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- Cappenberger in Clemenswerth
Bester Jagdherr aller Zeiten… Wenn es einen solchen Wettbewerb gäbe – (Gibt es nicht! Jeder macht es genau richtig. Anm. d.Red . ) – dann wäre Clemens August ein heißer Anwärter für diesen Titel. Seit 1737, über zehn Jahre, hat der Herzog von Bayern und Kurfürst und Erzbischof von Köln sein Jagdschloß Clemenswerth auf dem Hümmling im Emsland gebaut – und seit 58 Jahren verbindet die Cappenberger Meute mit ihren Schleppjagden hier ein kulturelles Relikt mit der Moderne und zeigt die lebendige Beziehung zwischen Menschen, Pferden und Hunden und Landschaft. Im Rahmen der Jagdtage der Meute in Haren war der Besuch des „Stern des Emslandes“ ein kulturelles Highlight. Die Direktorin des Emslandmuseums, Dr. Christiane Kuhlmann, stellte die weltweit einzig erhaltene Alleesternanlage mit beredten Worten vor. Wer hätte sonst gewusst, dass allein im „Gartenpavillon“ - zugegebenermaßen „einer der edelsten Art“ – nicht weniger als 216 Hundeporträts zu finden sind, keines wie das andere. Diejenigen aus Stuck sind gefertigt von einem Brüderpaar, das der Wittelsbacher Bauherr eigens aus dem Tessin heranholen ließ. 1739 zogen die Kapuziner-Mönche ein in das angeschlossene Kloster – und sie sind immer noch dort. Seit 1972 ist der Jagdstern Sitz des Emslandmuseums, und einer der Schwerpunkte ist die Darstellung der höfischen Jagd. Die Cappenberger Meute setzt mit dem RV Sögel diese Tradition unblutig fort, und wunderbar festgehalten ist das mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Anika Börries, aufgenommen in den Jahren von 2009 bis 2019. Die Cappenberger Besuchergruppe konnte auf den Bildern bekannte Gesichter wiederentdecken: Neben Irmi Sievers auch Sandra Janssen, letztere „eineinhalb Kinder weiter“ – die Zeit vergeht. „Geliebt, gejagt, gefürchtet - Von Menschen & Tieren“ heißt die aktuelle Ausstellung des Museums, die noch bis zum 14. Dezember zu sehen ist. Die Einleitung dazu bildet ein Film, in dem Irmi Sievers und der Vorsitzende des RV Sögel, Markus Lager, sich im Gespräch mit der Museumsdirektorin austauschen über die Geschichte der Schleppjagd in Clemenswerth. Text und Bilder: PS
- „Passion Pferd“ in Hannover
Wo Markt auf Wissen und Erlebnis trifft… Vom 4. bis 7. Dezember 2025 findet zum zweiten Mal in Hannover die Messe Passion Pferd statt, die sich nach ihrer Premiere im Vorjahr als eigenständige Plattform etabliert hat. Unter dem diesjährigen Leitmotiv „ Expo.Education . Experience“ verbindet sie Marktüberblick, Wissenstransfer und Live-Erlebnisse. Das waren noch Zeiten, als die Niedersachsenmeute ihren eigenen Stand in Hannover hatte. Aber auch ohne wird man dort sicher viele alte Bekannte antreffen . Foto: Schlemm Im Bereich Expo präsentieren zahlreiche Aussteller die gesamte Bandbreite der Branche. Auf sieben Hallen verteilt reicht das Angebot von Stalltechnik und Fütterung über Pflege- und Gesundheitsprodukte bis hin zu Sätteln, Trensen, Reithelmen, Bekleidung und Transportlösungen. Auch größere Investitionen wie Stallanlagen oder Reithallen sind vertreten. Education steht für den fachlichen Kern der Veranstaltung. Vorträge, Diskussionsrunden und Demonstrationen beleuchten Themen wie Tierwohl, Prävention und Gesundheit, Ausbildungsmethoden oder innovative Haltungsformen. Schwerpunkt hier ist auch die Pferdegesundheit. In der Area geht es gezielt um Fort- und Ausbildung für den Reiter und den Reitersitz, der elementar für das Zusammenspiel von Pferd und Reiter ist. Die Sonderschau „Pferd.Zukunft.Stall.“ widmet sich den Fragen visionärer Stalltechnik mit dem Wohl des Pferdes im Mittelpunkt. In einem eigens in der Messehalle gebauten Aktivstall werden zukunftsweisende Lösungen erlebbar gemacht, die die innovative Pferdehaltung effizienter, tiergerechter und nachhaltiger gestalten. Der Bereich richtet sich nicht nur an die Fachbesucher wie Pferdebetriebe, sondern auch an jeden Reiter, dem das Wohl und die Haltung des Pferdes am Herzen liegt. Der dritte Schwerpunkt Experience bringt das Erlebnis auf die Bühne. Dazu gehören die großen, etablierten Shows mit internationaler Beteiligung wie die „Nacht der Pferde“, die seit Jahren fester Bestandteil der Messe in Hannover sind. Die Passion Pferd lockt jährlich renommierte Ausbilder nach Hannover: Experten wie Julia Krajewski oder Christoph Hess zeigen ihre Ansätze in Masterclasses zu Ausbildung und Kommunikation, aber auch Themen wie Vertrauen, Bodenarbeit oder mentale Stärke im Sattel werden praxisnah vermittelt. Neu ist der X-treme Trail mit seinen Hindernissen, der Koordination und Balance von Pferd und Reiter gleichermaßen fordert und zeigt, wie Partnerschaft und Vertrauen funktionieren kann. Die zweite Ausgabe der Passion Pferd versteht sich als Überblick über Angebote und Entwicklungen der Branche und als Forum für Austausch und Weiterbildung. Hersteller und Dienstleister, Vereine und Verbände, Szeneakteure und das interessierte Publikum kommen hier zusammen und erhalten Gelegenheit, Produkte im Detail kennenzulernen, Beratung einzuholen und verschiedene Ansätze miteinander zu vergleichen. Verschiedene Thementage runden das Angebot rund um die Messe ab. Veranstaltungsort ist das Messegelände Hannover, geöffnet ist die Messe vom 4. bis 7. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr. Damit bietet die Messe an vier Tagen ein dichtes Programm und zugleich Raum für Begegnung und Diskussion. Als Ausblick auf 2026 und das geplante internationale Hallenreitturnier Advent Classico finden zudem als Highlight für alle Turniersportler vier Springprüfungen bis Kl. S statt.
- Drei Länder an einem Wochenende
Das war eine ganz schöne Kraftanstrengung für die Frankenmeute: Der Bundesländer an einem Wochenende abgearbeitet. Es ging los am Pichersee im Spreewald, also Brandenburg, dann zum Landgestüt Redefin in Mecklenburg-Vorpommern und schließlich noch eine Meutepräsentation vor Fuchsjagd-Reitern in Rittersgrün in Sachsen. Der Tacho hat sich ganz schön gedreht und Dr. Armin Kirchdorfer hat ausführlich berichtet. Lesen Sie weiter in drei Folgen.
- 1. Station Pichersee/ Brandenburg
Auf einer Skala von 1 bis 10 war das heute eine 12! Das perfekte Dinner! Der große Preis! Einfach grandios! Neun Schleppen, kein Sprung! Und es war perfekt! Aber der Reihe nach: Die Frankenmeute-Reisegruppe machte sich auf den Weg zur „Drei-Bundesländer-An-Einem-Wochenende“-Tour. Die erste Station war Gestüt Pichersee im Spreewald südöstlich von Berlin, in Brandenburg. Mit dem Gestüt Pichersee und seinen Bewohnern verbinden die Franken schon seit vielen Jahren eine innige Freundschaft. Natürlich trifft man sich nur einmal im Jahr, aber dennoch ist vom ersten Moment und der ersten Begrüßung die Qualität dieser Freundschaft zu spüren. Die offene Herzlichkeit, die uns jedes Mal auf dem Gestüt begegnet, ist einfach wunderschön. Nch der Ankunft auf der Anlage haben wir die Hunde an den schönen Pichersee geführt, damit sie sich nach der langen Fahrt die Beine ein bisschen vertreten konnten. Im Anschluss haben wir die Pferde gesattelt und einen kleinen Ausritt durch die herrlichen Kieferwälder gemacht. Um Punkt 19 Uhr startete unsere Dinnertour und wir wurden von Ulrike Bröcker im Forsthaus mit einer perfekten Kürbissuppe in Empfang genommen. Das Feuer prasselte am Kamin und ein äußerst gemütlicher Abend nahm seinen Lauf, denn neben der Equipage, trafen die Jagdherren Christian Hammerstein und Dr. Carl-Stephan Schweer und immer mehr Jagdreitergäste ein und komplettierten die Runde. Bereits zum 34. Mal wurde in diesem Jahr die Märkische Schleppjagd veranstaltet. Immer zum 3. Oktober lädt der Brandenburger Hunting Club zur großen Schleppjagd an den Pichersee. Auch in diesem Jahr folgten wieder 30 Jagdreiter aus dem gesamten Bundesgebiet der Einladung des BHC. Master Uwe Hochbrückner meinte bereits im Frühjahr bei einer Vereinsveranstaltung, „Ich sag‘s euch, die Reise nach Brandenburg wird sich lohnen!“ Manne Keckeisen und Andreas Hertkorn ließen es sich nicht zweimal sagen und machten sich mit dem Frankenmeute-Tross auf den Weg nach Norddeutschland. Dass es sich lohnen sollte, war uns schon klar, den beiden aber noch nicht so recht. Glaubten wir in den letzten Jahren, dass wir sportlich durch die Ausläufer des Spreewaldes geritten waren, so wurden wir in diesem Jahr wahrlich eines Besseren belehrt. Andreas Hofmann, einer der Hausherren auf Gestüt Pichersee, griff in diesem Jahr noch einmal ganz tief in seine Trickkiste und zauberte eine Jagdstrecke hervor, die wirklich ihresgleichen sucht. Bereits auf der ersten Schleppe U-Schleppen über den alten Geländeplatz der Gestütsanlage, um dann bergauf, bergab durch den Wald dem Geläut der Hunde zu folgen. Die erste Schleppe setzte bereits ein Ausrufezeichen und es ging auf den nächsten Schleppen so weiter! Die zweite und die dritte Schleppe tangierten sich und die Hunde lösten diese Aufgabe ohne den kleinsten Moment des Zögerns. Auf Schleppe vier und fünf ging es dann bergauf und bergrunter! Und das waren wirklich Berge. Die Hunde legten bergab noch an Tempo zu und wir mussten uns ranhalten. Andreas Hofmann hat seine Schleppe so geschickt angelegt, dass immer mit plötzlichen Richtungswechseln auf der Strecke zu rechnen war. Wie die Schleppen, so waren auch die Hunde und unsere Pferde sagenhaft. Ja, auch unsere Pferde sind einfach fanstastisch! Dies sind Momente in denen wir einmal mehr unseren vierbeinigen Partnern danken müssen! „Am gestrigen Abend bewunderte ich im Alten Forsthaus ein Hirschgeweih an der Wand. Heute auf diesen wirklich grandios ausgesuchten Schleppen, muss ich permanent an den alten Hirschen an der Wand denken! So musste es wahrscheinlich früher auf höfischen Jagden zugegangen sein. Danke lieber Andreas, für dieses absolut einzigartige Jagderlebnis!“ So Präsident Armin Kirchdorfer während der kurzen Rast irgendwo im Wald rund um Gestüt Pichersee. Hier klärte er die Jagdgesellschaft darüber auf, dass auch hier die Frankenmeute auf Trittsiegel arbeitet, und stellte so die außerordentliche Leistung der 12 Koppeln Franken-Beagles heraus. Das, was wir heute zusammen mit unseren wunderbaren Pferden und Hunden erleben durften, ist wahrlich schwer mit den richtigen Worten zu beschreiben. Der Plan für diesen Bericht war eigentlich ein anderer, denn wir wollten eigentlich berichten, warum der Pichersee Pichersee heißt und was das mit dem Baumharz auf sich hat. Aber wir befürchten, dass wir das bis zum nächsten Jahr schuldig bleiben müssen. Text: Dr. Armin Kirchdorfer und Fotos: Frankenmeute
- 2. Station Redefin/Mecklenburg
Als zweite Station der „Drei Bundesländer an einem Wochenende Tour“ stand das Landgestüt Redefin auf dem Tourplan. Nach einer phantastischen Schleppjagd am 3. Oktober auf dem Gestüt Pichersee machte sich die Reisegruppe „Frankenmeute“ auf den Weg zum Landgestüt Redefin. Das Landgestüt Redefin (Mecklenburg-Vorpommern) gehört mit seinem Gebäudeensemble zu den berühmtesten Landgestüten in Deutschland. Bereits 1719 bestand eine Landesherrschaftliche Stuterei und es wurde aus Redefin der Schweriner Marstall mit edlen Pferden beliefert. Seit 1810 wir das Gestüt als Hauptgestüt betrieben und um die Pferdezucht zu verbessern, gründete 1812 Großherzog Friedrich Franz I. das Landgestüt. Von 1820 bis 1824 entstand under Oberstallmeister Vollrath Joachim Helmuth von Bülow die Gebäude des Gestüts. In den folgenden Jahren wurde die Pferdezucht in Mecklenburg-Vorpommern durch Einkreuzung von Englischem Vollblut und Hannoveraner Blut immer mehr veredelt und in beiden Weltkriegen kamen Pferde aus der Redefiner Zucht zum Einsatz. Bereits 1949 waren auf dem Gestüt und seinen Außenposten 221 Deckhengste im Einsatz. Im Jahr 1987 waren noch 100 Deckhengste im Einsatz und bis heute wird die Warmblutzucht noch durch die Geschicke des Landgestüts geprägt. Ein Ort, wo Kultur gelebt wird, und wir finden, dass dieser Ort mit all seiner Geschichte ein Ort deutscher Kulturgeschichte ist und bleiben soll. Dass dieser Ort seine ganz eigene Magie ausstrahlt, haben wir bereits in der Anreise zum Gestüt gespürt. Von Ludwiglust nach Redefin fährt man kilometerlang durch alte Eichenalleen, die es nur hier gibt, und es wird uns klar, dass wir an diesem Wochenende nur ein sehr, sehr kleiner Teil dieser immensen Landesgeschichte sein dürfen. Auch bei der Zufahrt zum Gestütsgelände Uralte Baumbestände und am anderen Ende sieht man das Goldene Pferd auf dem Historischen Gestütportal von Landgestüt Redefin. Wahnsinnig eindrucksvoll! Als wir dann schließlich unsere Pferde im ehemaligen Hengststall II aufgestallt hatten, waren wir doch alle ein bisschen in den Bann dieses historischen Orts gezogen. Sodann waren wir bei Familie Wascher zur Geburtstagsfeier eingeladen. Familie Wascher ist eine Gestütererfamilie durch und durch. Gernot Wascher (80 Jahre) kam als 16jähriger junger Kerl von der Ostseeküste nach Redefin, machte dort seine Ausbildung zum Bereiter und war auf dem Gestüt Ausbilder für Pferde und Reiter. Wir sagen, er gehört zu den Ausbildern, wie wir sie heute so dringend bräuchten. Ebenso taten es ihm seine Söhne nach. Daniel Wascher machte ebenso seine Ausbildung zum Bereiter auf dem Gestüt und war super erfolgreich im Springsattel, u.a. mehrfache erfolgreiche Start beim Hamburger Springderby, amtierender Meister von Mecklenburg- Vorpommern im Mächtigkeitsspringen, unzählige Siege in schweren Springprüfungen, usw., usw. Zur Geburtstagsfeier von Schwiegertochter Katharina packte Gernot als Vollblutmusiker sein Akkordeon aus und wir haben zusammen, gesungen, gelacht, gefeiert und dieses wunderbare Leben genossen. „Hören Sie mir doch auf,…“ Der 4. Oktober begann mit Regen, Regen und noch mehr Regen. Für die Region war es dringend nötig, denn es hatte seit Wochen nicht mehr geregnet. Wir waren auf Grund verschiedenster Wetterapps gut vorbereitet, Regenmäntel kamen aber schließlich nicht zum Einsatz, denn pünktlich zum Abritt ging der Regen in Nieseln über und wir hatten beschlossen in unseren Tenues zu reiten. Bevor es aber auf die Pferde ging, wurden wir von Birgitta Palass (Vorstandsvorsitzende des Förderkreises Landgestüt Redefin e.V.) und dem Geschäftsführer des Landgestüts, Matthias Munz begrüßt. Was für eine Ehre! Begleitet wurde die Begrüßung und auch die Schleppjagd durch die Parforcehorngruppe Elbtal. Zum Warmreiten nutzen wir die riesengroße Reitbahn vorbei an den verschiedenen Stallungen rund um den großen Paradeplatz von Redefin. Der darf nur zu ganz besonderen Anlässen betreten werden, z.B. die Redefiner Schleppjagd. Was für ein Moment - die Frankenmeute steht vor dem Großen Historischen Portal! Das hätten wir uns niemals erträumen lassen! Danke! Sodann ging es zwischen den historischen Gebäuden hinaus auf die erste Schleppe, vorbei an Koppeln mit einer Herde von 30 Junghengsten. Ruhig und ausgeglichen galoppierten die „Future Stars“ neben uns her. Was für ein Moment! Toll! Die Schleppe wurde gelegt von Christian Krause (Landgestüt Redefin) Katrin Püschel (Hannover) und Michael Hess (FM) Neun herrliche Schleppen waren es, offene Wiesen, alte Alleen, vorbei an Rinderherden und dann wieder herrliche Sandwege durch Kiefernwälder. Die Aufgaben wurden von unseren Hunden, so finden wir, phantastisch gelöst. Denn mehrmals mussten die Pferdekutschen, einfach weil es logistisch nicht anders möglich war, vor uns auf den geplanten Strecken ihren Platz einnehmen. Wie gewohnt jagten wir auch hier auf Trittsiegel und dennoch konnten unsere Hunde den Scent von unserem Schleppenlegertrio isolieren. Phantastisch! Zudem hatten wir des Öfteren Wildkontakt, was auch hier kein Problem war! Ja, wir möchten sagen, ob der Leistung vom Vortag im Spreewald und der Leistung, die unsere Beagles an diesem Tag wieder an den Tag gelegt haben, wir sind sehr stolz auf unsere Meute! Im Nu war die Jagd geritten und es wurde zum Halali auf dem Paradeplatz geblasen. Die Reiter erhielten aus der Hand von Master Uwe Hochbrückner die Brüche und die Meuteknöpfe und die Hunde ihr wohlverdientes Curée. Stilvoll am offenen Lagerfeuer fand die Jagd ihren Ausklang auf dem Gestütsgelände. Text: Dr. Armin Kirchdorfer und Fotos: Frankenmeute
- 3. Station Rittersgrün/Sachsen
Nach Brandenburg und Mecklenburg ging es für die Franken in den frühen Morgenstunden weiter nach Sachsen, ins Erzgebirge. In der Nähe von Oberwiesenthal gibt es einen sehr umtriebigen Förderverein, den Förderverein der Rittersgrüner Fuchsjagd e.V. Dieser Verein unter der Führung von Mirjam Wagner hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rittersgrüner Fuchsjagd bereits zum 32. Mal durchzuführen. Und die Franken waren erneut eingeladen, um die Beagles im vielfältigen Schauprogramm des Fördervereins, organisiert im Rahmen der Fuchsjagd als einen wahren Pferdetag, zu präsentieren. Dabei werden Kutschengespanne vorgestellt, es gibt Reitvorführungen, Horsemanship-Arbeit vom Boden aus, Ponyreiten und eben auch eine Meutepräsentation. Die Anreise nach Rittersgrün, lediglich zehn Minuten von der tschechischen Grenze entfernt, ist wahrlich wunderschön. In allen Orten sind die für das Erzgebirge bekannten Schwibbögen am Straßenrand und an Häuserfassaden angebracht. Rittersgrün liegt in einem engen Tal im Erzgebirge. Die Anreise hatte fast schon alpine Züge. Als wir um die Mittagszeit in Rittersgrün angekommen waren, strömten die Zuschauermassen bereits zum Paradeplatz. Geschäftiges Treiben überall. Die Rittersgrüner Fuchsjagd startet mit einem Gottesdienst und einem Frühschoppen für die Zuschauer. Einige Reiter saßen schon zu Pferde. Kutschen fuhren auf und ab. Herrlich! Zum dritten Mal an diesem Wochenende zeigten die Frankenbeagles ihre große Qualität und die Bindung zu ihrem Master und Equipage. So konnten sie von den zwei vergangenen Jagdtagen hervorragend umschalten und ließen sich wunderbar im Appell führen. Das Schaubild zum Thema Schleppjagd war eines der Highlights des Rittersgrüner Pferdetags, so die Vorsitzende Wagner. Text: Dr. Armin Kirchdorfer und Fotos: Frankenmeute
- Herbst-Traum auf historischem Grund
Auf geschichtsträchtigem Boden ging der Deutsche Kavallerieverband hinter den Böhmer Harriern auf die Schleppe. Auf Altefeld, dem ehemaligen nach Trakehner Vorbild bis 1919 errichteten jüngsten Hauptgestüt in Deutschland trafen sich knapp zwei Dutzend Reiter auf Einladung des Jagdherren Norbert Greif. Veranstalter der Schleppjagd war der Deutsche Kavallerieverband e.V., dessen Mitreiter in ihren historischen Uniformen das bunte herbstliche Bild sowohl bei der Befehlsausgabe als auch auf den Schleppen bereicherten. Die Böhmer Harrier liefen unter der Ägide von Thorsten Mönchmeyer mit nur dreiköpfiger Equipage absolut zuverlässig und waren mit den Runs bei Kaiserwetter eher unterfordert. Insgesamt sechs Schleppen waren mit jagdgerechten Hindernissen ausgestattet. Die Zuschauer konnten alle Passagen gut mitverfolgen. Alle waren von der Gastfreundlichkeit im Hof des vormaligen Hotels "Sankt Georg" begeistert und die Petersberger Parforcehörner begleiteten auch den Vorsitzenden Helmut Brodka, als er mit dem Säbel insgesamt sieben Debütanten zu Jagdreitern schlug. Ein abendliches Jagdessen im kleinen Kreis sowie das gemeinsame Frühstück für die Übernachtungsgäste ließen den herrlichen und unfallfreien Jagdtag ausklingen. Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung mitten in Deutschland, die sich in ihrer Qualität zur Nachahmung und Wiederholung empfiehlt. Text und Fotos: Erik Schlaudraff
- Für die Frau, die alles hat
Viel Vorbereitung und ein Weihnachtsgeschenk - dann wird eine tolle Schleppjagd daraus. Dass eine Schleppjagd nicht aus dem Stand heraus ein klasse Fest wird, das ist keine Überraschung. Aber dass man daraus ein Weihnachtsgeschenk machen kann, das ist doch neu. Christine Wägelein gibt Einblicke in das Geschehen, aus dem in Bad Königshofen ein großer Erfolg wurde. „Die Schleppjagd in Bad Königshofen wirft schon lange vor dem großen Tag ihren Schatten voraus. Hotelzimmer werden gebucht, Pferdeboxen für Gastpferde organisiert, und die ersten Anmeldungen trudeln bereits im Juli ein. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Jagdherrin Katrin Püschel aus Bad Salzuflen bereits am Samstagabend zum gemeinsamen Entrée im Hotel „Vier Jahreszeiten“ ihre Jagdgäste in großer Zahl begrüßen konnte. Am Sonntag war es dann so weit. Bereits um 5.45 Uhr klingelte der Wecker im Hause Hochbrückner. Nach und nach fanden sich die Familienmitglieder in der alten Küche ein, denn über 200 Brötchen und vier Laibe Brot mussten für das Jagdfrühstück belegt werden. Insgesamt vier Kilogramm Bierschinken, vier Kilogramm Salami und drei Kilogramm Käse fanden ihren Platz auf den frisch vom Bäcker geholten Brötchenhälften, verziert noch mit Ei, Petersilie und Gürkchen. Im Nu verging die Zeit, nicht zuletzt deshalb, weil des Masters erste Pikörin, Anina Stosch, bereits in den frühen Morgenstunden für gute Laune sorgte. Bis zum Stelldichein im Sportheim wurden die von „Oma“ Ursula liebevoll gestalteten Tischgestecke an Ort und Stelle gebracht, die Vereinsfahnen aufgehängt, Sektgläser gefüllt und Master und Jagdherrin brachten sich in Position, um gemeinsam alle Gäste zu begrüßen. Die Jagdherrin Katrin Püschel ist ein wahrer Sonnenschein und die personifizierte Gute Laune. Das Amt der Jagdherrschaft verdankt sie ihrem Mann Martin. Anfang Dezember 2024 nahm er Kontakt zur Meute auf - mit dem Anliegen, die Jagdherrschaft für die Schleppjagd in Bad Königshofen seiner Frau zu Weihnachten schenken zu wollen. „Sie hat doch alles im Leben und sind wir mal ehrlich, was soll Mann einer Frau wie Katrin Besseres zu Weihnachten schenken als eine wunderschöne Zeit“, so der Ehemann in dem ersten Telefonat. Dazu sei noch zu sagen, dass zwischen Uwe, Armin, Katrin und dem Rest der Luhmühlener Lehrgangstruppe seit Jahren eine innige Freundschaft besteht, jedoch bis dato ein offizielles Treffen mit Martin nie stattgefunden hat. Dennoch passte - wie soll‘s auch anders sein - die Chemie zwischen Schenkendem und dem Geschenk auf Anhieb. Inzwischen hat ein persönliches Treffen mit Martin Püschel stattgefunden. Daumen hoch! Lieber Martin, wir sind dir sehr dankbar für diese wunderbare Idee! In ihrer Begrüßungsrede merkte man der sonst so lebenslustigen Westfälin an, dass sie obwohl ihr Mann (wegen der Tiere zu Hause) nicht anwesend sein konnte, sie ihm dennoch sehr nahe und auch sichtlich gerührt war, das Jagdherrenamt und diese Ehre tragen zu dürfen. Neben den vielen Jagdreitern aus dem Bundesgebiet trafen auch zahlreich die Bläsergruppen ein: die Reiterlichen Jagdhornbläser aus Nürnberg, die Parforcehorngruppe Grenzenlos (mit Bläsern aus München, Ingolstadt, Aschaffenburg) und die Rallye Trompes franconiennes (mit Bläsern aus dem gesamten Bundesgebiet). In seiner Begrüßungsrede war Hausherr und Präsident Dr. Armin Kirchdorfer bewegt von dieser Klangfülle und als begeisterter Musikfreund über die Maßen erfreut. Sein größter Dank galt in diesem Jahr allerdings der wohl wichtigsten Person im Hause Hochbrückner: Ursula Hochbrückner. Sie feiert immer zumeist kurz vor der Jagd oder wie in diesem Jahr am Jagdtag ihren Geburtstag! Trotzdem unterstützt sie die Frankenmeute jedes Jahr zur Jagd mit einem sehr großen Herz. Ob Eier kochen, Obatzten anrühren, Kuchen backen – sie ist immer da und Sonntag früh die erste, die bei Hochbrückners in der Küche steht und hilft das Frühstück vorzubereiten. Liebe Ursula, an dieser Stelle noch einmal alles, alles Liebe zum Geburtstag und DANKE! Kirchdorfer bedankte sich bei der Familie, die Jahr um Jahr gemeinschaftlich zum Gelingen dieser Großveranstaltung beiträgt und besonders bei Alfons Kuhn für die Unterstützung beim Streckenaufbau, ebenso bei Bürgermeister Thomas Helbling und der Stadt Bad Königshofen für die fantastische Unterstützung rund um das Event, zudem bei den Landwirten und den Jagdpächtern für einen sehr unproblematischen Umgang und den Damen und Herren vom Roten Kreuz, für ein Gefühl der Sicherheit auf der anspruchsvollen Strecke rund um Bad Königshofen. Kurz vor zwölf wurde das Jagdfeld unter der Feldführung von Daniel Wascher (Landgestüt Redefin) mit seinen beiden Seitenpikören Sophia Hümmer und Max Ort unter den Kastanien im Kurgarten der Stadt Bad Königshofen mit Master Uwe Hochbrückner und seiner Equipage (Anina Stosch, Marie, Hess, Elena Hochbrückner, Christine Wägelein) und den Beagles der Frankenmeute zusammen geführt. Der Bürgermeister schickte die Jagdgesellschaft mit guten Wünschen auf die erste der neun sportlichen Schleppen. Die Schleppe wurde in diesem Jahr von Jagdherrin Katrin Püschel, in Begleitung von Dr. Armin Kirchdorfer und Nina Schultes gelegt. Wie auch in den letzten Jahren zeichnete sich die Königshöfer Jagd aus durch ihre Sportlichkeit in Kombination mit perfekt, positionierten Bläsergruppen, ohne dabei aber den Charakter der traditionellen Schleppjagd zu verlieren. Ein wahres Highlight! Uwe Hochbrückner und Armin Kirchdorfer legen extrem hohen Wert darauf, dass sich alle Reiter auf der Strecke wohlfühlen sollen. So werden die Hindernisse mit fließendem Übergang stets so gebaut, dass eine Seite bis zu einer Höhe von 105 cm, die andere Seite bis 85 cm angeritten werden konnten. „So ist für den jeden etwas dabei“, so Uwe Hochbrückner. Im Nu waren die neun Schleppen geritten und nicht nur die Reiter und Reiterinnen waren mehr als begeistert, sondern auch die Zuschauer. Dieses Bild der Hunde und dieses harmonische Jagdfeld war einfach eindrucksvoll. „Ich bin wahnsinnig beeindruckt“, so Kathi Roth aus Ermershausen., die damit allen Gästen aus dem Herzen sprach.“ Text: Christine Wägelein und Bilder: Doris Frank-Schneider
- Jagd und Gansessen in Kremmen
Vier Mal K beim Brandenburger Hunting Club – na ja, fast: Nach den Jagden in Klaistow, Köthen und (K)Quappendorf ist am 8. November, Samstag, das Stelldichein in Kremmen angesetzt. Foto: Ina Moneke Die Jagdherren Paul von Schultzendorff und Malte Voigts haben (natürlich) die Niedersachsenmeute eingeladen und bitten im Anschluss an die 20 Kilometer-Strecke zum Gänseessen in der Spargelscheune im Scheunenviertel von Kremmen. Gute Jagd und Guten Appetit! Alle Infos hier:
- Jagdwochenende in Mecklenburg
Einmal noch hinter den schnellen Foxhounds reiten. Dann ist die Saison in Mecklenburg mit dem Schleppjagdverein „von Esebeck“ schon wieder vorbei. Am 15. und 16. November sind an der Redentiner Mühle zuerst Kinder und (sattelfeste!) Einsteiger angesprochen, bevor am Sonntag zur Abschlußjagd geblasen wird. Foto: Archiv Schleppjagd24 Alle Info in der Einladung hier:
- Saisonschluß am Vogelsberg
Wir haben doch gerade erst angefangen…. Jedes Jahr das gleiche Gefühl: Die Saison ist viel zu kurz. Am 1. November, Samstag, setzt die Vogelsberg-Meute den Schlußpunkt für dieses Jahr hinter das Jagen auf der Schleppe mit ihren Beagles. Foto: Archiv Schleppjagd24 Man darf allerdings sicher sein, dass das nicht „heimlich, still und leise“ geschieht. Und die Stiefelbälle in Spielberg sind legendär. Also: Aufladen und nix wie hin. Alle Info in der Einladung hier:
- 100 Pferde zum 100. in Verden
Einhundert Jahre alt – das verdient eine große Feier. Und die ist es geworden beim Verdener Schleppjagdreitverein, der sich zu diesem besonderen Jubiläum auch gleich zwei Meuten eingeladen hat. Neben den Foxhounds der Niedersachsenmeute liefen die „Verwandten“ aus Cappenberg und zeigten ganz genau 100 Pferden und Reitern den Weg über die weitläufige Landschaft an der Aller. Da, wo der VSJRV 1925 gegründet wurde, im Casino der Holzmarktkaserne, da ist heute das Deutsche Pferdemuseum untergebracht, mit der Bronze-Statue des Trakehner Stempelhengstes Tempelhüter als „Wächter“ neben dem Eingang. Dort sammelten sich die Gäste, die dazu von weit her, von Schleswig-Holstein bis Hessen und sogar aus Dänemark angereist waren, beobachtet von vielen Zuschauern. Die Bläser der ‘bien aller‘ setzen mit ihren Es-Hörnern die musikalischen Zeichen, und völlig unspektakulär erfolgte die Zusammenführung der beiden Meuten direkt vor dem Einritt auf den Holzmarkt. Dort bewegten sie sich bereits wie ein einziges Pack, begleitet von Leonard v. Schultzendorff und Irmgard Sievers als Master, letztere beritten mit ihrem Neuzugang, der Stute Betty. „ Ich bin sehr stolz, froh und dankbar, dass es schon alles so weit klappt mit ihr - besonders in der Hundeführung,“ zeigte sich die Reiterin hinterher zufrieden. Nach Begrüßungsreden der stellvertretenden Verdener Bürgermeisterin („Wiehern gehört in Verden zum guten Ton“) und dem Vereinsvorsitzenden Hasenklever hatte der VSJRV-Schleppjagd-Beauftragte Karl-Kristian Wallis das Wort zur Einteilung der Felder. Als Jagdherr übernahm er selbst die Führung des ersten Feldes, gefolgt von Jens Richter vor der zweiten Gruppe, die später nicht alle gut 30 Hindernisse zu nehmen hatte. Gregor Lünebach zeigte den Nichtspringern den Weg und Constantin zum Felde hatte die jugendlichen Reiter um sich geschart. Der in Verden traditionelle Zug der Reiterschar durch das samstägliche Markttreiben in der Fußgängerzone und durch die historische Altstadt war wieder die Attraktion für viele Zuschauer mit gezückten Smartphones, derweil sich eine lange Autoschlange der Follower auf den Weg zum ersten Stopp machte. Von der Südbrücke bot sich das nächste eindrucksvolle Bild: Die Reiterkolonne vor dem Stadtpanorama mit dem Dom und den weiteren Kirchtürmen. Wie an der Schnur gezogen, setzten sich die Felder auf der ersten Schleppe in den Galopp. Nicht die Spur von „wildem Rudelreiten“, welches so mancher Nicht- oder auch Hallen-Reiter mit dem Begriff Schleppjagd verbindet. Seit der Renaturierung der Alten Aller bietet sich den Reitern auch wieder der Weg durch die Furt, und damit ist die historische Jagdstrecke wieder komplett. Seit Jahrzehnten wurde so schon geritten. Uwe Körner hat ein sehenswertes Video gemacht. Der Link dazu hier: https://www.youtube.com/watch?v=qtUe5_3s1LY (Achtung: große Datenmenge) Wegesprünge und Hecken, dazu die große Weite auf den Wiesen an der Aller, machen den Reiz der Verdener Herbstjagd aus, die lange und nicht zu Unrecht einen Ruf als eine der anspruchsvollsten Jagden im Land hatte. Auf in diesem Jahr gutem, griffigen Boden und bei wider Erwarten trockenem Wetter zeigte Anja Cohrs den beiden Schleppenlegerinnen den Weg: Skadi Müller-Kortkamp mit Anislösung für die Niedersachsenmeute und Dorothee Herbst mit Heringslake für die Cappenberger Hunde, immer pfeilschnell und gut in einem Pack, mit nur vereinzelten Nachzüglern. Nur auf der ersten Schleppe gab es eine leichte Ablenkung durch Wild. „Danach wurde das Anlegen immer besser. Wir haben unsere Technik angepasst“, beschrieb Master Leonard von Schultzendorff hinterher die Jagd aus seinem Erleben. Einmal war der Rettungswagen gefordert, aber der Verdacht auf einen Knochenbruch konnte im Krankenhaus schnell wieder ausgeräumt werden. Das Pferd der am Deich in Wahnebergen gestürzten Reiterin wurde unverletzt aufgeladen und zurück zum Stall gebracht. Und blitzschnell war ein zweiter Transporter zur Stelle – für alle Fälle, und ein eindrückliches Zeichen der bis ins Letzte ausgefeilten Organisation, die die Gastgeber mit ihrem Vorstand und vielen Helfern, auch vom RV Aller Weser, für ihr „Jahrhundert-Ereignis“ durchgeplant haben. Pünktlich war der Rastplatz am „Eitzer Knie“ in Ahnebergen erreicht und genauso schnell ging es nach der Stärkung von dort wieder zurück bis zum Halali hinter dem Deich am Gut Hönisch. Die Bläser der ‘bien aller‘ stimmten Reiter, Zuschauer und nicht zuletzt die knapp 50 Hounds auf das feierliche Curée ein. Wie es sich gehört: Erst als die Hunde mit vier Pansen genossen gemacht waren, saßen die Reiter wieder auf, und in geordnetem Zug ging es von dort wieder zurück zum Holzmarkt. Die Erleichterung war dem Jagdherrn anzumerken - über sein neues Pferd und über den gelungenen Ausgang der Jagd. Bei der Kaffeetafel im Hotel Niedersachsenhof wurde Karl-Kristian Wallis denn auch besonders geehrt. Irmgard Sievers steckte ihm den großen goldfarbenen Cappenberger Jagdknopf ans Revers und überreichte eine Urkunde, gezeichnet vom Cappenberger Huntsman Bernd Funke. Das wiederum nahm der Niedersachsen-Master mit Humor und Ironie: „Bei uns bekommen die Jagdherren immer nur einmal im Jahr ein Mittagessen,“ erklärte „Löwe“ v.Schultzendorff. Damit war das Fest aber noch nicht zu Ende. Geschniegelt und gebügelt ging es nur wenig später weiter beim Reiterball, wieder im Niedersachsenhof. 400 Karten waren im Vorverkauf weg und die Abendkasse wurde deshalb gar nicht mehr geöffnet. Sabine Behrendt hatte die Kleiderordnung vorher formuliert als „ballig“, und nahezu alle Gäste waren dieser Aufforderung nachgekommen: viele dunkle Anzüge, lange Roben mit viel Dekolleté und ganz viel Glitzer funkelte als Kai-Uwe Hasenklever die Gäste begrüßte und Philipp Baumgart als Vertreter des Pferdesportverbandes gratulierte. Mit großer Freude wurden danach die Glückwünsche von Jobst von Reden entgegengenommen. Nach schwerer Krankheit wieder gesund und ‘voll da‘, erinnerte der Vorsitzende des Schleppjagdvereins Niedersachsenmeute an die Anfänge seiner Meute vor 75 Jahren – nämlich mit zwei Hunden aus Verden (und drei weiteren aus Hannover und Paderborn). „Vielen Dank, dass Ihr da wart, denn sonst wären wir nicht da“, betonte von Reden. Und das wäre doch schade, weil dem Verdener Schleppjagdreitverein dann zumindest eine Namensänderung bevorgestanden hätte, denn ohne Meute keine Schleppjagden. Text: PS und Fotos: Ina Moneke und PS. Video: Uwe Körner Ganz viele schöne Bilder, 851 davon, hat Timo Haas gemacht, zu sehen unter https://www.pictrs.com/timohaas_fotografie/3431119/jubilaeum-verden-2025?l=de











