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  • Saumäßig glücklich

    Wollschwein Piggeldy ist ihre beste Freundin! Meutehunde müssen möglichst früh alles kennenlernen, was ihnen in ihrem späteren „Arbeitsleben“ begegnen könnte. Diese Prägephase ist begrenzt auf den Zeitraum zwischen der achten und zwölften Lebenswoche. Die diesjährigen Welpen der Hardtmeute sind jedenfalls eindeutig schon „schweinefest“. Sie turnen mit Begeisterung auf dem warmen Bauch der Wollsau, benannt nach einer Zeichentrickfilmfigur aus dem Kinderfernsehprogramm. Seit zehn Jahren lebt das Schwein bei Master Andrea Wiehn im Kennel des Badischen Schleppjagdvereins auf dem Lacherwaldhof in Dunzweiler. Und wenn sie müde sind, kuscheln sie sich dann auch gerne dort ein. „Die lieben sich einfach.“ So wie alle Hunde, die Piggeldy mit Andrea Wiehn großgezogen hat, als gute Lehrmeisterin für die Grand Anglo Francais Hunde, die später eine Schulterhöhe von 70 Zentimetern erreichen werden. Und auch keine schlechte Alternative für das Schwein, das eigentlich „nur ein schönes Jahr auf dem Meutehof haben sollte“. Text: PS und Foto: Andrea Wiehn

  • Alles Zirkus

    „Kamele“ gibt es ja viele auf dieser Erde… Aber dass Geburtstagsgäste bei einer Einladung zum Feiern von zwei lebendigen Vierbeinern dieser Art begrüßt werden – dafür muss man schon nach Mecklenburg kommen. Auf der Reitanlage an der Redentiner Mühle bei Wismar feierte unlängst Peter Leibold den Eintritt in das siebte Lebensjahrzehnt. „Das Leben ist eine große Manege“ – welch ein nützlicher Sinnspruch. Passend dazu hatte der Präsident des Schleppjagdvereins „von Esebeck“ den Zirkus Renz als Kulisse und „Tatort“ für sein Fest eingeladen. Blau-gelb strahlten die beiden Zelte, errichtet inmitten der Stallungen und der Reithalle; die Kamele im Gatter am Eingang blickten freundlich. Sportlich Aktive unter den Gästen konnten den Gastgeber bei einer privaten Schleppjagd hinter den Hunden der Mecklenburger Meute begleiten. Master Gabriel Rodenberg hatte dafür auch die andere Hälfte der Hunde, die bei ihm in Dalwitz stationiert sind, zu den Kumpels in Redentin mitgebracht. Anschließend wurde in der Manege im großen Zirkuszelt gefeiert. Große Bühne für Artisten und auch die Hounds waren angetreten, um ihrem „Zirkusdirektor“ die Honneurs zu machen. Zitat des Gastgebers, eingebettet in Erzählungen über Stationen seines Lebens, das auf einem Bauernhof in der Nähe von Fulda begonnen hat: „Wir alle sind Akrobaten des Alltags, auf dem Hochseil des Schicksals und des Glücks. Wer darauf umkehrt, strauchelt und kann stürzen. Wir sind Dompteure unserer Ängste und wir sind Jongleure unserer Träume…..“ Wohl wahr… Text: PS und Bilder: Klaus-Dieter Baumgart

  • Viele Gründe für Seligenporten

    Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, zumal als Jagdreiter im Oktober. Und ein Anlass findet sich doch immer. Micky und Florian Gindert haben gleich vier gefunden für eine Doppeljagd mit zwei Meuten in Seligenporten. Foto: givemeasmile/Peter Jäger Am Wochenende, 23. bis 25. Oktober gehen die Beagles vom Vogelsberg und aus dem Geiseltal gemeinsam auf die Schleppen. Dann wird die Oberpfalz in Bayern „auf links gedreht“, denn diese Schleppjagd im Landkreis Neumarkt gibt es seit 50 Jahren und der Erfinder und Veranstalter Toni Bauer feiert sein siebtes Lebensjahrzehnt. Außerdem ist Seligenporten ein besonderer Ort für die Jagdherrschaft. Hier haben sich Florian, geb. Kallert und seine Michaela „Micky“ Gindert 2020 verlobt, und jetzt sind die Geschäftsführerin der Vogelsbergmeute und ihr Mann seit fünf Jahren eine Familie. Dass die Braut inzwischen eine vier vorne stehen hat – davon spricht man jetzt nicht so laut. Und sehen tut man davon ja auch nix. Alle Details für das Wochenende in der Einladung hier:

  • Termin neu: Verden und Isernhagen

    Dinge ändern sich – selbst so eiserne Grundsätze wie „Isernhagen immer am Hubertustag“. In diesem Jahr 2026 wird über die Hecken auf dem ehemaligen Übungsplatz der Kavallerieschule bereits am 1. November gesprungen, also am Sonntag, nicht am Dienstag, am 3. November. Foto: Thomas Ix Diese Terminverlegung macht das Wochenende zu einer anstrengenden Angelegenheit, für die Niedersachsenmeute und auch für die engagierten Jagdreiter, die nur ein Pferd zur Verfügung haben. Die meisten werden sich entscheiden müssen für einen von zwei Terminen, denn bereits am Samstag, am 31. Oktober, laufen die Hunde in Verden auf den Allerwiesen. Auch das ist ein fester Termin. Beide Jagden zählen mit zu den anspruchsvollsten im Kalender der Meute. Alle Infos zu Verden hier: Zu Isernhagen hier:

  • Nix Sofa: Jagd auf der Königsinsel

    UPDATED - TV-Tipp Dichte Wolken, leichter Regen und kühle Temperaturen - für viele bedeutet das: Sofa! Nicht aber für Jagdreiter, die am Samstag mit 40 Pferden und 30 Englischen Foxhounds zahlreiche Zuschauer auf Herrenchiemsee lockten, um dort bei bestem „Hundewetter“ die 69. Große Herbstjagd über die Königsinsel zu bestreiten. Unter der Schirmherrschaft von Hubert Aiwanger, Staatsminister und stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident, und auf Einladung von Esther Höhn und Josef Ettenhuber, die in diesem Jahr zum 10. Mal die Jagdherrschaft für diesen Höhepunkt im Jagdkalender übernommen hatten, durfte bereits zum 37. Mal hinter der Meute aus dem Wittelsbacher Land auf dem geschichtsträchtigen Boden geritten werden. Neben Teilnehmern aus ganz Deutschland waren auch Gäste aus der Schweiz, Italien und sogar aus Australien angereist. Auch die Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung, Steffi Schreck und Vertreter der Cappenberger- und der Rheinlandmeute mischten sich unter die Gesellschaft – Jagdreiten verbindet. Am Freitagabend wurde das traditionsreiche Jagdwochenende mit einem Empfang im Pferdemuseum auf Gut Ising eingeläutet. Die Gastgeber Ettenhuber und Höhn begrüßten ihre Gäste und gaben ein paar Hinweise über den Ablauf des Wochenendes. Auch Präsident und Master Toni Wiedemann begrüßte und dankte der Jagdherrschaft für ihr großes Engagement, für ein Jahrzehnt Herrenchiemsee und zuvor zahlreiche Jagdpatenschaften für die Jagd am Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Begleitet von Alphornbläsern begann nun der gemütliche Teil des Abends, voller Vorfreude auf die bevorstehende Jagd. Der nächste Tag startete für alle früh am Morgen. Bereits um kurz nach sieben bildete sich eine lange Schlange am Schiffsanleger für die Überfahrt mit der Fähre auf die Insel. Nach dem Jagdfrühstück begrüßten beim Stelldichein vor der Kapelle der Schirmherr Hubert Aiwanger, die Jagdherrschaft Josef und Esther und der Master Toni die Gesellschaft. Alle betonten die Verbundenheit zur Natur, zu den Tieren und zu Kultur und Tradition, die mit Veranstaltungen wie dieser gepflegt und erhalten werden. Ein besonderer Dank ging an dieser Stelle an alle, die dazu beitragen, dass solch ein Großevent vor so einer besonderen Kulisse stattfinden kann. Priester Dr. Lothar Katz segnete schließlich Hunde und Pferde und schickte die Reiter, begleitet von den jagdlichen Klängen der Bläsergruppe Trompes de Bavière, auf eine unfallfreie Jagd. Rund 18 km legte die Jagdgesellschaft zurück, überwand dabei auf sieben Schleppen insgesamt 25 Hindernisse. Der traditionelle Ritt durch den Kanal fiel in diesem Jahr wegen des niedrigen Wasserpegels allerdings sehr trocken aus. Auch nach dem letzten Sprung in „Pauls Ruh“ mussten sich die Pferde zunächst durch den Schlamm des trockengelegten Ufers kämpfen, bevor sie das türkisgrüne Wasser des Chiemsees erreichten. Zum Glück musste kein Reiter Bekanntschaft mit dem zwar sehr weichen, aber auch ziemlich müffelnden Untergrund machen. Nass wurde man wegen des Regens trotzdem, was einem „echten Jagdreiter“ aber nichts ausmacht. Das Geläut der Hunde und das Donnern der Pferdehufe im Galopp entschädigten für die durchweichte Kleidung. Und beim großen Halali vor dem Königsschloss war der Regen längst vergessen. Zu einem stimmungsvollen Abschluss des Wochenendes traf sich die Jagdgesellschaft am Sonntag in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf Gut Ising zur festlichen Hubertusmesse, die von den Bläsern der Trompes de Bavière musikalisch begleitet wurde. Text Kathrin Haselbauer und Bilder: Verena Dechant, SvB und privat Bei der Schleppjagd auf der Insel Herrenchiemsee war auch der Bayerische Rundfunk mit einem Kamerateam dabei. In der ARD Mediathek kann man den Beitrag sehen. Dies ist derLink: https://www.ardmediathek.de/video/abendschau-der-suden/tradition-schleppjagd-auf-herrenchiemsee/ard/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3OTcxQTAvc2VjdGlvbi9kOTE4YTg2ZC1kOTQ1LTRiYmMtOTJiMi1mMzk4YTRjYzE4MTU

  • „Ihren Jagdschein, bitte!“

    Menschen, die „in Zeiten wie diesen“ eine neue Schleppjagd in jungfräulichem Gelände veranstalten, die sind so selten wie karierte Maiglöckchen oder ein weißer Elefant. Martha Eugenia Bende ist nichts davon – aber sie hat einen Plan. Sie will am 17. Oktober die Schleppjagd als altes Kulturgut auch Menschen zugänglich machen, denen Pferde, Hunde und die Tradition der roten Röcke bislang fremd sind. Sie lädt ein zu „Marthas Ostseejagd“ in das mecklenburgische Heilbad Graal-Müritz. Martha Bende sieht sich selbst „nicht als die typische Jagdherrin“, sagt über sich: „Ich bin weder adlig noch Gestütsbesitzerin“. Aber sie ist pferdeaffin. „Als Kind habe ich mir an jedem Geburtstag beim Ausblasen der Kerzen auf dem Kuchen ein Pferd gewünscht.“ Ihr Großvater hatte Pferde in den Großen Salzwiesen am Ribnitzer Moor, aber sie hat das Reiten nicht von der Pike auf gelernt. Sie studierte Soziale Arbeit und kaufte von ihrem Gehalt ihr Herzenspferd Cassandro. Vor drei Jahren hatte sie Lust, mit dem Schimmel etwas zu unternehmen und stieß bei ihren Recherchen auf die Mecklenburger Meute. „Seitdem brenne ich für die Schleppjagd“. Seit ihrer "Feuertaufe" am Tegelhof auf Rügen ist sie häufig im Jagdfeld hinter den Hunden unterwegs, und bei der „Wald- und Wildwoche“ in ihrem Heimatort Graal-Müritz entstand die Idee für einen neuen Programmpunkt in dem kommunalen Tourismusangebot: Marthas Ostseejagd im Moor, dem großen Küstenwald und am Strand. Aber die Umsetzung war nicht so einfach. „Ich weiß nicht, wie oft ich schon erklärt habe, dass bei einer Schleppjagd niemand totgeschossen wird.“ Als sie im Rathaus ihren Plan vorstellte, kam als Antwort auf einen ihrer „sechs oder sieben Anträge“ zunächst die Auflage, dass alle Teilnehmer der Schleppjagd aber auch ihren Jagdschein vorlegen müssten. Für die Sondergenehmigung auf dem Parkplatz musste sie ein Foto des Meutetransporters vorlegen, um klarzustellen, dass da kein Zwanzig-Tonner im Naturschutzgebiet anrollt. Bende hat Verständnis für diese Sorgen. „Ich hatte ja bis vor drei Jahren selbst keine Ahnung und genau die gleichen Fragen, wie sie mir jetzt gestellt wurden.“ Um alle Missverständnisse im Vorhinein auszuräumen, bietet sie jetzt sogar einen Info-Abend an, am 12. Oktober ab 17.30 in ihrer Ferienhaus-Anlage, der „Villa Meeresblick“. Da will sie erzählen, wie eine Schleppjagd abläuft. „Kein Vortrag, das ist langweilig.“ Auf dem Kremser können auch Nicht-Reiter am Samstag danach, am 17. Oktober, das Geschehen beobachten und die Jagdsignale der Bläser kennenlernen. „Ich will, dass die Menschen wieder näher an die Natur heranrücken und die Scheu vor Pferden und Hunden verlieren.“ Das setzt Bende auch beruflich um, mit Cassandro und dem Schecken Crispy, ihrem jetzigen Jagdpferd, beim therapeutischen Reiten, bei Bauernhof-Pädagogik oder bei Besuchen mit ihren Pferden im Hospiz. “Das ist mir eine Herzensangelegenheit!“ Text: Petra Schlemm und Bild: Klaus-Dieter Baumgart Alle Info zu Marthas Ostseejagd hier:

  • "Heißer Herbst" für die Jagd-Reiter

    Der Oktober ist da – die Hauptsaison der Schleppjagdreiterei. Auch die Cappenberger Meute ist „d.u.“, das heißt dauernd unterwegs. Im September ist alles gut gelaufen. So soll es jetzt weitergehen. Foto: Thomas Ix Am „Tag der deutschen Einheit“, am 3. Oktober, Samstag, sind die Foxhounds zur Jubiläumsjagd der Beagle Meute Münsterland am Reiterhof Lüssing in Haren an der Ems eingeladen und werden anschließend gebührend mit unseren Freunden das Jubiläum auf der Stiefelparty feiern. Das nächste Highlight folgt direkt: das Jagdwochenende in Gartow. Vom 9. bis zum 11. Oktober, Freitag bis Sonntag, laden die Familie Herbst und der RFV Gartow und Umland zum Jagdwochenende in Gartow ein. Das Programm ist vielfältig und für kleine & große Reiter etwas dabei. Einzelheiten zu den drei Jagdtagen in der Einladung hier: Danach geht es ins Artland. Entweder zu ein paar entspannten Tagen mit den Jagdreitern der Warendorfer Meute oder auch zur Teilnahme an einzelnen Tagen mit unterschiedlichen Jagden. All das ist möglich vom 12. - 18. Oktober 2026 am Reiterhotel Vox in Eggermühlen im Landkreis Osnabrück. Bereits zum fünften Mal hat die Warendorfer Meute unter der Federführung von Bernd Vollmer ein tolles und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Und dann die Sache mit den „festen Terminen“, die manches Mal Terminkollisionen verursacht. Alle paar Jahre kommt es vor, dass der letzte Samstag und der letzte Sonntag im Oktober nicht auf dasselbe Wochenende fallen – so auch in diesem Jahr. Dadurch findet die Jagd in Börger am Sonntag, 25. Oktober 2026 und die Jagd in Herzebrock am 31. Oktober 2026 statt. Somit haben die Enthusiasten in diesem Jahr die schöne Gelegenheit, beide Jagden zu besuchen und die Veranstalter mit der Teilnahme zu unterstützen. Ein guter Grund also, beide Termine fest im Kalender einzuplanen und gemeinsam mit der Meute zwei weitere schöne Jagdtage zu erleben. „Jetzt kann der Herbst kommen!“, freut sich Irmgard Sievers, die mit Annika Deckena und Bernd Funke, die Hunde führt.

  • Kenneljagd der Vogelsberg-Meute

    Schon früh am Morgen arbeiteten die Heinzelmännchen am Vogelsberger Kennel, um alles für die Eröffnungsjagd vorzubereiten: Pünktlich um 13:30 Uhr hieß es dann „Stelldichein!“ Bei bestem Wetter trafen nach und nach zahlreiche Reiter ein. Es wurde gefachsimpelt, erzählt, was die Saison bisher so mit sich gebracht hatte, und vor allem freute man sich, viele bekannte Gesichter endlich wiederzusehen. Anschließend wurden die Pferde gesattelt und dann ging es los unter dem Kommando des Jagdherrn Michael Mahler. Huntsman Sandra Foth hatte 16 Koppeln mit dabei, die voller Energie in die Jagd starteten. Die Schleppen waren herrlich und boten alles, was Jagdreitern gefällt. Und anscheinend war das Erlebnis für zwei Reiter so überzeugend, dass sie spontan ihre Mitgliedschaft bei der Vogelsberg-Meute erklärten. Besser kann man Begeisterung nicht ausdrücken. Am Stopp wartete eine leckere Erfrischung und es wurde eine ausgelassene Pause eingelegt. Danach ging es wieder weiter. Die letzten beiden Schleppen zurück zum Halali-Platz waren genauso gelungen wie die Schleppen zuvor. Besonders schön waren auch die neu entstandenen und aufbereiteten Hindernisse. Einige wurden von den fleißigen Männern neu hergerichtet und mit viel Liebe zum Detail geschmückt - ein echter Hingucker für Pferd und Reiter. Am Halali-Platz brannte bereits ein schönes Feuer. In vielen Gesichtern konnte man die Freude und Zufriedenheit über diesen gelungenen Jagdtag ablesen. Die Pferde wurden versorgt und anschließend durfte sich jeder an Timos Grillbuffet bedienen.Doch damit war der Tag natürlich noch lange nicht vorbei. Wie bei der Vogelsberg-Meute üblich fehlte nicht die traditionelle Stiefelparty. Bis in die späten Stunden wurde gelacht, getanzt, gesungen und natürlich immer wieder über die schönsten Momente des Tages gesprochen. Text: Larissa Heumann und Bilder: https://www.pictrs.com/givemeasmile?l=de

  • 75 Jahre Niedersachsenmeute

    Der 75. Geburtstag - da wird „bei normalen Leuten“ gerne zum Mittagessen mit vorherigem Sektempfang eingeladen, damit der Gastgeber rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder zu Hause sein kann. Nicht so die Niedersachsenmeute. Da gab es zwar auch Sekt, aber vorher eine knackige Jagd mit 65 Reitern und reichlich Sonnenschein in Völkersen und am Abend eine fette festliche Feier im Niedersachsenhof in Verden: Die Damen in lang, die Herren auch nicht mehr in Reitstiefeln, sondern im dunklen Anzug. Dazu Musik, die zum Tanzen oder wenigstens Mitwippen einlud, und wer mochte, konnte mit einem Imbiss gegen den kleinen Hunger vorgehen, ohne dass ein dickes Buffett die Tanzfreude eingeschläfert hätte. Jobst von Reden als Vorsitzender des Schleppjagdvereins begrüßte nicht nur die Jagdherrin des Tages, Katrin Badenhop-Klatte und ihren Mann Sebastian Klatte, sondern „auch die Gäste, die noch keine Mitglieder der Niedersachsenmeute sind“. Die weiteste Anreise – aus Forst in Baden-Württemberg - hatte sicherlich die neue Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung, Stephanie Schreck, aber auch andere hatten keinen langen Weg gescheut: vom Hamburger Schleppjagdverein, aus Cappenberg und vom Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein. Camill von Dungern und Leonard von Schultzendorff, „als der älteste und der jüngste Master“ der Niedersachsenmeute, hatten sich den Rückblick auf die Geschichte der Meute und den Ausblick in die Zukunft der Schleppjagdreiterei geteilt. Camill von Dungern zielte dabei in erster Linie auf den Meutebegründer Christian von Loesch, seinen Schwiegervater, der 1951 die ersten beiden Hunde aus Überbleibseln der Kavallerieschule Hannover und aus Verden übernahm, bevor zwei Jahre später der Schleppjagdverein gegründet wurde, mit dann fünf Foxhounds. Wohlgemerkt: Das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Verlust seiner schlesischen Heimat und ohne Beruf, denn Rittmeister waren nicht mehr gefragt. „Als ungelernter Landwirt“ und Vater von vier Töchtern hat er mit seiner Frau Sigrid in diesen kargen Zeiten den Grundstein gelegt für den heute mit rund 800 Mitgliedern größten Schleppjagdverein Deutschlands. Der Enkel des Meutegründers, Leonard „Löwe“ von Schultzendorff stellte das Gestern dem Heute gegenüber und gab zu bedenken, dass das Jagdreiten viele Anpassungen erlaube, „nur die Essenz sollte erhalten werden: Der Dreiklang von Hunden, Pferden und Mensch.“ Jeder – ob Reiter, Helfer im Hintergrund oder Zuschauer – trage dazu bei, diesen Sport und die Gemeinschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Sein Aufruf: „Das Schicksal der Meutezukunft wird nicht von äußeren Umständen entschieden, sondern von uns. Packen wir es an!“ Die DSJV-Vorsitzende Stephanie Schreck hielt eine flammende Rede und lenkte den Blick der Zuhörer in erster Linie auf die vielen Helfer, die jeden Tag hinter den Kulissen im Einsatz sind und dafür Sorge tragen, dass der Jagdtag ein unvergesslicher Moment im Leben von jedem werden kann, der dabei gewesen ist. So hat die Niedersachsenmeute schon rund 40 Piköre, die an den Wochenenden reihum ihre Kraft und Zeit zur Verfügung stellen. Dann überreichte sie die Urkunde des Bundesverbandes der Meutehalter und Schleppjagdreiter zum 75-jährigen Bestehen an Jobst von Reden, stellvertretend für den Verein, der die Niedersachsenmeute trägt. Neben der Urkunde wird im Kennel in Dorfmark dann auch das Bild der Cappenberger Meute hängen, das Conny Funke überreichte. „Wir sind zwar erst 66 Jahre alt, aber uns verbindet eine großartige Freundschaft, die hoffentlich noch lange erhalten bleibt und uns weiter viele schöne gemeinsame Jagden bringen wird“, wünschte sich die zweite Vorsitzende des Schleppjagdvereins aus Westfalen. Bevor die Tanzfläche freigegeben wurde, kam noch Karl Wallis vom Verdener Schleppjagdreitverein zu Wort als Sprecher der Jagdveranstalter. Er beschränkte sich auf eine eher ideelle und dabei wohl noch wichtigere Geburtstagsgabe: „Unsere Jagden sind unser Geschenk“. Und das sind immerhin jedes Jahr drei allein in Verden und drei weitere im Landkreis. Text und Bilder: PS - Bilder von der Jagd in Völkersen unter www.foto-ix.de

  • Zur Vorbereitung auf 3. Oktober Fulda

    Für Kurzentschlossene, die sich auf die Zwei-Meuten-Jagd am 3. Oktober am Schloß Eichenzell gründlich vorbereiten wollen: Erik Schlaudraff bietet einen Vorbereitungslehrgang dazu an. Von Dienstag, 29. September bis zum 1. Oktober wird systematisch hingeführt auf die Aufgaben am Samstag, die die Jagdreiter Fulda als Veranstalter aufbauen. Foto: givemeasmile Alle Info hier: Und die Jagdeinladung dazu auch noch mal. Dezenter Hinweis außerdem noch: Am Tag danach, also am 4. Oktober, Sonntag, ab 9 Uhr werden die Hindernisse wieder abgebaut und da wird jede helfende Hand gebraucht.

  • NM-Jubiläum sportlich und festlich

    75 Jahre alt – da wird gerne zu Mittagessen mit kleinem Sektempfang vorher eingeladen, damit der Gastgeber rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder zu Hause sein kann. Nicht so die Niedersachsenmeute. oto: Thomas Ix Die Meute reitet am 26. September, Samstag, erst Schleppjagd in Völkersen und feiert abends groß das Jubiläum, ganz „in chic“, das heißt Dresscode: festlich/ dunkler Anzug. Im Niedersachsenhof in Verden ist dazu das Stelldichein beim Sektempfang zu 19.30 Uhr ausgerufen. Ohne Anmeldung, zum Eintrittsgeld von 20 Euro darf dann geschwoft werden. Getränke und Essen gibt es an verschiedenen Ständen auf eigene Kosten. Die traditionsreiche Jagd in Völkersen wird von den „Pferdefreunden“ ausgerufen. Dazu treffen sich die Reiter ab 13 Uhr am Heideweg (Achtung Hinweisschilder) und eine halbe Stunde später geht es los. Geritten wird in drei Feldern bis zum Halali auf dem Wildacker am Overing. Die Signale blasen die Trompes de la Bruyère. Rückfragen bezüglich der Jagd bei Katrin Badenhop-Klatte unter Telefon 0151 14009803 bzw Katrin.Badenhop@badenhop.de oder auch bei Etta Avenriep, Tel. 0173 6177778 oder etta@hof-avenriep.de.

  • Steinau-Jagd endet mit Stiefelparty

    Ein goldener Herbsttag, fröhliches Geläut der Hunde und eine Kulisse, wie sie schöner kaum sein könnte: Die Schleppjagd in Steinau an der Straße erwies sich als ein jagdreiterliches Juwel, das in puncto Organisation, Streckenführung und Gastfreundschaft neue Maßstäbe setzte. Unter der souveränen Jagdherrschaft von Huntsman Sandra Foth führte die Vogelsberg-Meute ein Feld über traumhaftes Terrain – perfekt inszeniert von einem engagierten Team rund um Larissa Heumann und Oliver Börner. Schon bei der Anreise auf dem Hängerparkplatz wurde deutlich, wie viel Herzblut in der Planung steckte: Sogar an Wasser zum Tränken und Abspritzen der Pferde vor und nach dem Ritt war gedacht worden. Für die Equipage war ein eigener Parkplatz eingerichtet, inklusive eines eigens organisierten Quad-Taxis, das die Reiter stressfrei vom und zum Platz beförderte. Selbstverständlich war alles auch sehr gut beschildert und schnell zu finden! Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam und den Bürgermeister Christian Zimmermann, der vermutlich nicht zuletzt dank jagdbegeisterter Ehefrau sogar noch eine Spende für die Hunde überreichte, stimmte die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos die Jagdgesellschaft feierlich ein. Mit makellosen Jagdsignalen gaben die Bläser dem Stelldichein den passenden, festlichen Rahmen und begleiteten den Abritt. Das Terrain rund um Steinau an der Straße bot spektakulären Schleppjagd-Sport: Weitläufige Wiesenschleppen im ständigen Wechsel von Bergauf und Bergab forderten Kondition und Rhythmus von Pferd und Reiter. Zahlreiche natürliche Gräben und herrlich präparierte Naturhindernisse luden zu flüssigem, harmonischem Springen ein. 16 ½ Koppeln der fröhlichen und spurlauten Beagles der Vogelsberg-Meute folgten der künstlichen Fährte, die von den Schleppenlegern Larissa Heumann und Micky Gindert präzise und gekonnt gelegt worden war. Huntsman Sandra Foth führte die Hunde gewohnt passioniert und exakt auf den Punkt. Ein ganz besonderes Highlight bot auch hier die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos. Die Musiker begleiteten das Geschehen nicht nur an den Stopps, sondern boten sogar direkt auf den Schleppen eine perfekte musikalische Untermalung, die den Ritt zu einem atmosphärischen Gesamtkunstwerk machte. Für die Zuschauer standen Bulldogs bereit, die es ermöglichten, hautnah an den schönsten Streckenabschnitten dabei zu sein. Das Orga-Team auf Quads behielt im Hintergrund stets den Überblick, während Sanitäter mit geländegängigen Fahrzeugen für maximale Sicherheit sorgten. Am Stopp auf dem Elisabethenhof wartete ein rundum gelungenes Verwöhnprogramm: Während sogar an Tränkemöglichkeiten für die Pferde gedacht war,genoss die Jagdgesellschaft die erstklassige Verpflegung von Larissas Schwiegermutter in spe, um gestärkt auf den zweiten Teil der Jagd zu gehen. Nach den letzten Schleppen erreichte die Jagdgesellschaft glücklich das Halali. Nach dem wohlverdienten Curée für die Beagles und dem Vergeben der Brüche verlagerte sich das Geschehen zu Familie Börner. Dort erwartete die Gäste ein kulinarisches Highlight: Zwei ganze Spanschweine frisch vom Grill nebst zahlreichen köstlichen Beilagen. Beim anschließenden Schüsseltreiben ging der Abend nahtlos in eine ausgelassene Stiefelparty über. Am Lagerfeuer und bei freien Getränken den ganzen Abend wurde gelacht, gefachsimpelt und bis tief in die Nacht gefeiert. Am Ende bleibt vor allem ein Wort als Fazit: Herrlich! Text: Micky Gindert und Bilder: pictrs.com/givemeasmile

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