiter. Text: Petra Schlemm und Bilder: privat

  • Junghunde vor internationaler Jury

    Vor einem international besetzten Richtergremium zeigen die deutschen Meutehalter in diesem Jahr ihren Hunde-Nachwuchs am 11. Juli, Samstag bei der Junghundeschau der Deutschen Schleppjagdvereinigung. Im Ring vor dem Haus Schwarzenstein in Hünxe-Drevenack beim Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein steht Bjorn van Vlerken aus Belgien neben Alexandra Baum (Bedburg-Hau), um die Foxhounds zu bewerten und Robert Zurl (Bergheim) rangiert wieder die Beagles. Van Vlerken ist seit Jahren Master der Privatmeute Triple B in Oud-Turnhout in der Provinz Antwerpen, nahe der Grenze zu den Niederlanden. Er wird auch als Co-Kommentator neben dem DSJV-Zuchtwart Chris Gabrielse agieren. Im Ring der Beagles wird Dr. Michael Weiler am Mikrofon stehen und die Bewertungen transparent machen, die mindestens „genügend“ sein müssen, damit ein Eintrag im Stammbuch des Jagdgebrauchshundevereins (JGHV) erfolgen kann. Sieben Meuten stellen insgesamt 47 Foxhounds vor, dabei sind die 26 Hündinnen in der Überzahl. Das größte Kontingent stellen wieder die Bayern. Die Beagles kommen aus vier verschiedenen Meuten: 13 Rüden gegenüber 12 Hündinnen. Bewertet wird in vier Klassen, wobei die jungen Hunde im Alter bis zu 25 Monaten das größte Interesse finden. „Passer“ sind in der Koppelklasse gewünscht: je ähnlicher ein Paar umso mehr spricht es für ein Gleichmaß in der gesamten Meute. Bereits am Freitag, 10. Juli werden ab 17 Uhr alle Hunde dem Tierarzt vorgestellt, der Chip-Nummern, Impfstatis, Zahn- und Hoden bzw das Gesäuge überprüft. Die Piköre kommen zu einem Meinungsaustausch zusammen. Die Bewertung am Samstag gipfelt in der Wahl der Champions und der Schwarzensteiner Siegerkoppel. Außerdem geht es um den Wanderpokal für den besten Wurf. Wer beim Essen am Freitag dabei sein will, sollte sich bis Mittwoch, 24. Juni anmelden unter j.Wiesehahn2018@gmail.com Text: PS und Bild: Thomas Ix

  • Krajewski-Durchmarsch zweifach

    Die Krajewski-Festspiele in der Lüneburger Heide sind eindrucksvoll zu Ende gegangen. Doppelsieg für die Olympiasiegerin mit ihrem Pferd von Paris, Nickel (27,7) und ihrem zweiten Eisen im Feuer, Tullabeg Platinum (34,4) und damit auch Wiederholung des Deutschen Meister-Titels vom Vorjahr: Ihr fünfter insgesamt und Sieg in der 4-Sterne Meßmer-Trophy. Silber in der Meisterschaft – ihre erste Medaille bei einer "Deutschen" - und Platz drei im Gesamtklassement gehört Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch (34,6), und die Bronzemedaille fällt an Christoph Wahler mit D’Accord FRH (44,0). Hinter der Mecklenburgerin Hansen-Hotopp, die sich mit 48 Jahren selbst als „die Kader-Oma“ bezeichnet, ging es bei der Siegerehrung international zu bis zu dem „braunen Riesen“ D’Accord, der mehr als 1,80 Meter misst und nach zwei Abwürfen im Parcours als insgesamt elfter landete: Platz vier für Nadja Minder aus der Schweiz mit Top Job’s Jalisco, Platz fünf an Lara de Liederkerke-Meier aus Belgien, gefolgt von dem inzwischen 67 Jahre alten australischen Olympioniken Andrew Hoy, Samantha Lissington und Tim Price für Neuseeland, Luise Romeike für Schweden und dem ersten thailändischen Reiter auf 4-Sterne-Niveau, Korntawat Samran, der seit dreizehn Jahren in Frankreich zu Hause ist und überall „Nat“ gerufen wird. Fehlerfreie Runden der drei Führenden nach dem Gelände sIcherten die Rangierung bei den Longines Horse Trials auch nach dem Springen. Die Britin Caroline Harris holte sich in Luhmühlen den zweiten Fünf-Sterne-Sieg ihrer Karriere und gewann mit D. Day und ihrem Dressurergebnis von 31,1 die Longines CCI5*-L vor ihrer Landsfrau Emily King mit Valmy Biats (33,8) und dem US-Amerikaner Boyd Martin mit Shanroe Cooley (38,1). Für besonderen Jubel auf den Zuschauerrängen sorgte die Lokalmatadorin Katharina Meyer. Bei ihrem ersten Start auf Fünf-Sterne-Niveau begeisterte sie das Publikum mit einer fehlerfreien Springrunde und einem hervorragenden siebten Platz. „Aspen ist in Luhmühlen geboren und aufgewachsen. Ich kenne ihn inzwischen seit sechzehn Jahren und bin ihm einfach so dankbar. Gestern hatte ich das Gefühl, als würde er die Geländestrecke bereits kennen. Er hat vieles selbstständig gelöst, und ich bin unglaublich stolz auf ihn. Heute war er im Springen ebenfalls einfach perfekt. Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und so zu reiten wie immer. Mit dem Glücksschwein meiner Kinder in der Tasche, habe ich Aspen vor dem Aufsteigen über die Nase gestreichelt und gesagt: ‚Komm, wir machen das.‘ Neben diesen Legenden (in der Siegerehrung und bei der Pressekonferenz) zu sitzen, fühlt sich für mich immer noch unwirklich an – es ist eine große Ehre. Und dann hier mit einer Nullrunde Siebte zu werden, ist einfach fantastisch,“ kommentierte sie strahlend ihre Leistung. Fotos: TGL/Thomas Ix

  • Gut geschlagen in Hitze der Heide

    Gute Aussichten für die Titelverteidigung in der Deutschen Meisterschaft: Nach einem anspruchsvollen Geländetag bei hochsommerlichen Temperaturen hielt Julia Krajewski die Führung in der CCI4*-S Meßmer Trophy. Mit ihrem Olympiapferd von Paris, Uelzener’s Nickel, liegt sie vor dem abschließenden Springen mit 26,9 Punkten an der Spitze des Klassements vor der Belgierin Lara de Liedekerke-Meyer mit Kiarado d’Arville (31,3) und Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch K (33,8). Krajewski selbst hat mit ihrem zweiten Pferd Tullabeg Platinum noch ein weiteres Eisen im Feuer: Mit 34,4 Punkten rangiert das Paar aktuell auf Rang vier der Gesamtwertung. Krajewski war im Anschluss des Geländetages mehr als zufrieden mit ihren vierbeinigen Sportpartnern: „Es war ein intensiver und anstrengender Tag, aber beide Pferde haben mich heute sehr, sehr stolz gemacht und tolle Runden gedreht. Nickel war wie an der Schnur gezogen. Er ist nicht das schnellste Pferd, deshalb muss ich wirklich meinen Rhythmus halten. Mittlerweile ist er aber ein echter Profi – super ehrlich, immer auf seiner Linie und wenn er weiß, was er springen soll, dann macht er das auch.“ Auch Tullabeg Platinum präsentierte sich bei seinem ersten Start in Luhmühlen beeindruckend abgeklärt. Der noch vergleichsweise unerfahrene Wallach ließ sich von der besonderen Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen und bestätigte seine Qualität auf internationalem Niveau: „Ein sehr, sehr cooles Pferd, noch nicht so erfahren und zum ersten Mal in Luhmühlen. Ich wusste nicht genau, wie er mit der Atmosphäre umgehen würde, aber das hat er super gemacht.“ Neben der sportlichen Herausforderung, spielte auch das Wetter eine wichtige Rolle. Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke führten zu sorgfältig eingeteilten Ritten, so dass kein Paar innerhalb der erlaubten Zeit von 6:40 Min blieb. Am nächsten dran war die Schweizerin Nadja Minder, die die Bestzeit nur um eine Sekunde verpasste. Von 50 Startern blieben 37 ohne Hindernisfehler. Für Lara de Liedekerke-Meyer verlief der Geländetag ebenfalls nach Maß. Mit Kiarado d’Arville, der bislang noch wenig Erfahrung auf Veranstaltungen dieser Größenordnung sammeln konnte, gelang der Belgierin eine kontrollierte und fehlerfreie Runde, die sie auf Rang zwei der Zwischenwertung brachte. „Ich bin wirklich sehr glücklich. Er hat schon einiges erlebt, war aber noch nie auf einer Veranstaltung wie Luhmühlen. Gestern war er noch ein wenig aufgeregt, als er die vielen Zuschauer gesehen hat. Heute war er beim Abreiten auch etwas ruhiger als üblich. Deshalb habe ich nachmittags auch nicht mehr zu viel abgeritten. Ich bin kein Risiko eingegangen, aber er hat mir eine großartige Runde ermöglicht – und das fühlt sich für mich wie ein Sieg an.“ Auch Malin Hansen-Hotopp ist mit ihrem Geländetag super zufrieden. Carlitos Quidditch K absolvierte den Kurs aufmerksam, galoppierte mit viel Übersicht und ließ sich dabei immer wieder durch das Lob seiner Reiterin motivieren. Mit 33,8 Punkten bleibt das Paar sowohl in der Meßmer Trophy als auch im Kampf um die Medaillen der Deutschen Meisterschaft aussichtsreich positioniert. „Ich bin sehr glücklich. Beide Pferde (auch Callfield, Anm. d.Red.) waren absolut fantastisch. Quidditch hat einen sehr großen Galopp und durch sein Alter und seine Erfahrung lässt er sich mittlerweile hervorragend zurücknehmen. Es hat wirklich Spaß gemacht.“ Die Augen der Jagdreiter im trotz der Hitze zahlreichen Zuschauerfeld begleiteten intensiv auch Vanessa Bölting mit Ready to Go NRW. Im zehnten Jahr reitet die Münsteranerin den 14jährigen Wallach von dem Dressurvererber Rock Forever, der mal als Jagdpferd für die Frau des Besitzers erworben worden ist. Bölting hatte selbst allein auf der Strecke gut mit ihm zu tun. „Der will, immer“, erklärte sie die Gehlust des Dunkelbraunen. Für den ärgerlichen MIM-Fehler, der sie um elf Punkte zurückwarf, machte sie sich aber selbst verantwortlich. „Er wollte auf groß, aber ich habe mich nicht getraut. Da war es passiert,“ erklärte sie ihren Lapsus an Sprung 5, dem Training Table, der sie von Position 11 aussichtslos zurückwarf (33.). In der Longines 5-Sterne Prüfung führt nach dem Gelände die Britin Caroline Harris mit ihrem langjährigen Partner D Day mit 31,5 Strafpunkten vor Landsfrau Emily King mit Valmy Biats (33,8) und dem US-Amerikaner Boyd Martin/ Shanroe Cooley (38,1). Harris war als einzige unter den 20 Startern auch innerhalb der Zeit von 11 Minuten geblieben. Insgesamt neun Reiter blieben ohne Hindernisfehler, fünf sind ausgeschieden. Gut geschlagen hat sich auch die Lokalmatadorin Katharina Meyer bei ihrer Premiere in diesem Klassement. Ihren selbstgezogenen Aspen T steuerte sie ohne Hindernisfehler über die anspruchsvolle Geländestrecke und war dementsprechend emotional: „Diese Strecke hier mit gerade mal 10 Sekunden über der Bestzeit zu reiten, es ist einfach der Wahnsinn. Ich kann es gar nicht glauben und bin meinem Pferd erstmal um den Hals gefallen und habe mich bei ihm bedankt.“ Fotos: TGL/Thomas Ix Aktuelle Informationen: www.luhmuehlen.de

  • Zwei Mal Krajewski nach Dressur

    Glänzende Ausgangslage für die Olympiasiegerin vor dem Geländetag in Luhmühlen: Julia Krajewski beherrschte mit Uelzener’s Nickel das Viereck und führt das Feld nach der Dressur mit 22,9 Strafpunkten an. Auf Rang zwei folgt Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch K (27,0), während Krajewski mit ihrem zweiten Pferd Tullabeg Platinum (27,2) das Podium nach zwei Dressurtagen komplettiert. In der 5-Sterne-Prüfung gab es einen Führungswechsel: Die Britin Emily King mit ihrem langjährigen Sportpartner Valmy Biats (27,0) überholte die US-Amerikanerin Hallie Coon mit Kapriccio (27,8), und das vorläufige Podium komplettiert jetzt der Neuseeländer James Avery und Dallas 13 (29,6). Mit Uelzener’s Nickel zeigte Julia Krajewski einmal mehr ihre Stärke in der Dressur. Der Holsteiner Wallach präsentierte sich souverän und ausdrucksstark. Für die Reiterin kam das starke Ergebnis wenig überraschend: „Nickel hat so ein bisschen seine Lieblingsturniere und Luhmühlen ist definitiv eins davon. Er weiß einfach, worum es hier geht, er kennt die Aufgabe und sagt dann: Los geht’s! Die Galopptour war schon recht nah am Optimum, die Schritt- und Trabtour geht vielleicht noch ein bisschen korrekter. Aber das ist auch gut so – wir wollen ja erst in ein paar Wochen in Topform sein.“ Ihre Aussichten auf die Starts am Samstag bewertet sie positiv: „Beide meine Pferde sind gute Springer, deswegen bin ich sehr optimistisch und freue mich auf morgen.“ Eine starke Leistung zeigte auch Malin Hansen-Hotopp. Mit Carlitos Quidditch K schob sie sich zwischen die beiden Pferde von Julia Krajewski und geht als Zweitplatzierte in die Geländeprüfung. „Das Pferd ist einfach sensationell. Die Zusammenarbeit mit Bettina Hoy bringt mir unheimlich viel. Er wird nicht so gerne täglich auf dem Viereck gearbeitet, deshalb reite ich zu Hause viel draußen und trainiere dann dosiert gemeinsam mit Bettina. Sie schafft es, uns in Topform zu bringen, und das bringt uns dreien unheimlich viel Spaß.“ Die deutsche Reiterin blickt dem Geländetag ebenfalls mit Vorfreude entgegen: „Ich finde, das ist ein richtig toller Kurs. Mike baut auch keine verrückten Distanzen. Ich denke, der Kurs wirkt auf den ersten Blick etwas leichter, als er dann tatsächlich ist. Man muss sehr konzentriert sein und die Pferde gut vor sich haben. Ich entscheide morgen nach Gefühl, wie schnell ich reiten werde.“ Julia Krajewski geht mit einem komfortablen Vorsprung in die Geländeprüfung. Hinter ihr ist das Feld jedoch eng zusammengerückt: Malin Hansen-Hotopp und Krajewski mit ihrem zweiten Pferd trennen lediglich wenige Zehntelpunkte. Direkt hinter dem deutschen Spitzentrio lauert die Belgierin Lara de Liedekerke-Meier mit Kiarado d’Arville auf Rang vier (27,3 Strafpunkte). Auch die Neuseeländerin Samantha Lissington mischt mit Lucas Stone (28,8) und Delarado (29,2) aussichtsreich im Spitzenfeld mit. Der Geländetag verspricht damit hochklassigen Vielseitigkeitssport über den von Mike Etherington-Smith konzipierten Kurs. Angesichts der engen Abstände an der Spitze bleibt die Entscheidung um den Sieg in den beiden CCI-Prüfungen von Luhmühlen 2026 vollkommen offen. Die Cross Country-Teilprüfung im 5-Sterne-Klassement beginnt um 10 Uhr, die 4-Sterne-Reiter starten ab 13.25 Uhr. Kartenvorverkauf: www.ticketmaster.de Aktuelle Informationen: www.luhmuehlen.de Alle Fotos: TGL/Thomas Ix

  • Krajewski vorn nach erster Dressur

    Mit einer starken Vorstellung im Dressurviereck hat sich Olympiasiegerin Julia Krajewski am ersten Dressurtag der CCI4*-S Meßmer Trophy um die Deutsche Meisterschaft an die Spitze des Teilnehmerfeldes gesetzt. In der nach etlichen prominenten Last-Minute-Absagen, vornehmlich aus England, stark geschrumpften 5-Sterne-Prüfung führt derzeit die Amerikanerin Hallie Coon mit dem Holsteiner Kapriccio. Mit dem zwölfjährigen Wallach Tullabeg Platinum erreichte Julia Krajewski 27,2 Punkte. Samantha Lissington (NZL) mit Delarado liegt derzeit auf Platz zwei (29,2) und Cosby Green (SA) mit Highly Suspicious auf Platz drei. Bei besten Bedingungen präsentierten sich die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf hohem Niveau und lieferten den Zuschauern einen spannenden Auftakt in Luhmühlen. Coon und Kapriccio sicherten sich mit 27,8 Punkten in der 5-Sterne-Prüfung die vorläufige Führung vor dem Neuseeländer Tim Price mit Happy Boy (31,7) und dem Briten Stephen Heal mit Hagonda (33,6). Coons und Kapriccios harmonische, ausdrucksstarke Vorstellung wurde von den Richtern entsprechend honoriert. Die Amerikanerin zeigte sich nach ihrem Ritt begeistert von ihrem Sportpartner: „Er ist einfach das beste Pferd, das ich mir wünschen könnte. Man muss nur dafür sorgen, dass er sich wohlfühlt – dann schenkt er einem sein ganzes Herz. Das ist ein wunderbares Gefühl und ich möchte auf keinem anderen Pferd der Welt sitzen.“ Julia Krajewski war sehr zufrieden mit ihrem Pferd: „Er war super, wir verbessern kontinuierlich unser Dressurergebnis. Es fällt ihm sicher nicht zu, aber er gibt immer sein Bestes und das hat er auch heute getan. Ich reite sehr gern hier im Luhmühlener Stadion. Es ist zwar sehr groß, hat aber eine gute Atmosphäre. Vielleicht liegt es an der Dekoration – die Pferde scheinen sich wohlzufühlen. Aber letztlich ist es ja auch so, dass es sich auf das Pferd überträgt, wenn ich mich als Reiter gut fühle. Die Aufgabenstellungen sind alle klar und es ist ein schöner Vier-Sterne-Kurs. Ich denke, dass die Zeit ein entscheidender Faktor sein wird, auch durch die vielen Wendungen. Der Boden ist sehr gut. Da der Sandboden viel Feuchtigkeit benötigt, wird er vom Veranstalter regelmäßig und intensiv bewässert und ich gehe davon aus, dass das bis Samstag beibehalten wird.“ Die derzeit zweitplatzierte Neuseeländerin Samantha Lissington hat ein lange angepeiltes Teilziel erreicht: „Ich bin sehr froh, dass wir endlich unter 30 Punkten geblieben sind, darauf haben wir sehr lange hingearbeitet.“ Fotos: TGL/ Thomas Ix Kartenvorverkauf: www.ticketmaster.de Aktuelle Informationen: www.luhmuehlen.de

  • Zuchtaustausch mit Holland

    Die immer enger werdende Zuchtbasis bei den Foxhounds macht den deutschen Meutehaltern Sorgen. Während manche Master in erster Linie nach England blicken, haben Toni Wiedemann und seine Frau Sissi in die andere Richtung geschaut. Der Schleppjagdverein von Bayern hat einen Zuchtaustausch mit der Königlichen Meute aus Holland begonnen. Der Master aus Soestdijk, sein Kennelmann und ein 18jähriger Nachwuchs-Pikör brachten die vierjährige Hündin Carol und den Rüden Camwood mit nach Gundelsdorf. Dafür reisten nach einem Wochenende mit regem Austausch über Hundehaltung, -Zucht und -Ausbildung im Austausch die Hündin Odette und der Rüde Romeo über die Grenze nach Westen. Beide Seiten zeigten sich zufrieden nach den Proberitten am Kennel in Gundelsdorf und haben den Tausch damit besiegelt. „Die Hundeführung in Holland unterscheidet sich von unserer“, begründete Tobi Wiedemann die möglicherweise schwierige Umstellung für die Hunde. „Bei uns wird das Pack deutlich geschlossener geführt“. Die Probanden aus Holland sind bei den ersten Appellarbeiten gekoppelt mitgelaufen und haben sich schnell umgestellt. Camwood ist bereits sieben Jahre alt und demnach, so Wiedemann, „sportlich eher ein Auslaufmodell“, aber die Bayern versprechen sich viel von der Leistung des schönen Tricolor im Deckgeschäft. Beide holländischen Hunde werden auch bei der anstehenden Junghundeschau der Deutschen Schleppjagdvereinigung am 11. Juli in Schwarzenstein als Ankäufe vorgestellt zur Eintragung in das Zuchtbuch des JGHV. Text: PS und Bild: SvB

  • Pferdewissenschaftler haben gewählt

    Vielleicht wird die Disziplin Schleppjagd demnächst auch Thema für die Wissenschaft? Astrid von Velsen-Zerweck ist die neue Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP). „AvV“ ist nicht nur Landoberstallmeisterin in Marbach, sondern auch bekennende Jagdreiterin, ganz besonders dann, wenn die Hardt-Meute auf ihrem Grund im Haupt- und Landgestüt der Schleppe folgt (und ihr voller Terminkalender es zulässt). Die Online-Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP), die für den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis steht und Jahr für Jahr die besten Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen zum Thema Pferd auszeichnet, hatte in diesem Jahr turnusgemäß anstehende Vorstandswahlen. Dr. Ludwig Christmann (Kirchlinteln), der langjährige Erste Vorsitzende, hatte schon im Vorfeld der Versammlung bekannt gegeben, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. In Dr. Astrid von Velsen-Zerweck fand man die geeignete, sowohl in Wissenschaft als auch in Praxis bestens vernetzte Persönlichkeit für seine Nachfolge. Und so konnte – nach einiger Überzeugungsarbeit, die ihrem ohnehin schon großen Arbeitspensum geschuldet war, und der Neuverteilung der Aufgaben – die Landoberstallmeisterin des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts Marbach zu seiner Nachfolgerin gekürt werden. Einarbeiten muss sie sich nicht: Sie gehörte bereits zu den Gründungsmitgliedern der seit 31 Jahren bestehenden Gesellschaft und wurde von ihr bei ihrer Promotion unterstützt. Ihren bisherigen Platz im Vorstand nimmt ab sofort Prof. Dr. Clemens Wollny (Bingen) ein, Agrarwissenschaftler und renommierter Pferdezüchter, der schon seit zwei Jahren zu der Jury der GWP gehört, die alljährlich die zahlreichen eingereichten Arbeiten junger Wissenschaftler beurteilt und die prämierenswerten unter ihnen auswählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt: Es sind Prof. Dr. Ellen Kienzle als Stellvertretende Vorsitzende sowie Prof. Dr. Uta König von Borstel, Christine Felsinger, Dr. Julia Steinhoff-Wagner, Dr. Michaela Weber-Herrmann und Dr. Katharina Wiegand. Ludwig Christmann, der der GWP zwölf Jahre lang vorstand – so lange wie keiner seiner Vorgänger – wurde zum Ehrenvorsitzenden der GWP gewählt. Kein Abschiedsgeschenk, sondern lediglich eine verdiente Anerkennung der von ihm stets mit großem Engagement, Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen geleisteten Arbeit für die GWP. Er wird „seine“ GWP auch zukünftig begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Text und Fotos: GWP-Presse / mic

  • Auftakt der Luhmühlen Horse Trials

    Mit der Verfassungsprüfung der Longines CCI5*-L begannen am Mittwochnachmittag die Longines Luhmühlen Horse Trials. Traditionell läutete diese erste Teilprüfung vier Tage Spitzensport ein. 21 Reiter-Pferd-Paare aus zehn Nationen stellen sich in diesem Jahr der Herausforderung der Longines CCI5*-L. Die Ground Jury – bestehend aus Nick Burton (GBR), Christian Steiner (AUT) und Edith Schless-Störtenbecker (GER) – entschied gemeinsam mit dem Veterinärteam über die Startfreigabe der Pferde. Alle vorgestellten Pferde präsentierten sich in einem ausgezeichneten Gesundheitszustand und erhielten grünes Licht für die Prüfung. Im internationalen Starterfeld sind Großbritannien und Neuseeland besonders stark vertreten. Zu den bekanntesten Namen im Teilnehmerfeld zählen die neuseeländischen Vielseitigkeitsgrößen Jonelle und Tim Price, die mit mehreren Pferden in Luhmühlen an den Start gehen werden. Auch der hocherfolgreiche US-Amerikaner Boyd Martin zählt zu den prominenten Teilnehmern. Foto: TGL/Thomas Ix Aus deutscher Sicht richten sich die Blicke insbesondere auf Katharina Meyer mit Aspen T sowie auf Heike Jahncke mit Mighty Spring FRH. Beide Reiterinnen nutzen die Fünf-Sterne-Prüfung, um sich erstmals auf diesem Niveau mit der Weltelite des Vielseitigkeitssports zu messen. Katharina Meyer freut sich sehr auf die bevorstehende Prüfung: „Für mich war es immer ein Mädchentraum, hier mal die Fünf-Sterne-Prüfung reiten zu dürfen – und den erfülle ich mir in diesem Jahr mit meinem Pferd Aspen. Luhmühlen ist unser Zuhause, deshalb ist der Start hier etwas ganz Besonderes.“ Auch Heike Jahncke blickt mit Vorfreude auf ihr Fünf-Sterne-Debüt: „Es bedeutet mir sehr viel. Ich bin unglaublich dankbar, hier meine erste Fünf-Sterne-Prüfung reiten zu dürfen und blicke mit großer Vorfreude auf die Aufgabe. Für mich ist das ein besonderer Meilenstein und eine tolle Erfahrung.“ Der Sport beginnt am Donnerstag mit der Dressur für die 4-Sterne-Prüfung um die Deutsche Meisterschaft. Bereits um 8.30 Uhr startet Kaya TGhomsen als „Guinea Pig“ (Versuchskaninchen). Die Dressur der 5-Sterne-Prüfung ist für 14 Uhr angesetzt. Eine halbe Stunde vorher zeigt Antonia Baumgart wie es gehen soll. Zum Kartenvorverkauf: www.ticketmaster.de Aktuelle Informationen: www.luhmuehlen.de

  • Gedenken im Galopp

    Im Gedenken an Marion Knoche, Ehrenpikörin bei der Vogelsbergmeute, und ihren Partner Theo Moritz gingen die Beagles in Nürnberg auf die Frühjahrsschleppen im Tattersall. Die Jagdfreunde Nürnberg haben zusammen mit dem RC Tattersall wieder einmal eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die Strecke war - trotz umfangreicher Baumfällarbeiten im Reichswald, deren Überreste in harter Muskelarbeit beseitigt werden mussten - wie immer perfekt präpariert. Nach den heißen und trockenen Tagen kam das kleine Unwetter am Samstag früh wie gerufen, so waren die tollen Sandböden im Wald kaum staubig. Gestärkt mit einem Weißwurst-Frühstück wurden die insgesamt neun beaglefreundlichen Schleppen durch den Wald angegangen. Ein kleines, aber feines Feld folgte den Vogelsberger Flitzebeagles über Stock und Stein. Der weitgereisteste Teilnehmer war dazu sogar eigens aus England eingeflogen. Das Jagdfeld war wie immer hilfsbereit und diszipliniert und so konnte ein junger Nachwuchs-Jagdreiter sogar auf seinem Shetty folgen! Zum Curée waren zwar viele Gesichter staubbedeckt, aber das schmälerte das glückselige Lächeln nicht. „Es war einfach herrlich!“, waren sich alle einig. Nach dem Versorgen von Hunden und Pferden wurde Spanferkel vom Spieß unter der schattenspendenden Eiche serviert und auch das ein oder andere kühle Bier und Cola wurden noch gemeinsam getrunken, bevor sich alle wieder auf den Heimweg machten. Text: Larissa Heumann und Bilder: Peter Jäger unter Givemeasmile. Mehr bei https://www.pictrs.com/givemeasmile?l=de

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