Mitglieder-Challenge 2026
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Gemeinsam für die Zukunft der Schleppjagd - die vielzitierten hundert Tage ist sie noch gar nicht im Amt, aber Stephanie Schreck als neue Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung hat sich schon große Ziele gesteckt. Sie ruft eine Mitglieder-Challenge 2026 aus. Sie will die Schleppjagd „von der kleinsten Fachgruppe zur starken Gemeinschaft“ bringen und hat dafür gute Argumente im Köcher.

Seit vielen Jahren mit dem „Sport in Rot“ verbunden, kennt sie die Szene und weiß genau: „Uns Schleppjagdreiter verbindet eine Leidenschaft, die weit über den Reitsport hinausgeht. Schleppjagdreiten bedeutet Gemeinschaft, Tradition, Horsemanship, gegenseitigen Respekt und die Freude, gemeinsam mit unseren Pferden hinter der Meute unvergessliche Stunden in der Natur zu erleben. Wir investieren Zeit, Herzblut und nicht unerhebliche Summen in unsere Pferde, unsere Ausrüstung, Fahrten, Capgeld und Jagdwochenenden. Wir reisen quer durch Deutschland, um Freunde zu treffen und unserer gemeinsamen Passion nachzugehen. Doch damit unser Sport auch in Zukunft lebendig bleibt, braucht er mehr als engagierte Reiter im Jagdfeld. Er braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Schreck empfiehlt die Deutsche Schleppjagdvereinigung als „unsere gemeinsame Stimme“ nicht nur „qua Amtes“ sondern aus Überzeugung, die sie selbst aus langjähriger Erfahrung gewonnen hat.
„Die Deutsche Schleppjagdvereinigung (DSJV) ist die Fachgruppe Schleppjagdreiten im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband (DRFV). Sie ist die Interessenvertretung aller Jagdreiter, Meutehalter und Veranstalter in Deutschland. Gemeinsam mit dem DRFV und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) setzen wir uns dafür ein,
das Schleppjagdreiten als traditionsreiche Reitweise zu erhalten,
die klassische und vielseitige Ausbildung von Pferd und Reiter zu fördern,
den Nachwuchs für unseren Sport zu begeistern,
bundesweite Veranstaltungen und Lehrgänge zu organisieren,
den Austausch zwischen Jagdreitern, Meuten und Veranstaltern zu fördern,
Probleme und Herausforderungen unserer Meuten gemeinsam zu lösen,
unser Kulturgut in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und
dem Schleppjagdreiten innerhalb der deutschen Pferdesportlandschaft eine starke Stimme zu geben.
Viele dieser Aufgaben bleiben im Hintergrund. Man nimmt sie oft erst wahr, wenn sie fehlen.“
Kleinste Fachgruppe – großer Stellenwert
Als Sprecherin der Jagdreiter beim Bundesberufsreitertag im März in Aachen hat sie es selbst erlebt: „Die Fachgruppe Schleppjagdreiten ist derzeit die kleinste Fachgruppe im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband. Und dennoch genießt sie innerhalb des Verbandes einen hohen Stellenwert. Warum? Weil kaum eine andere Disziplin die Grundsätze der klassischen Reitlehre so umfassend vereint wie das Schleppjagdreiten. Ein Jagdpferd muss gehorsam, gelassen, mutig, trittsicher und konditionsstark sein. Es muss sich sicher im Gelände bewegen, Hindernisse meistern und gleichzeitig in einer großen Gruppe ruhig und kontrollierbar bleiben. Das verlangt eine fundierte Ausbildung, gegenseitiges Vertrauen und verantwortungsvolles Reiten. Darauf dürfen wir stolz sein.“
Aber ein Blick in die Mitgliederliste des DRFV zeigt eine dramatischer Realität, die dringend verändert werden muß:
„In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 5.000 aktive Jagdreiter. Die Deutsche Schleppjagdvereinigung zählt derzeit jedoch lediglich 71 (!) Mitglieder. Das bedeutet: Nicht einmal zwei Prozent der Jagdreiter unterstützen ihre eigene Interessenvertretung. Dabei profitieren letztlich alle von einer starken Fachgruppe.“
Für Stephanie Schreck liegt es auf der Hand: „Je mehr Mitglieder wir haben, desto größer ist unser Gewicht innerhalb des Verbandes und desto mehr können wir für unseren Sport bewegen. Mehr Mitglieder bedeuten mehr Möglichkeiten.“
Derzeit sind die Möglichkeiten der Fachgruppe eher begrenzt. Sie reichen im Wesentlichen für die Pflege der Homepage www.schleppjagd24.de und die Durchführung einer bundesweiten Veranstaltung, der Junghundeschau in Schwarzenstein - in diesem Jahr am 11. Juli. Für Schreck steht fest: „In unserer Gemeinschaft steckt viel mehr Potenzial. Mit mehr Mitgliedern könnten wir bundesweite Lehrgänge für Jagdreiter und Jagdpferde anbieten, Fortbildungen zu Sicherheit, Geländereiten und Ausbildung organisieren, Seminare für Jagdleiter, Piköre und Veranstalter durchführen, unsere Meuten bei aktuellen, tierschutzrechtlichen und juristischen Herausforderungen noch besser unterstützen, den jagdreiterlichen Nachwuchs gezielt fördern, unsere Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, neue gesellschaftliche Veranstaltungen ins Leben rufen. Warum nicht wieder einen Sommerball der Jagdreiter veranstalten? Oder ein bundesweites Jagdreiter-Wochenende mit Lehrgängen, Fachvorträgen, Ausritten und geselligem Beisammensein? All diese Ideen können Wirklichkeit werden, aber nur gemeinsam.“
Der Plan der neuen Vorsitzenden: Sie will eine gemeinsame Aktion starten, die Mitglieder-Challenge 2026 mit dem Ziel mindestens 50 neue Mitglieder bis zum 31. Dezember 2026. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits gelungen. Auf der Meutehaltertagung im April beim Schleppjagdverein von Bayern wurden 13 neue Mitglieder gewonnen. Damit fehlen noch 37 Mitglieder, um das erste Ziel zu erreichen. Sie ist überzeugt: „Das schaffen wir gemeinsam!“
Die Challenge in Zahlen:
Was kostet eine Mitgliedschaft?
Der Jahresbeitrag beträgt 90 Euro für Erwachsene.
Für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und Jugendliche gelten ermäßigte Beiträge gemäß Beitragsordnung.
90 Euro im Jahr - Wofür geben wir im Laufe eines Jahres nicht alles Geld aus?
Für eine Tankfüllung, für zwei Capgelder, für eine neue Schabracke, für Kleinigkeiten im Reitsportgeschäft.
Warum also nicht 90 Euro in das investieren, was uns allen am Herzen liegt?
In die Zukunft unseres Sports.
Unser Dankeschön
Wir möchten unser Ziel nicht nur erreichen – wir möchten es übertreffen.
Deshalb gilt: Ab dem 51. Neumitglied erhält jedes weitere neue Mitglied bis Ende 2026 von der 1. Vorsitzenden einen Krämer-Gutschein im Wert von 25 Euro als kleines Dankeschön. Denn jedes neue Mitglied macht unsere Gemeinschaft stärker.
Jetzt Mitglied werden! Der Weg zur Mitgliedschaft ist ganz einfach.
Hier geht es lang: https://www.drfv.de/mitgliedschaft/antragsformular/
Gemeinsam mehr erreichen
Die Deutsche Schleppjagdvereinigung lebt nicht vom Vorstand. Sie lebt von ihren Mitgliedern. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass das Schleppjagdreiten auch in Zukunft eine starke Stimme im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband hat. Lassen Sie uns aus der kleinsten Fachgruppe eine starke Gemeinschaft machen. Nicht nur mitreiten.
Mitgestalten. Mitverantworten. Mitglied werden.
Für unsere Pferde.
Für unsere Meuten.
Für unsere Tradition.
Für die Zukunft des Schleppjagdreitens.
Die neue Erste Vorsitzende freut sich auf eine Flut von Mitgliedsanträgen.
Foto: privat



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