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321 Ergebnisse gefunden für „“

  • 20 Jahre Rheinland-Jubiläum "xxl"

    Die Rheinlandmeute ist 20 geworden, und der Geburtstag wurde gefeiert wie man es im Westerwald macht und man es von der Familie Siegel kennt: ganz groß, über drei Tage des Pfingstwochenendes und mit ganz vielen Freunden, aus der Nachbarschaft, mit Jägern, Bläsern und vielen Jagdreitern aus befreundeten Meuten. Die Besucher des Wiesbadener Schloßpark-Turniers wollen wir mal nicht dazu rechnen, aber auch die hatten Anteil an der Geburtstagsfeier: Zur „Nacht der Pferde“ boten die Rheinländer wieder den traditionellen Auftritt, gemeinsam mit der Vogelsberg. Rund 40 Foxhounds und Beagles gemeinsam auf dem Turnierplatz, der sonst dem „großen“ Sport gehört und gefolgt von wohl 60 Reitern. Der strömende Regen konnte die Stimmung dabei nicht dämpfen. Eine organisatorische Meisterleistung boten die Gastgeber am Samstag bei ihrer Einladung zu einem „Genussritt durch den Stebacher Wald“. Versprochen war eine „kulinarische Reise mit genussvollen Momenten für Leib und Seele“ und das wurde es auch. Bei einem entspannten Ritt im Schritt ohne Hunde durch den maigrünen Wald wurden Reiter und Unberittene im Planwagen an verschiedenen Ständen vorbeigeführt, wo es interessante Köstlichkeiten zum Probieren gab und sogar eine Weinprobe verkostet wurde. Die schiere Anzahl der Gäste, die hier bestens betreut wurden, macht staunen: 65 Reiter und wohl ebenso viele Fahrgäste, also „mal eben“ 130 Personen. „Zum Glück hatten wir viele Helfer, auch solche, die sonst gar nichts mit uns zu tun haben“, ist die Sprecherin der Meute, Kim Ströder jetzt noch dankbar. Im Innenhof des Hotels Tannenhof – bekannte „Basis“ der Rheinlandmeute – ging es am Abend gemütlich weiter. „Standesgemäßer“ Abschluss der Rheinland-Festtage war die Schleppjagd am Sonntag, wieder mit knapp 60 Reitern und Gästen der Hardt-Meute, aus Cappenberg, vom Vogelsberg und sogar aus Bayern. Sechs Schleppen legte das Familienoberhaupt Horst Siegel, beritten mit einem Pferd seines Sohnes. Der Boden war tief nach den vorausgegangenen Dauerregenfällen, aber am Sonntag schien dann sogar die Sonne.  Besonders gern gesehene Gäste waren die (Schieß)-Jäger aus dem Umland. Sie zeigten sich besonders beeindruckt von der Arbeit der Hunde und ihrem Appell. Den musikalischen Rahmen boten die zahlreichen Bläser. Neben Gästen aus Jülich und vom Hegering Hausen trat die starke Truppe der Rheinlandmeute an. Bei der Siegel-Meute sind eben auch die Geburtstags-Ständchen Größe XXL. Text: Petra Schlemm und Bilder: Timo Haas und Peter Jäger/www.givemeasmile.de

  • Top-Nennungen für Luhmühlen

    Das Nennungsergebnis der Longines Luhmühlen Horse Trials ist ein Power-Paket an Topstars des Vielseitigkeitssports. „Im olympischen Jahr, kann man sich oft nicht sicher sein, wie die Reiter ihre Saison planen, aber dieses Nennungsergebnis ist absolut gewaltig. Hier zeigt sich, dass Luhmühlen mit seinen großartigen Prüfungsbedingungen auf All-Wetter-Plätzen für Dressur und Springen sowie der Geländestruktur eine feste Größe im Sport ist“, bringt TGL-Geschäftsführerin Julia Otto das Nennungsergebnis der Longines Luhmühlen Horse Trials auf den Punkt. Gerade noch mit Holsteiner Vitali in Badminton, jetzt für Luhmühlen genannt: Tim Price (NZL) Sowohl in der Longines CCI5*-L als auch in der CCI4*-S Meßmer Trophy, zugleich Deutsche Meisterschaft, haben die derzeit besten Reiter ihre Top-Pferde genannt. „Beide Prüfungen versprechen absoluten Spitzen-sport. Besucher und Fans können sich auf große Namen aus der ganzen Welt, auf Olympiasieger, Welt- und Europameister, freuen. Dabei sind unter anderem Jonelle und Tim Price aus Neuseeland. Aus Großbritannien reist ebenfalls ein sehr starkes Kontingent an - unter anderem Ros Canter, Laura Collett, Yasmin Ingham und Tom Mc Ewen. Insbesondere in der Longines CCI5*-L ist ein überaus starkes britisches Nennungsergebnis zu verzeichnen.“ gen in der Longines CCI5*-L: „Die Möglichkeit an dieser prestigeträchtigen Prüfung teilzunehmen, ist für unsere Top-Reiter ein absolutes Highlight, ein großes Ziel das sie erreichen möchten.“ Weitere starke Nationen haben ebenfalls genannt – unter anderem Australien, Belgien, Frankreich, Irland, Italien und Schweden. Alles was im deutschen Vielseitigkeitssport Rang und Namen hat, will nach Luhmühlen kommen. Die meisten deutschen Reiter nutzen die CCI4*-S Meßmer Trophy, in der Hoffnung, die deutschen Farben in Paris zu vertreten. Genannt haben unter anderem Sandra Auffarth mit Viamant du Matz, Michael Jung mit fischer Chipmunk FRH und Kilcandra Ocean Power, Ingrid Klimke mit SAP Asha P und Equistros Sienna just do it, Julia Krajewski mit Nickel und Christoph Wahler mit Carjatan S. Für die Longines CCI5*-L haben Nico Aldinger mit Timmo und Libussa Lübbeke mit Caramia genannt. Julia Otto und das große Team arbeiten ganzjährig daran, die Longines Luhmühlen Horse Trials erfolgreich zu vermarkten, um den Sportlern eine optimale Bühne zur Verfügung zu stellen: „Es freut uns immer besonders, wenn die Titelverteidiger erneut planen, an den Start zu gehen und natürlich, wenn amtierende Medaillensieger der großen Championate kommen. Einzelne Titel und Erfolge hervorzuheben ist bei diesen Namen fast unmöglich und oft ist es ja der berühmte Mix, der für tolle, sportliche Turniere sorgt.“ Die Übertragung der Longines Luhmühlen Horse Trials: NDR live Samstag, 15. Juni 2024 14.30 - 15.00 Uhr, Sonntag, 16. Juni 2024 13.45 - 14.45 Uhr Horse & Country Livestream, alle Tage, beide Prüfungen (deutsch/englisch; gebührenpflichtig) Nennungsergebnis und vorläufiger Zeitplan: www.luhmuehlen.de Kartenvorverkauf: www.ticketmaster.de Aktuelle Änderungen und Neuigkeiten: www.luhmuehlen.de Text TGL und Foto: PS

  • Jagdreiter Cup in Bimbach

    Jagdreiter Cup in Bimbach Die Jagdreiter Fulda veranstalten wieder ihren traditionellen Jagdreiter Cup. Am Wochenende 8. und 9. Juni ist wie immer Treffpunkt in Bimbach auf der bestens geeigneten Vielseitigkeitsanlage. Am Samstag steht der Start für die „Profis“ an und Höhepunkt ist der Team-Wettbewerb, wo zu dritt geritten wird! Der Sonntag gehört dem Nachwuchs. Es werden Reiterspiele veranstaltet, offen für Teilnehmer bis 16 Jahre, und es gibt auch eine Führzügelklasse. Bedenken vor einem „Kalt-Start“ sind nicht angebracht. Die Jagdreiter Fulda bieten vor dem Cup auch einen Vorbereitungslehrgang wo an drei Tagen unter Leitung von Jürgen Weber alle Aufgaben und Hindernisse gründlich trainiert werden können. Einzelheiten dazu hier: Das Ganze ist natürlich nicht nur Selbstzweck und Spaßgewinn sondern dient der Vorbereitung auf den Herbst mit der Zwei-Meuten-Jagd am Schloss Fasanerie. Am 5. Oktober gehen dort die Foxhounds der Taunus-Meute gemeinsam mit den Beagles vom Vogelsberg auf die Strecke. Die Ausschreibung für die Veranstaltung findet sich unter www.jagdreiter-fulda.de und Nennungen gehen an Sabine Walter@herbert.eu

  • Besuch bei der Beaufort Meute

    Home of hunting - beim Besuch einer der Traditionsmeuten auf der Insel wird ersichtlich, warum England sich so bezeichnet. Eine Gruppe deutscher Besucher des Fünf-Sterne-Vielseitigkeitsturniers in Badminton hatte Gelegenheit zu einer Tour bei der Beaufort Meute. Hound Parade als großes Schaubild bei den Badminton Horse Trials Unweit des Schlosses Badminton House – definitiv in Hörweite (!) – steht der Kennel-Komplex der Beaufort Meute, die die Herzogsfamilie seit Mitte der 1700-Jahre hält. Die Zuchtbücher verzeichnen mittlerweile 69 Generationen in weiblichen Linien. Nicht wenige der 160 Hunde lassen sich bis zu den Anfängen der Meute zurückführen. „Keine andere Tierart der Welt dürfte so gründlich dokumentiert sein wie die Foxhounds“, behauptet der Joint Master und Huntsman Matt Ramsden, der seinem legendären Vorgänger Captain Ian Farquhar nachgefolgt ist, der die Meute 34 Jahre lang geführt hat und Anfang 2024 verstarb – lange Traditionen also auch bei den Menschen dieser Meute. Viermal wöchentlich wird gejagt – mittwochs und samstags mit den Hündinnen, montags und donnerstags mit einem gemischten Pack aus 80 Koppeln, also 160 Hunden. Bei den Samstagsjagden folgen in der Hochsaison bis zu 250 Reiter, die pro Pferd einen Mitgliedsbeitrag von etwa 3000 Euro bezahlen. Mitreiten dürfen nur Mitglieder, die ihr Pferd auch in der Umgegend halten müssen, also nicht „mal eben“ aus London anreisen dürfen. Das Jagdgebiet umfasst über 1000 Quadratkilometer, wo die Meets an unterschiedlichen Stellen abgehalten werden. Die großen Events führen über bis zu 160 Kilometer Strecke – dafür wird dann vorher ein „second horse point“ festgelegt, wo ein Groom das Zweitpferd hin- und das ermüdete erste Pferd nach Hause bringt – wer hat, der hat. Klar ist, dass solch ein Aufriß Geld kostet – Jahres-Budget der Duke of Beaufort’s etwa eine Million Pfund, also 1,2 Mio. Euro - und ohne ausreichendes Personal nicht zu leisten ist. Neben dem Joint Master Matt Ramsden als Huntsman arbeiten für den Duke auch ein Kennelman mit einem Stellvertreter, ein Futtermeister und weitere Helfer, die zumeist für Reinigungsarbeiten zuständig sind. Die Pferde für den „Hunt Staff“ werden von einem anderen Team betreut und gearbeitet und sind untergebracht in den prächtigen Stallungen am Badminton House. Zu den zahlreichen Sub-Contractors gehört unter anderem ein Unternehmen, das mit 50 Mitarbeitern die Zäune entlang der Autobahn M 4 instand hält und damit sicherstellt, dass es bei der Jagd nicht zu einem Verkehrsunfall kommt. Das Kennel-Gelände besteht aus mehreren Bauten, für Hündinnen und Rüden getrennt. Im Sommer werden andere Gebäude genutzt als im Winter. Gefüttert wird in einem Raum, dessen Wände umlaufend mit den Schleifen und Siegerurkunden verziert sind, die die Meute auf den verschiedenen Hound Shows, unter anderem in Peterborough gewonnen hat. Der Kennelman wohnt nebenan im Kennel Cottage und kann über eine CCV-Kamera aus seiner Küche die Wöchnerinnen beobachten. Sieben bis zehn Würfe fallen pro Jahr.  „Das ist nicht Faulheit unsererseits, aber ich habe mir sagen lassen, dass Geburten ziemlich anstrengend sind, und dass es da nur stört, wenn jemand alle Naselang die Tür aufreißt um nach dem Rechten zu sehen“. Interessant dürfte ein „Badetag“ bei der Beaufort Meute sein. Der Huntsman schildert, dass die Hounds in größeren Gruppen in ein mit Wasser gefülltes Becken gelassen werden, ein paar Seifenflocken dazu, und aus der Toberei des Pulks im Wasser entwickelt sich ein Schaumbad, das nicht nur säubert, sondern auch medizinische Zwecke erfüllt. „Einfacher als bei Pferden“ findet Ramsden. Im großen Draw Yard werden die Hunde, die zur Jagd mitgehen sollen noch einmal inspiziert und dann von dort verladen. Jeden Morgen wird die Meute gearbeitet. Auch während des großen Turniers kann man die Hounds mit einigen „Whipper-in“ (Pikören) und wenigen Mitgliedern der Meute im Feld dahinter im Park von Badminton House und der Umgegend beobachten – Reiter und Pferde tadellos herausgebracht für diese Gelegenheit. Völlig ungerührt von Fremdhunden, vielen Leuten, allgemeinem Getümmel ziehen sie ihres Weges. In der „Off-season“ wird zumeist am Fahrrad trainiert. Diese „road work“ führt über bis zu 16 Kilometer. Mit dem Rad kann man den Jog der Hounds besser mithalten. Die „Puppies“ werden in den ersten Lebensmonaten in befreundeten Familien von „Walkern“ betreut. Dort lernen sie andere Tiere, Kinder, Maschinen, einfach das normale Leben kennen bis sie mit etwa sechs Monaten ins „Flegelalter“ kommen, in den Kennel zurück gehen und dort langsam in die Meute integriert werden. Dort laufen sie zunächst gekoppelt an einen Althund mit bis sie die Kommandos gelernt haben. Ab August wird am Pferd trainiert, und wenn die Saison beginnt sind die Hounds bis zu drei Stunden täglich gearbeitet worden – fit für die langen Jagdtage, die dann bald folgen werden. Sechs bis sieben Saisons können gute Hounds bei der Beaufort Meute bestehen – und hier sind nur gute Hunde. Danach werden sie entweder weitergegeben an andere Meuten, die in einfacherem Gelände arbeiten oder generell weniger Wert auf hohes Tempo legen oder sie verbleiben als Rentner bei der Meute. Gefüttert wird zumeist „fallen Stock“, totes Vieh, das der Futtermeister mit einem speziellen Fahrzeug von den Bauernhöfen in der Umgebung holt und am Kennel verarbeitet, meistens Rind oder Pferd, weniger Schafe. Dieses Aufräumen, das in Deutschland von Abdeckereien betrieben wird, verschafft den Meuten einen Großteil der Zustimmung für ihr Tun bei den ländlichen Nachbarn. Weil die Landwirtschaft auch in England immer weniger Vieh hält, müssen Kohlenhydrate zugefüttert werden. Dafür besteht Verbindung zu einer Großbäckerei in Yorkshire. Mehr als einmal wöchentlich lässt Ramsden die typischen „pies and pasties“, Pasteten und Gebäck, nur ungern geben. „Zu salzig. Das macht unfruchtbar.“ „Unser Zuchtziel ist der Marathon-Läufer“, beschreibt Matt Ramsden die oberste Priorität in seiner Arbeit, die er im von einer hohen Mauer umgebenen Freigelände des Kennels an verschiedenen Beispielen erklärt: junge Rüden – noch ungejagt, ältere Rüden nach ihrer ersten Saison – deutlich mehr bemuskelt, junge Hündinnen – sportlich, aber mit feineren Linien,  und ältere Hündinnen mit den bereits gezüchtet wurde. Spätestens bei diesen Demonstrationen staunen die deutschen Jagdreiter. Während bei der Junghundeschau in Schwarzenstein höchstens unterschieden wird nach dem „old English“ oder dem „Modern Foxhound“ rattert Matt Ramsden wesentlich mehr verschiedene Linien herunter: Fell, Welsh, American… Und was noch mehr ist: er kann bis auf sieben, acht oder gar zehn  Generationen zurückgehen und weiß dann den entscheidenden Rüden zu nennen, der für diesen oder jenen markanten Punkt im Gebäude oder die Fellfarbe verantwortlich gewesen sein mag. Solche Pedigree-Sicherheit erwartet man in Deutschland allenfalls von Landstallmeistern oder Menschen aus Familien, die seit Generationen Pferde gezüchtet haben. Ein guter Hund in England wie auch anderswo hat eine schräge Schulter um möglichst lange Galoppsprünge machen zu können, gut geschlossene Pfoten in gerader Stellung, ist elastisch gefesselt, mit einer Hinterhand, die weit vorgreifen kann, mit tiefer Brust, die Platz für eine kräftig atmende Lunge bietet - und er ist im Gleichgewicht.  Am Beispiel der drei Zuchthündinnen nennt Ramsden den Leitsatz, den er von erfahrenen Vorgängern übernommen und sich zur Maxime seiner Arbeit genommen hat. „Im Zweifel wähle ich zur Zucht den Hund von dem ich meine, dass man ihm auch einen Sattel auflegen könnte um damit lange Strecken über Land zurück zu legen - Gesichtspunkte wie bei einem Pferd.“ Text und Bilder: Petra Schlemm und Badminton Horse Trials

  • Reiseziel zum Staunen: Badminton

    Kommentar mit drei Buchstaben? WOW! Badminton als Reiseziel – da bleibt nur Staunen. So viel Tradition - 75 Jahre schwerster Sport, so viel Zuschauer – bis zu 200.000, so viel Shopping und so viele atemberaubende Hindernisse auf 6,700 Metern Kurs durch einen Jahrhunderte alten Park mit gigantischen Baumriesen in herrlichstem Maigrün. Im Olympiajahr ist kein deutscher Reiter am Start (außer Felix Vogg, der für die Schweiz startet und nach der Dressur auf Platz 13 rangiert), aber doch so einige Zuschauer aus Germany, unterwegs in Gruppen oder in Eigenregie. Dreißig Teilnehmer zählt allein die Gruppe der Jagdreiter um Anja Cohrs (Verden), die seit Mittwoch auf der Insel weilt und neben einem Touristenprogramm jetzt die schwerste VS-Prüfung der Welt erlebt. Der Steinkreis von Stonehenge, der älteste Pub Englands, die größte Kathedrale, die römischen Bäder von Bath – das ist alles nur Ouvertüre zu dem Park um Badminton House, wo in diesem Jahr noch 67 Reiter am Samstag auf die dicke Piste gehen. Höhepunkt am Freitag für die Schleppjäger war der Besuch im Kennel der Beaufort Meute, deren Stammbücher für die Foxhounds 69 Generationen umfasst, bis etwa 1750 zurückgeht. „Die am besten dokumentierte Tierart der Welt“, mutmaßt der Joint Master und Huntsman Matt Ramsden, der viermal wöchentlich zur Jagd zieht – mit 80 Koppeln, also 160 Hunden. Gearbeitet werden die Hounds jeden Tag. Auch während der Badminton Horse Trials sieht man sie jeden Morgen neben der Geländestrecke. Ein ausführlicher Bericht folgt. Heute belassen wir es bei einem Bilderbogen: Text und Bilder: PS Alle News und Ergebnisse unter www.badminton-horse.co.uk

  • RWS Cross Country "grandios"

    Die können auch „richtig Turnier“ in Schwarzenstein. Der „RWS Cross Country Day“ am 1. Mai war „grandios“ und hat alle positiven Erwartungen weit übertroffen. Sonja Wiemers war dabei und berichtet: „Am 1. Mai richtet der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein traditionell seinen Geländeritt aus. Getreu dem Motto "Eine Legende mit Zukunft" erstrahlte diese, üblicherweise  vereinsinterne Veranstaltung in diesem Jahr in neuem Glanz. Zusätzlich zu den traditionellen Teamritten am Nachmittag, stellten am Vormittag die 5- und 6-jährigen Eventer bei der Qualifikation zum HKM Bundeschampionat des deutschen Vielseitigkeitspferdes ihr Können unter Beweis. Somit fand erstmals ein offizielles Reitturnier mit öffentlich ausgeschriebenen LPO-Prüfungen in Schwarzenstein statt. Bereits im Vorfeld hatten sich einige renommierte Reiter um einen Startplatz bemüht. Und tatsächlich traf sich am 1. Mai die Elite des Vielseitigkeitssports in Schwarzenstein. Reitmeisterin und Olympiasiegerin Ingrid Klimke, Calvin Böckmann, der am Wochenende zuvor noch in Kentucky in seiner ersten 5* Vielseitigkeit am Start war, sowie viele weitere Sportler, die bereits häufig die deutschen Farben auf internationalen Championaten tragen durften, waren dabei. Auch ein großer Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehrsportschule aus Warendorf ging mit den Nachwuchspferden an den Start. Besonders zu erwähnen ist noch, dass auch einige ehemalige Teilnehmer der Jugendwoche des RWS in den Prüfungen am Vormittag an den Start gingen. Für die Veranstaltung wurde das Team der Sportwarte des RWS, bestehend aus Roland Harting und Justus Schmitt-Sasse durch den international erfahrenen Nationenpreisreiter Jérôme Robiné als Parcourschef unterstützt. Zudem zeigten sich vor allem die heranwachsenden Mitglieder des RWS bei der Organisation und Umsetzung als ein extrem starkes Team. Angeführt von Carla George, Konstantin Harting, Leoni Leuwer und Till von der Heyde wurde die letzten Wochen geplant, gewerkelt und vor allem umgesetzt. Pünktlich um 8 Uhr ging dann der erste Reiter in der Geländepferdeprüfung Klasse A* an den Start. Die Halaliwiese glich einem Championatsplatz und die Parcours waren abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Am Ende siegte Calvin Böckmann vor Libussa Lübbeke und Ann-Cathrin Bierlein.  Danach folgte die Geländepferdeprüfung Klasse L. Auch hier war Calvin Böckmann der strahlende Sieger. Hinter ihm rangierten Ben und Pia Leuwer. Sämtliche Ergebnisse finden sich unter www.rechenstelle.de Danach trafen sich dann die Teilnehmer und auch sehr viele Zuschauer vor dem Schloss zur Platzierung. Nach einem Sektempfang, auf Einladung der Equipage des RWS, wurden den Sportlern Glückwünsche und Ehrenpreise übergeben. Präsident Ulrich Hocker bedankte sich bei den Offiziellen und den Sponsoren. Ariane Schniewind überreichte zusätzlich noch einen Fairnesspreis im Rahmen der #doitride Kampagne an Dr. Alexandra Freifrau von der Leyen (GelPf. A*) und Konstantin Harting (GelPf. L). Die #doitride-Kampagne ist eine Bewegung für alle, die sich für Pferde begeistern. Sie gibt Denkanstöße und schafft ein Bewusstsein für positives Verhalten im Umgang mit dem Pferd. Am Nachmittag folgte dann der traditionelle Teil der Veranstaltung. Zunächst gab es den Jugend-Geländeritt auf E-Niveau mit Stilwertung für die jeweiligen Zweier Teams. Der RWS freut sich sehr, auch hier viele Nachwuchsreiter des Vereins am Start zu haben. Mia Reuther reiste extra aus der Schweiz an, und konnte sich am Ende über den Fairnesspreis im Rahmen der #doitride-Kampagne freuen. Sieger des Jugend-Geländeritts wurden Thea Schädlich und Lina Engelmann. Im Anschluss fand der Team-Geländeritt mit Zweier- oder Dreier-Teams statt. Neu war in diesem Jahr die Zusammenfassung von A- und L-Niveau. So stand es den Teams frei, die leichtere Strecke oder bis zu vier anspruchsvollere Joker-Sprünge zu überwinden über die die Idealzeit leichter zu erreichen war. Sieger der Zweier Teams wurden Claudia Strommenger und Reinhard Buchmann. In den Dreier Teams siegten die Vereinsmitglieder Maxima Lackas, Sophia von Ameln und Sonja Wiemers. Maxima und Sophia wurden zusätzlich noch mit dem Wanderpokal für das beste Jugendmitglied ausgezeichnet. Und natürlich wurde auch den ganz Kleinen noch eine Bühne gegeben. In der Cross-Country-Führzügelklasse durften die Kinder zwischen drei und zehn Jahren zeigen, was sie schon alles gelernt haben. Nach dem erfolgreichen Überwinden der ersten Baumstämme und dem Durchreiten des Wasserkomplexes konnten sie sich über tosenden Applaus der Zuschauer freuen. Zum Abschluss wurden auch für diese drei Prüfungen im Innenhof des Schlosses platziert. Nach Überreichen der Ehrenpreise und Schärpen für die Sieger erhielten die Helfer und Unterstützer ihren Dank. Zuschauer und Teilnehmer wurden vorzüglich verköstigt und es gab einige Aussteller, die auch außerhalb des Sportprogramms Abwechslung boten. Zudem stellte der Huntsmann Heiko Burchard noch den Nachwuchs der RWS - Meute vor. Am Ende des Tages waren sich ALLE einig: eine absolut gelungene Premiere und die Ideen für die Gestaltung des traditionellen Geländeritts am 1. Mai in der Zukunft sind noch lange nicht alle umgesetzt! Text: Sonja Wiemers und Fotos: Luisa Poose

  • 75 Jahre Badminton Horse Trials

    Deutsche Reiter kommen nicht zum Geburtstag, aber eine tolle Party wird es trotzdem: Die Badminton Horse Trials, die schwerste internationale 5-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung der Welt, wird 75 Jahre alt. Vom 8. bis 12. Mai blickt die Eventer-Szene nach England. Die Strecke steht. Die VS-Legende Mark Todd ist den Kurs mit dem Erbauer Eric Winter abgegangen und hat alle Hindernisse für gut befunden. Jetzt kann es losgehen, und bei allen Beteiligten sind die Augen auf den Wetterbericht gerichtet, in der Hoffnung, dass es nicht so dermaßen gießt wie im vergangenen Jahr als Ros Canter mit dem Grafenstolz-Sohn Lordships Graffalo (oder Walter) zum Sieg schlinderte. Horse Inspection vor dem imposanten Badminton House des Duke of Beaufort, dann zwei Tage Dressur für insgesamt 90 Starter, zumeist Briten, aber auch aus Irland und Frankreich, Australien, Canada, Belgien und Litauen. Am Samstag das Gelände und Sonntag schließlich das Springen bevor bei der Siegerehrung auch die Hounds des Duke of Beaufort ihren Auftritt haben.  Alle Starter wollen einen guten Eindruck hinterlassen bei den Selektoren für die Olympischen Spiele in Paris, und für Oliver Townend geht es nach seinem Sieg in Kentucky um den Rolex Grand Slam. Zum Jubiläum ist ein mobiles Museum einegrichtet (in der Nähe der Anzeigentagel) wo Besucher die Geschichte des Turniers Revue passieren lassen können. Jagdreiter haben am Freitag Gelegenheit zu einem Besuch der Kennels der Beaufort Meute und an allen Tagen gibt es reichlich Gelegenheit zum Geldausgeben in einem riesengroßen Shopping Areal. Überhaupt ist alles riesengroß bei diesem Turnier. Bei gutem Wetter werden insgesamt bis zu 250.000 Besucher erwartet. Der größte Ansturm droht natürlich am Samstag zur Teilprüfung im Gelände. Wichtig für Spätentschlosssene: Tickets gibt es nur im Vorverkauf. Wer nicht reisen will, kann die Prüfung auch im (pay) TV verfolgen. Foto: Badminton Horse Trials Ltd Alle Details dazu auf der Seite www.badminton-horse-co.uk

  • Lehrgang im Taunus über Pfingsten

    Vorschlag für sportliche Pfingsttage: Die Taunusmeute und ihr Vorsitzender Konstantin Mettenheimer planen einen Lehrgang zum Reiten im Gelände am Hof Hirtenberg. Das Programm steht vom 18. bis 20. Mai, Anreise ist schon am 17., Freitag, möglich. Foto: Archiv S24 Bei 60 Hindernissen rund um den Hof sollte für jeden etwas dabei sein, für junge Pferde ebenso wie für alte Hasen mit ambitionierteren Plänen. Nach vier Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag ist für Montag ein großer Geländeritt geplant. Dafür ist auch an eine Beteiligung der Hounds der Taunusmeute gedacht. Den Unterricht leitet Mathias Schneider, Pferdewirtschaftsmeister und Inhaber des Golden Reitabzeichens in Dressur und Springen. Für ein Abendprogramm am Samstag lockt das Wiesbadener Reitturnier. Alle Info im Detail hier:

  • Geländetag beim BHC in Köthen

    Der Brandenburger Hunting Club wird wieder aktiv. Am 3. August, ein Samstag, ist ein Turniertag mit Geländeprüfungen geplant. Ausgeschrieben werden Wettbewerbe in den Klassen E und A sowie Stil-Geländeritte der Klassen E, A* und A**. Das Turnier findet statt in Zusammenarbeit mit Jennifer Bergmann-Krüger, Stella Stöhr und dem BHC-Ehrenmitglied und Landestrainer-VS Harald Fechner auf dem herrlich gelegenen Platz in Köthen. Aber wie immer: „Ohne Moos nichts los“. Für die Veranstaltung werden auch in diesem Jahr wieder Sponsoren gesucht, die den Verein unterstützen. Sach- und Geldspenden sind gerne gesehen. Ansprechpartner dazu ist Jennifer Bergmann-Krüger unter Mail pferdehof.rehagen@gmx.de oder Whats-App (0162/2022704).

  • Der 1. Mai ist Geländetag beim RWS

    Der traditionelle Geländetag am 1. Mai beim Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein RWS hat in diesem Jahr ein neues Gesicht. Zusätzlich zu den üblichen Geländeritten am Nachmittag zeigen am Vormittag erstmals 5- und 6-jährige Eventer bei der Qualifikation zum Bundeschampionat in Warendorf ihr Können. Vierzig Nennungen sind eingegangen für die 5-jährigen in der Klasse A ab 8 Uhr. Bei den 6-jährigen ab 11 Uhr in der Klasse L sind es 29. Hier haben unter anderem Ingrid Klimke und Ben und Pia Leuwer genannt.  Die Siegerehrung für diese beiden Prüfungen ist für 13 Uhr angesetzt. Am Nachmittag geht es für die Jugend und die erfahrenen Jagdreiter in Zweier- und Dreiergruppen auf die Strecke. Die Kleinsten starten zum Abschluß in einer Führzügelklasse. Talentsuche kann nicht früh genug beginnen... Jérome Robiné hat den Parcours erstellt, Hanno Vreden ist Technischer Delegierter und Roland Harting und Justus Schmitt-Sasse haben die Turnierleitung übernommen. Der DSJV-Zuchtreferent Chri Gabrielse übernimmt die Veterinär-Aufgaben während Dr. Stefan Hartmann sich nötigenfalls um die Menschen kümmert. Text: PS und Bild: Elke von Meding

  • Jagdtraining und Ferien in Bayern

    Wer es nicht ausprobiert, der wird es nie erfahren – ob sein Pferd ein Jagdpferd ist. Und wer es bei einem sinnvollen Training ruhig angehen lässt, der wird dann meistens auch feststellen, dass er (oder sie) ein Jagdpferd hat. Foto: Sissi Veit-Wiedemann Der Schleppjagdverein von Bayern bietet dazu Gelegenheit. Zur Wahl stehen vier Trainingswochen, die auch eine willkommene Auszeit aus dem Alltag und Ferientage sein können. Angeboten werden vier Gruppen: vom 26. bis 30. Juli, vom 30. Juli bis 3. August und vom 3. bis 7. und 8. bis 11. August. Geritten wird zweimal täglich, jeweils zwei Stunden von 9.30 und ab 17 Uhr, angefangen vom Reiten in der Gruppe in allen Gangarten bis zum Springen über verschiedenste Hindernisse und Geländeformen. Auch das Kennenlernen der Hunde gehört dazu und zum Abschluss eine Schleppjagd. Der Nachmittag bietet Zeit für Erholung. Badesee und Freibad laden dazu ein. Neben den praktischen reiterlichen Übungen bleibt immer Gelegenheit für theoretische Überlegungen rund um die Jagd, die Hunde und die Pferde. Die Pferde stehen in großen Boxen in einem eigens aufgebauten Stallzelt auf der Kennelanlage in Pöttmes-Gundelsdorf, die Reiter wohnen im Hotel. Alle Einzelheiten zur Organisation auf der Webseite www.schleppjagd.de. .

  • Bei Aprilwetter durchs Rother Eichig

    Am 20. April startete die 20. Jubiläumsausgabe der Frühjahrsjagd des Reiterhofs Roth Kiliansdorf, die diesmal hinter den Beagles der Vogelsbergmeute aus Hessen stattfand. Zum Stelldichein fanden sich nach und nach die Teilnehmer ein, die der Einladung der Jagdherrin “Picco“ Florack aus München gefolgt sind, dem typischen Aprilwetter zum Trotz. Sonnenschein, Regen und Graupel wechselten sich immer wieder ab und gaben dem Tag und dem Ritt eine besondere Würze. „Picco“, die seit Jahren ein engagiertes Mitglied des Rother Jagdclubs ist, feierte so mit ihren Reiterfreunden in ihr dreißigstes Geburtstagsjahr hinein. Nach dem reichhaltigen Frühstück und angeregter Unterhaltung riefen die Hörner um 12.30 Uhr in die Sättel und der Reitertross setzte sich in Richtung Wernsbacher Steinbrüche in Bewegung. Die diesjährige Strecke wich nicht zuletzt aufgrund straßenbaulicher Veränderungen der letzten Jahre von der gewohnten Route nach Wernsbach ab. Rainer Herbst war es sehr gut gelungen unter Berücksichtigung neu entstandener Barrieren eine schöne und abwechslungsreiche Strecke für die Reiter, aber auch für die Zuschauer auszuarbeiten. Er legte somit auch die künstliche Fährte als Schleppe, der die Beagles folgen durften, was sie auch sehr spurtreu und motiviert taten. Beo der „Jagd“ zu Pferd kommt in Deutschland kein Wild zu Schaden. Nach einem kurzen Stopp im kleinen Wernsbacher Steinbruch ging es auf den Rückweg nach Kiliansdorf zum Curee, bei dem die Hunde mit Pansen für die geleistete Arbeit belohnt wurden.  Im Anschluss noch Herzschlagmomente: Larissa Heumann würdigte ihr Pferd Nikita, mit dem sie an diesem Tag ihre hundertste Jagd bestritt. Vor acht Jahren ritt sie in Roth mit dem Familienpferd, dem „Goldpony“ Nikita, ihre erste Schleppjagd und war begeistert.  Es folgten Jagden in ganz Deutschland, u.a. die schweren Schleppjagden in Isernhagen und Sudermühlen. Am Platz ihres Heimatvereins in Roth verabschiedete sie nun den treuen Vierbeiner in den Jagdpferderuhestand. Larissa Heumann wurde für ihre hundertste Jagd ebenso besonders und würdig geehrt. Nach dem Versorgen der Pferde ließen sich Teilnehmer, Begleiter und Helfer zum Abschluss beim Schüsseltreiben ein Gulasch schmecken bevor es nahtlos in eine Stiefelparty überging, bei der bis in den Abend hineingetanzt, gefeiert und gelacht wurde. Jetzt freut man sich im Jagdclub auf die anstehenden, geführten jagdlichen Trainingsausritte und die Vorbereitungen zur 35. Herbstjagd am 28. September mit den Freunden vom Schleppjagdverein von Bayern. Text: Jörg Meiler und Bilder: Heike Schrader

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