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RWS mit Jung-Equipage geprüft 

vor 21 Stunden
2 Min. Lesezeit

Ist doch pieps-einfach, so eine Betriebsprüfung – oder etwa nicht? Beim Rheinisch- Westfälischen Schleppjagdverein (RWS) war jetzt eine Equipage aus jugendlichen Pikören im Einsatz als es darum ging, die Sicherheit der Meute unter Beweis zu stellen.


Im Rahmen der Jugendwoche fand jetzt in Schwarzenstein die Gebrauchshundeprüfung der Meute des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins (RWS) statt. Unter den Augen der Richter Alexandra Baum als Vertreterin des Jagdgebrauchshundeverbandes JGHV und Jürgen Böcking für die Deutsche Schleppjagdvereinigung DSJV stellten sowohl die Hunde als auch die jungen Reiterinnen und Reiter ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. 

Eine Besonderheit war die Zusammensetzung der Equipage: Sie bestand aus sieben Jugendmitgliedern, von denen einige wenige Tage zuvor zum ersten Mal gemeinsam mit den Hunden geritten waren. Begleitet wurden sie von Master Christian Coenen, Huntswoman Sandy Less, sowie Ute Boss-Hekma mit dem Schleppgeschirr. Bereits der Auftakt der Prüfung bot ein beeindruckendes Bild: Geschlossen galoppierte die Equipage aus dem Wald auf die Wiese und lieferte damit gleich einen spektakulären Auftakt. Die übrigen Teilnehmer der Jugendwoche beobachteten das Geschehen besonders aufmerksam und sparten auch nicht mit tosendem Applaus für die hervorragende Leistung ihrer Mitreiter an und mit der RWS-Meute.  Im Rahmen der Prüfung mussten die Hunde verschiedene Aufgaben meistern. Dazu gehörten unter anderem das Verhalten gegenüber Fremdhunden, das Abrufen durch die Huntswoman über Distanzen von 50 bis 100 Metern sowie die Arbeit an einer kurzen Schleppe. Eine Verleitfährte mit einer Rehdecke galt es dabei zu ignorieren. 

 

Besonders erfreulich ist zudem die Entwicklung des K-Wurfs. So läuft der Rüde Ken bereits in seiner zweiten Jagdsaison als Kopfhund bei fast jeder Jagd. Seine Abstammung führt auf den ehemaligen RWS-Kopfhund Enzo zurück, der auch in der Linie des K-Wurfs vertreten ist und damit zur Entwicklung dieser vielversprechenden Junghunde beigetragen hat. 

 


Die Entscheidung, die Prüfung mit einer neu zusammengestellten Equipage statt mit einem eingespielten Team durchzuführen, war durchaus mit einem gewissen Risiko verbunden, das der Master aber bewusst einging. Umso bemerkenswerter war das harmonische Zusammenspiel zwischen Hunden und Reitern. Das tägliche Hundearbeitstraining während der Jugendwoche hatte sich bereits nach wenigen Tagen ausgezahlt und zeigte eindrucksvoll, wie schnell die jungen Mitglieder dazulernen. Wie gelungen die Vorstellung war, brachte ein Zuschauer mit den Worten auf den Punkt: „Daraus könnte man einen Lehrfilm drehen.“ 

 

Die Gebrauchsprüfung war somit nicht nur ein schöner Erfolg für die RWS-Meute, sondern auch ein eindrucksvoller Beweis für die engagierte Nachwuchsarbeit des Vereins. Neben hervorragend arbeitenden Hunden verfügt der RWS über eine lernfreudige, motivierte und ausgezeichnet berittene Jugend, die an diesem Tag ihr Können unter Beweis stellte. 

Text: Clara Coenen und Bilder: Eva Grasedick

 

 

 

 

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