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- Termin neu: Verden und Isernhagen
Dinge ändern sich – selbst so eiserne Grundsätze wie „Isernhagen immer am Hubertustag“. In diesem Jahr 2026 wird über die Hecken auf dem ehemaligen Übungsplatz der Kavallerieschule bereits am 1. November gesprungen, also am Sonntag, nicht am Dienstag, am 3. November. Foto: Thomas Ix Diese Terminverlegung macht das Wochenende zu einer anstrengenden Angelegenheit, für die Niedersachsenmeute und auch für die engagierten Jagdreiter, die nur ein Pferd zur Verfügung haben. Die meisten werden sich entscheiden müssen für einen von zwei Terminen, denn bereits am Samstag, am 31. Oktober, laufen die Hunde in Verden auf den Allerwiesen. Auch das ist ein fester Termin. Beide Jagden zählen mit zu den anspruchsvollsten im Kalender der Meute. Alle Infos zu Verden hier: Zu Isernhagen hier:
- Nix Sofa: Jagd auf der Königsinsel
UPDATED - TV-Tipp Dichte Wolken, leichter Regen und kühle Temperaturen - für viele bedeutet das: Sofa! Nicht aber für Jagdreiter, die am Samstag mit 40 Pferden und 30 Englischen Foxhounds zahlreiche Zuschauer auf Herrenchiemsee lockten, um dort bei bestem „Hundewetter“ die 69. Große Herbstjagd über die Königsinsel zu bestreiten. Unter der Schirmherrschaft von Hubert Aiwanger, Staatsminister und stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident, und auf Einladung von Esther Höhn und Josef Ettenhuber, die in diesem Jahr zum 10. Mal die Jagdherrschaft für diesen Höhepunkt im Jagdkalender übernommen hatten, durfte bereits zum 37. Mal hinter der Meute aus dem Wittelsbacher Land auf dem geschichtsträchtigen Boden geritten werden. Neben Teilnehmern aus ganz Deutschland waren auch Gäste aus der Schweiz, Italien und sogar aus Australien angereist. Auch die Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung, Steffi Schreck und Vertreter der Cappenberger- und der Rheinlandmeute mischten sich unter die Gesellschaft – Jagdreiten verbindet. Am Freitagabend wurde das traditionsreiche Jagdwochenende mit einem Empfang im Pferdemuseum auf Gut Ising eingeläutet. Die Gastgeber Ettenhuber und Höhn begrüßten ihre Gäste und gaben ein paar Hinweise über den Ablauf des Wochenendes. Auch Präsident und Master Toni Wiedemann begrüßte und dankte der Jagdherrschaft für ihr großes Engagement, für ein Jahrzehnt Herrenchiemsee und zuvor zahlreiche Jagdpatenschaften für die Jagd am Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Begleitet von Alphornbläsern begann nun der gemütliche Teil des Abends, voller Vorfreude auf die bevorstehende Jagd. Der nächste Tag startete für alle früh am Morgen. Bereits um kurz nach sieben bildete sich eine lange Schlange am Schiffsanleger für die Überfahrt mit der Fähre auf die Insel. Nach dem Jagdfrühstück begrüßten beim Stelldichein vor der Kapelle der Schirmherr Hubert Aiwanger, die Jagdherrschaft Josef und Esther und der Master Toni die Gesellschaft. Alle betonten die Verbundenheit zur Natur, zu den Tieren und zu Kultur und Tradition, die mit Veranstaltungen wie dieser gepflegt und erhalten werden. Ein besonderer Dank ging an dieser Stelle an alle, die dazu beitragen, dass solch ein Großevent vor so einer besonderen Kulisse stattfinden kann. Priester Dr. Lothar Katz segnete schließlich Hunde und Pferde und schickte die Reiter, begleitet von den jagdlichen Klängen der Bläsergruppe Trompes de Bavière, auf eine unfallfreie Jagd. Rund 18 km legte die Jagdgesellschaft zurück, überwand dabei auf sieben Schleppen insgesamt 25 Hindernisse. Der traditionelle Ritt durch den Kanal fiel in diesem Jahr wegen des niedrigen Wasserpegels allerdings sehr trocken aus. Auch nach dem letzten Sprung in „Pauls Ruh“ mussten sich die Pferde zunächst durch den Schlamm des trockengelegten Ufers kämpfen, bevor sie das türkisgrüne Wasser des Chiemsees erreichten. Zum Glück musste kein Reiter Bekanntschaft mit dem zwar sehr weichen, aber auch ziemlich müffelnden Untergrund machen. Nass wurde man wegen des Regens trotzdem, was einem „echten Jagdreiter“ aber nichts ausmacht. Das Geläut der Hunde und das Donnern der Pferdehufe im Galopp entschädigten für die durchweichte Kleidung. Und beim großen Halali vor dem Königsschloss war der Regen längst vergessen. Zu einem stimmungsvollen Abschluss des Wochenendes traf sich die Jagdgesellschaft am Sonntag in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf Gut Ising zur festlichen Hubertusmesse, die von den Bläsern der Trompes de Bavière musikalisch begleitet wurde. Text Kathrin Haselbauer und Bilder: Verena Dechant, SvB und privat Bei der Schleppjagd auf der Insel Herrenchiemsee war auch der Bayerische Rundfunk mit einem Kamerateam dabei. In der ARD Mediathek kann man den Beitrag sehen. Dies ist derLink: https://www.ardmediathek.de/video/abendschau-der-suden/tradition-schleppjagd-auf-herrenchiemsee/ard/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3OTcxQTAvc2VjdGlvbi9kOTE4YTg2ZC1kOTQ1LTRiYmMtOTJiMi1mMzk4YTRjYzE4MTU
- „Ihren Jagdschein, bitte!“
Menschen, die „in Zeiten wie diesen“ eine neue Schleppjagd in jungfräulichem Gelände veranstalten, die sind so selten wie karierte Maiglöckchen oder ein weißer Elefant. Martha Eugenia Bende ist nichts davon – aber sie hat einen Plan. Sie will am 17. Oktober die Schleppjagd als altes Kulturgut auch Menschen zugänglich machen, denen Pferde, Hunde und die Tradition der roten Röcke bislang fremd sind. Sie lädt ein zu „Marthas Ostseejagd“ in das mecklenburgische Heilbad Graal-Müritz. Martha Bende sieht sich selbst „nicht als die typische Jagdherrin“, sagt über sich: „Ich bin weder adlig noch Gestütsbesitzerin“. Aber sie ist pferdeaffin. „Als Kind habe ich mir an jedem Geburtstag beim Ausblasen der Kerzen auf dem Kuchen ein Pferd gewünscht.“ Ihr Großvater hatte Pferde in den Großen Salzwiesen am Ribnitzer Moor, aber sie hat das Reiten nicht von der Pike auf gelernt. Sie studierte Soziale Arbeit und kaufte von ihrem Gehalt ihr Herzenspferd Cassandro. Vor drei Jahren hatte sie Lust, mit dem Schimmel etwas zu unternehmen und stieß bei ihren Recherchen auf die Mecklenburger Meute. „Seitdem brenne ich für die Schleppjagd“. Seit ihrer "Feuertaufe" am Tegelhof auf Rügen ist sie häufig im Jagdfeld hinter den Hunden unterwegs, und bei der „Wald- und Wildwoche“ in ihrem Heimatort Graal-Müritz entstand die Idee für einen neuen Programmpunkt in dem kommunalen Tourismusangebot: Marthas Ostseejagd im Moor, dem großen Küstenwald und am Strand. Aber die Umsetzung war nicht so einfach. „Ich weiß nicht, wie oft ich schon erklärt habe, dass bei einer Schleppjagd niemand totgeschossen wird.“ Als sie im Rathaus ihren Plan vorstellte, kam als Antwort auf einen ihrer „sechs oder sieben Anträge“ zunächst die Auflage, dass alle Teilnehmer der Schleppjagd aber auch ihren Jagdschein vorlegen müssten. Für die Sondergenehmigung auf dem Parkplatz musste sie ein Foto des Meutetransporters vorlegen, um klarzustellen, dass da kein Zwanzig-Tonner im Naturschutzgebiet anrollt. Bende hat Verständnis für diese Sorgen. „Ich hatte ja bis vor drei Jahren selbst keine Ahnung und genau die gleichen Fragen, wie sie mir jetzt gestellt wurden.“ Um alle Missverständnisse im Vorhinein auszuräumen, bietet sie jetzt sogar einen Info-Abend an, am 12. Oktober ab 17.30 in ihrer Ferienhaus-Anlage, der „Villa Meeresblick“. Da will sie erzählen, wie eine Schleppjagd abläuft. „Kein Vortrag, das ist langweilig.“ Auf dem Kremser können auch Nicht-Reiter am Samstag danach, am 17. Oktober, das Geschehen beobachten und die Jagdsignale der Bläser kennenlernen. „Ich will, dass die Menschen wieder näher an die Natur heranrücken und die Scheu vor Pferden und Hunden verlieren.“ Das setzt Bende auch beruflich um, mit Cassandro und dem Schecken Crispy, ihrem jetzigen Jagdpferd, beim therapeutischen Reiten, bei Bauernhof-Pädagogik oder bei Besuchen mit ihren Pferden im Hospiz. “Das ist mir eine Herzensangelegenheit!“ Text: Petra Schlemm und Bild: Klaus-Dieter Baumgart Alle Info zu Marthas Ostseejagd hier:
- "Heißer Herbst" für die Jagd-Reiter
Der Oktober ist da – die Hauptsaison der Schleppjagdreiterei. Auch die Cappenberger Meute ist „d.u.“, das heißt dauernd unterwegs. Im September ist alles gut gelaufen. So soll es jetzt weitergehen. Foto: Thomas Ix Am „Tag der deutschen Einheit“, am 3. Oktober, Samstag, sind die Foxhounds zur Jubiläumsjagd der Beagle Meute Münsterland am Reiterhof Lüssing in Haren an der Ems eingeladen und werden anschließend gebührend mit unseren Freunden das Jubiläum auf der Stiefelparty feiern. Das nächste Highlight folgt direkt: das Jagdwochenende in Gartow. Vom 9. bis zum 11. Oktober, Freitag bis Sonntag, laden die Familie Herbst und der RFV Gartow und Umland zum Jagdwochenende in Gartow ein. Das Programm ist vielfältig und für kleine & große Reiter etwas dabei. Einzelheiten zu den drei Jagdtagen in der Einladung hier: Danach geht es ins Artland. Entweder zu ein paar entspannten Tagen mit den Jagdreitern der Warendorfer Meute oder auch zur Teilnahme an einzelnen Tagen mit unterschiedlichen Jagden. All das ist möglich vom 12. - 18. Oktober 2026 am Reiterhotel Vox in Eggermühlen im Landkreis Osnabrück. Bereits zum fünften Mal hat die Warendorfer Meute unter der Federführung von Bernd Vollmer ein tolles und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Und dann die Sache mit den „festen Terminen“, die manches Mal Terminkollisionen verursacht. Alle paar Jahre kommt es vor, dass der letzte Samstag und der letzte Sonntag im Oktober nicht auf dasselbe Wochenende fallen – so auch in diesem Jahr. Dadurch findet die Jagd in Börger am Sonntag, 25. Oktober 2026 und die Jagd in Herzebrock am 31. Oktober 2026 statt. Somit haben die Enthusiasten in diesem Jahr die schöne Gelegenheit, beide Jagden zu besuchen und die Veranstalter mit der Teilnahme zu unterstützen. Ein guter Grund also, beide Termine fest im Kalender einzuplanen und gemeinsam mit der Meute zwei weitere schöne Jagdtage zu erleben. „Jetzt kann der Herbst kommen!“, freut sich Irmgard Sievers, die mit Annika Deckena und Bernd Funke, die Hunde führt.
- Kenneljagd der Vogelsberg-Meute
Schon früh am Morgen arbeiteten die Heinzelmännchen am Vogelsberger Kennel, um alles für die Eröffnungsjagd vorzubereiten: Pünktlich um 13:30 Uhr hieß es dann „Stelldichein!“ Bei bestem Wetter trafen nach und nach zahlreiche Reiter ein. Es wurde gefachsimpelt, erzählt, was die Saison bisher so mit sich gebracht hatte, und vor allem freute man sich, viele bekannte Gesichter endlich wiederzusehen. Anschließend wurden die Pferde gesattelt und dann ging es los unter dem Kommando des Jagdherrn Michael Mahler. Huntsman Sandra Foth hatte 16 Koppeln mit dabei, die voller Energie in die Jagd starteten. Die Schleppen waren herrlich und boten alles, was Jagdreitern gefällt. Und anscheinend war das Erlebnis für zwei Reiter so überzeugend, dass sie spontan ihre Mitgliedschaft bei der Vogelsberg-Meute erklärten. Besser kann man Begeisterung nicht ausdrücken. Am Stopp wartete eine leckere Erfrischung und es wurde eine ausgelassene Pause eingelegt. Danach ging es wieder weiter. Die letzten beiden Schleppen zurück zum Halali-Platz waren genauso gelungen wie die Schleppen zuvor. Besonders schön waren auch die neu entstandenen und aufbereiteten Hindernisse. Einige wurden von den fleißigen Männern neu hergerichtet und mit viel Liebe zum Detail geschmückt - ein echter Hingucker für Pferd und Reiter. Am Halali-Platz brannte bereits ein schönes Feuer. In vielen Gesichtern konnte man die Freude und Zufriedenheit über diesen gelungenen Jagdtag ablesen. Die Pferde wurden versorgt und anschließend durfte sich jeder an Timos Grillbuffet bedienen.Doch damit war der Tag natürlich noch lange nicht vorbei. Wie bei der Vogelsberg-Meute üblich fehlte nicht die traditionelle Stiefelparty. Bis in die späten Stunden wurde gelacht, getanzt, gesungen und natürlich immer wieder über die schönsten Momente des Tages gesprochen. Text: Larissa Heumann und Bilder: https://www.pictrs.com/givemeasmile?l=de
- 75 Jahre Niedersachsenmeute
Der 75. Geburtstag - da wird „bei normalen Leuten“ gerne zum Mittagessen mit vorherigem Sektempfang eingeladen, damit der Gastgeber rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder zu Hause sein kann. Nicht so die Niedersachsenmeute. Da gab es zwar auch Sekt, aber vorher eine knackige Jagd mit 65 Reitern und reichlich Sonnenschein in Völkersen und am Abend eine fette festliche Feier im Niedersachsenhof in Verden: Die Damen in lang, die Herren auch nicht mehr in Reitstiefeln, sondern im dunklen Anzug. Dazu Musik, die zum Tanzen oder wenigstens Mitwippen einlud, und wer mochte, konnte mit einem Imbiss gegen den kleinen Hunger vorgehen, ohne dass ein dickes Buffett die Tanzfreude eingeschläfert hätte. Jobst von Reden als Vorsitzender des Schleppjagdvereins begrüßte nicht nur die Jagdherrin des Tages, Katrin Badenhop-Klatte und ihren Mann Sebastian Klatte, sondern „auch die Gäste, die noch keine Mitglieder der Niedersachsenmeute sind“. Die weiteste Anreise – aus Forst in Baden-Württemberg - hatte sicherlich die neue Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung, Stephanie Schreck, aber auch andere hatten keinen langen Weg gescheut: vom Hamburger Schleppjagdverein, aus Cappenberg und vom Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein. Camill von Dungern und Leonard von Schultzendorff, „als der älteste und der jüngste Master“ der Niedersachsenmeute, hatten sich den Rückblick auf die Geschichte der Meute und den Ausblick in die Zukunft der Schleppjagdreiterei geteilt. Camill von Dungern zielte dabei in erster Linie auf den Meutebegründer Christian von Loesch, seinen Schwiegervater, der 1951 die ersten beiden Hunde aus Überbleibseln der Kavallerieschule Hannover und aus Verden übernahm, bevor zwei Jahre später der Schleppjagdverein gegründet wurde, mit dann fünf Foxhounds. Wohlgemerkt: Das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Verlust seiner schlesischen Heimat und ohne Beruf, denn Rittmeister waren nicht mehr gefragt. „Als ungelernter Landwirt“ und Vater von vier Töchtern hat er mit seiner Frau Sigrid in diesen kargen Zeiten den Grundstein gelegt für den heute mit rund 800 Mitgliedern größten Schleppjagdverein Deutschlands. Der Enkel des Meutegründers, Leonard „Löwe“ von Schultzendorff stellte das Gestern dem Heute gegenüber und gab zu bedenken, dass das Jagdreiten viele Anpassungen erlaube, „nur die Essenz sollte erhalten werden: Der Dreiklang von Hunden, Pferden und Mensch.“ Jeder – ob Reiter, Helfer im Hintergrund oder Zuschauer – trage dazu bei, diesen Sport und die Gemeinschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Sein Aufruf: „Das Schicksal der Meutezukunft wird nicht von äußeren Umständen entschieden, sondern von uns. Packen wir es an!“ Die DSJV-Vorsitzende Stephanie Schreck hielt eine flammende Rede und lenkte den Blick der Zuhörer in erster Linie auf die vielen Helfer, die jeden Tag hinter den Kulissen im Einsatz sind und dafür Sorge tragen, dass der Jagdtag ein unvergesslicher Moment im Leben von jedem werden kann, der dabei gewesen ist. So hat die Niedersachsenmeute schon rund 40 Piköre, die an den Wochenenden reihum ihre Kraft und Zeit zur Verfügung stellen. Dann überreichte sie die Urkunde des Bundesverbandes der Meutehalter und Schleppjagdreiter zum 75-jährigen Bestehen an Jobst von Reden, stellvertretend für den Verein, der die Niedersachsenmeute trägt. Neben der Urkunde wird im Kennel in Dorfmark dann auch das Bild der Cappenberger Meute hängen, das Conny Funke überreichte. „Wir sind zwar erst 66 Jahre alt, aber uns verbindet eine großartige Freundschaft, die hoffentlich noch lange erhalten bleibt und uns weiter viele schöne gemeinsame Jagden bringen wird“, wünschte sich die zweite Vorsitzende des Schleppjagdvereins aus Westfalen. Bevor die Tanzfläche freigegeben wurde, kam noch Karl Wallis vom Verdener Schleppjagdreitverein zu Wort als Sprecher der Jagdveranstalter. Er beschränkte sich auf eine eher ideelle und dabei wohl noch wichtigere Geburtstagsgabe: „Unsere Jagden sind unser Geschenk“. Und das sind immerhin jedes Jahr drei allein in Verden und drei weitere im Landkreis. Text und Bilder: PS - Bilder von der Jagd in Völkersen unter www.foto-ix.de
- Zur Vorbereitung auf 3. Oktober Fulda
Für Kurzentschlossene, die sich auf die Zwei-Meuten-Jagd am 3. Oktober am Schloß Eichenzell gründlich vorbereiten wollen: Erik Schlaudraff bietet einen Vorbereitungslehrgang dazu an. Von Dienstag, 29. September bis zum 1. Oktober wird systematisch hingeführt auf die Aufgaben am Samstag, die die Jagdreiter Fulda als Veranstalter aufbauen. Foto: givemeasmile Alle Info hier: Und die Jagdeinladung dazu auch noch mal. Dezenter Hinweis außerdem noch: Am Tag danach, also am 4. Oktober, Sonntag, ab 9 Uhr werden die Hindernisse wieder abgebaut und da wird jede helfende Hand gebraucht.
- NM-Jubiläum sportlich und festlich
75 Jahre alt – da wird gerne zu Mittagessen mit kleinem Sektempfang vorher eingeladen, damit der Gastgeber rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder zu Hause sein kann. Nicht so die Niedersachsenmeute. oto: Thomas Ix Die Meute reitet am 26. September, Samstag, erst Schleppjagd in Völkersen und feiert abends groß das Jubiläum, ganz „in chic“, das heißt Dresscode: festlich/ dunkler Anzug. Im Niedersachsenhof in Verden ist dazu das Stelldichein beim Sektempfang zu 19.30 Uhr ausgerufen. Ohne Anmeldung, zum Eintrittsgeld von 20 Euro darf dann geschwoft werden. Getränke und Essen gibt es an verschiedenen Ständen auf eigene Kosten. Die traditionsreiche Jagd in Völkersen wird von den „Pferdefreunden“ ausgerufen. Dazu treffen sich die Reiter ab 13 Uhr am Heideweg (Achtung Hinweisschilder) und eine halbe Stunde später geht es los. Geritten wird in drei Feldern bis zum Halali auf dem Wildacker am Overing. Die Signale blasen die Trompes de la Bruyère. Rückfragen bezüglich der Jagd bei Katrin Badenhop-Klatte unter Telefon 0151 14009803 bzw Katrin.Badenhop@badenhop.de oder auch bei Etta Avenriep, Tel. 0173 6177778 oder etta@hof-avenriep.de.
- Steinau-Jagd endet mit Stiefelparty
Ein goldener Herbsttag, fröhliches Geläut der Hunde und eine Kulisse, wie sie schöner kaum sein könnte: Die Schleppjagd in Steinau an der Straße erwies sich als ein jagdreiterliches Juwel, das in puncto Organisation, Streckenführung und Gastfreundschaft neue Maßstäbe setzte. Unter der souveränen Jagdherrschaft von Huntsman Sandra Foth führte die Vogelsberg-Meute ein Feld über traumhaftes Terrain – perfekt inszeniert von einem engagierten Team rund um Larissa Heumann und Oliver Börner. Schon bei der Anreise auf dem Hängerparkplatz wurde deutlich, wie viel Herzblut in der Planung steckte: Sogar an Wasser zum Tränken und Abspritzen der Pferde vor und nach dem Ritt war gedacht worden. Für die Equipage war ein eigener Parkplatz eingerichtet, inklusive eines eigens organisierten Quad-Taxis, das die Reiter stressfrei vom und zum Platz beförderte. Selbstverständlich war alles auch sehr gut beschildert und schnell zu finden! Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam und den Bürgermeister Christian Zimmermann, der vermutlich nicht zuletzt dank jagdbegeisterter Ehefrau sogar noch eine Spende für die Hunde überreichte, stimmte die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos die Jagdgesellschaft feierlich ein. Mit makellosen Jagdsignalen gaben die Bläser dem Stelldichein den passenden, festlichen Rahmen und begleiteten den Abritt. Das Terrain rund um Steinau an der Straße bot spektakulären Schleppjagd-Sport: Weitläufige Wiesenschleppen im ständigen Wechsel von Bergauf und Bergab forderten Kondition und Rhythmus von Pferd und Reiter. Zahlreiche natürliche Gräben und herrlich präparierte Naturhindernisse luden zu flüssigem, harmonischem Springen ein. 16 ½ Koppeln der fröhlichen und spurlauten Beagles der Vogelsberg-Meute folgten der künstlichen Fährte, die von den Schleppenlegern Larissa Heumann und Micky Gindert präzise und gekonnt gelegt worden war. Huntsman Sandra Foth führte die Hunde gewohnt passioniert und exakt auf den Punkt. Ein ganz besonderes Highlight bot auch hier die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos. Die Musiker begleiteten das Geschehen nicht nur an den Stopps, sondern boten sogar direkt auf den Schleppen eine perfekte musikalische Untermalung, die den Ritt zu einem atmosphärischen Gesamtkunstwerk machte. Für die Zuschauer standen Bulldogs bereit, die es ermöglichten, hautnah an den schönsten Streckenabschnitten dabei zu sein. Das Orga-Team auf Quads behielt im Hintergrund stets den Überblick, während Sanitäter mit geländegängigen Fahrzeugen für maximale Sicherheit sorgten. Am Stopp auf dem Elisabethenhof wartete ein rundum gelungenes Verwöhnprogramm: Während sogar an Tränkemöglichkeiten für die Pferde gedacht war,genoss die Jagdgesellschaft die erstklassige Verpflegung von Larissas Schwiegermutter in spe, um gestärkt auf den zweiten Teil der Jagd zu gehen. Nach den letzten Schleppen erreichte die Jagdgesellschaft glücklich das Halali. Nach dem wohlverdienten Curée für die Beagles und dem Vergeben der Brüche verlagerte sich das Geschehen zu Familie Börner. Dort erwartete die Gäste ein kulinarisches Highlight: Zwei ganze Spanschweine frisch vom Grill nebst zahlreichen köstlichen Beilagen. Beim anschließenden Schüsseltreiben ging der Abend nahtlos in eine ausgelassene Stiefelparty über. Am Lagerfeuer und bei freien Getränken den ganzen Abend wurde gelacht, gefachsimpelt und bis tief in die Nacht gefeiert. Am Ende bleibt vor allem ein Wort als Fazit: Herrlich! Text: Micky Gindert und Bilder: pictrs.com/givemeasmile
- Quappendorf wird Tradition
In Köln heißt es, „drei Mal machen, dann ist es Tradition“. Also sind Kathleen Rosenstiel und Catharina von Ziegner voll im Plan mit ihrer Einladung zur Schleppjagd am 24. Oktober in Quappendorf. Sie haben die Mecklenburger Meute in den Neuhardenberger Ortsteil eingeladen. Treffpunkt ist am 11 Uhr auf dem Dorfanger, bevor die Gäste am Waldhaus der Gastgeberin begrüßt werden. Und nach dem Ritt zielen alle auf den Quappenhof, wo gebackenes Wildschwein serviert wird. Geritten wird in zwei Feldern und über zwanzig Kilometer Boden wie gewachsen mit zwölf Hindernissen, die alle auch umritten werden könnten. Alle Info und Angaben zur Anmeldung für die Veranstaltung des Brandenburger Hunting Clubs in unserem Terminkalender.
- Feiertage auf Perdoel
Es gab reichlich Anlass zum Feiern auf Gut Perdoel – und das haben sich viele nicht zwei Mal sagen lassen: 50 Jahre Norddeutscher Jagd- und Rennverein zu Kiel, die 40. Schleswig-Holstein Jagd und schließlich auch zehn Jahre Schleppjagd auf Gut Perdoel. Die Familie Kerstin und Ludwig Hirschberg hatte ans Torhaus in Belau eingeladen, und der Hamburger Schleppjagdverein und die Mecklenburger Meute des Schleppjagdvereins „von Esebeck“ waren diesmal angetreten, um gemeinsam die Schleppen auszuarbeiten. Zwei kräftige Regengüsse „tauften“ dabei nicht nur die Neueinsteiger, die sich zuvor bei einem Training mit der Mecklenburger Meute auf die Herausforderungen vorbereitet hatten. „Das war die große Überraschung: Wir hatten schon gut 30 Reiter am Samstag vor der Jagd, die bei dem jagdlichen Ausritt schon mal „schnuppern“ wollten“, freute sich der Mecklenburger Klaus-Dieter Baumgart. Fünfzig Mitreiter waren es dann am Sonntag bei der „richtigen“ Jagd hinter den beiden Meuten. Dabei war auch eine Abordnung aus Dänemark. Heiko Lindner als Master der Hamburger und Wieder-Schimmelreiter und Peter Leibold als frischer „Neu-70er“ führten die Hunde, denen Gabriel Rodenberg die Schleppe legte. Dass es auf Perdoel auch im kommenden Jahr weitergehen soll, darauf deuteten schon die Zusagen der Meuten am Samstagabend beim Zusammensein vor der Jagd am Sonntag. Die Hamburger versprachen, „eine halbe Jagd“ zu übernehmen, und die Mecklenburger wollen wieder ein Training am Tag vorher abhalten. Text: PS und Bilder: Klaus-Dieter Baumgart. Mehr zu sehen gibt es unter www.foto-ix.de
- Gelungener Start in die VM-Saison
Das war ein wildes Wochenende für die Vogelsberger Meute: zuerst eine kleine Eröffnungsjagd in Schackau und gleich am nächsten Tag ein Auftritt zum 100-jährigen Bestehen des hessischen Reit- und Fahrvereins Schlitz und Schlitzerland. Bei bestem Jagdwetter fiel in Schackau der Startschuss für die diesjährige Jagdsaison der Vogelsberg-Meute. Nach der längeren Pause war die Freude groß, endlich wieder gemeinsam unterwegs zu sein. Die Bedingungen hätten für die Eröffnungsjagd kaum besser sein können. Zum Saisonauftakt waren die Schleppen bewusst etwas kürzer gehalten – für den Einstieg genau das Richtige, zumal das Gelände in der schönen Rhön selbst schon anspruchsvoll ist. So konnten sich Pferde, Reiter und Hunde wieder auf die kommenden Aufgaben einstimmen. Trotzdem kam der Spaß auf den Schleppen natürlich nicht zu kurz. Insgesamt 13 ½ Koppeln der Beagle-Meute waren mit von der Partie und haben den Saisonauftakt toll gemeistert. Schon auf den ersten Schleppen zeigte sich, dass sich das harte Training zwischen den Saisons ausgezahlt hat. Die Hunde waren mit viel Eifer und Freude bei der Sache und zeigten sich bereits in hervorragender Form. Eine schöne Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Monate und eine tolle Grundlage für die kommenden Aufgaben. Musikalisch begleitet wurde der Tag vom Jagdhornbläserkorps Petersberg e.V., das für den passenden traditionellen Rahmen sorgte. Nach der letzten Schleppe, die mit einem herrlichen Blick auf die Merseburg endete, ließen die Reiter den gelungenen Jagdtag schließlich in geselliger Runde ausklingen. Bei guter Stimmung wurde noch lange gemeinsam auf den Start in die neue Saison angestoßen. Schauschleppe beim Jubiläum des RuFV Schlitz und Schlitzerland e.V. Nach dem erfolgreichen Auftakt am Samstag ging es am Sonntag direkt mit einem zweiten Highlight weiter: Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Reit- und Fahrvereins Schlitz und Schlitzerland e.V. waren die Vogelsberger für eine Schauschleppe zu Gast. Auch hier zeigten sich die Beagles von ihrer allerbesten Seite. Nach einer Schleppe vor großem Publikum wurde anschaulich gezeigt, wie ein traditionelles Currée abläuft. Zum krönenden Abschluss wurde auch etwas Appellarbeit in Trab und Galopp mitten durch die Hindernisse auf dem Springplatz demonstriert – eine Disziplin, die viel Präzision und Gehorsam fordert. Erik Schlaudraff kommentierte das Geschehen auf dem Platz gewohnt fachkundig und lebendig, sodass das Publikum einen tiefen Einblick in die Arbeit mit der Meute gewinnen konnte. Als kleines Dankeschön überreichten die Veranstalter Ehrenschleifchen sowie flüssige Nervennahrung in Form von Sekt. Also: Prost auf ein rundum gelungenes Eröffnungswochenende. Text: Nina Koch, Micky Gindert und Bilder: givemeasmile und RuFV Schlitz











