Wer sind die Schönsten im Land?
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Junge Meutehunde – 68 an der Zahl -, spannende Entscheidungen und ein Moderator mit Entertainer-Qualitäten machten die Junghundeschau 2026 der Deutschen Schleppjagdvereinigung (DSJV) - wie immer fabelhaft ausgerichtet vom Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein RWS in Drevenack - zu einem besonderen Erlebnis.

Die Frage nach den schönsten Hunden zog sich wie ein roter Faden durch die diesjährige Junghundeschau am Haus Schwarzenstein. Mit Charme, viel Gespür für sein Publikum und einer gehörigen Portion Humor führte der DSJV-Zuchtreferent Chris Gabielse durch den Tag. Immer wieder bezog er die Zuschauer in das Geschehen ein und ließ sie über ihre Favoriten abstimmen: „Wer wird Champion werden? Wen seht Ihr vorne?“ Â

Aus ganz Deutschland waren die Meutehalter mit ihren Junghunden angereist. Insgesamt wurden 68 Jundhunde vorgestellt – 50 Foxhounds und 18 Beagles. Bei hochsommerlichen Temperaturen verlangte der Tag Mensch und Hund einiges ab. Bemerkenswert war die große Rücksichtnahme auf die vierbeinigen Hauptdarsteller.

Gerne ließ sich der ein oder andere Hund lieber kurz im Schatten nieder anstatt noch eine weitere Runde im Ring zu drehen. Während den Hunden diese kleinen Verschnaufpausen selbstverständlich gegönnt wurden, harrten die drei Richter sowie Moderator Gabielse den gesamten Tag über mit bemerkenswerter Ausdauer und bester Laune in der Sonne aus, um alle Hunde mit der notwendigen Sorgfalt und Aufmerksamkeit zu beurteilen.

Die Foxhounds wurden von Björn van Vlerken (Belgien), Jagdgebrauchshunde-Richterin Andrea Baum und Robert Zurl (Bergheim) bewertet. Die Beagles standen unter den kritischen Augen von Robert Zurl und Alexandra Baum, die mit großer Fachkompetenz die nicht immer einfachen Entscheidungen trafen. Denn nicht selten lagen die Bewertungen nur in kleinen Nuancen auseinander.

Bei den Foxhound-Hündinnen ging der Titel nach Bayern. Die Championesse Tini wurde vorgestellt von Sissi Wiedemann. Vize-Championesse wurde Yannika von der Taunusmeute, vorgestellt von Jörg Pfeiffer.

Bei den Foxhound-Rüden überzeugte Trajan vom Hamburger Schleppjagdverein, vorgestellt von Heiko Lindner, und sicherte sich den Championstitel. Zorro von der Taunusmeute wurde Vize-Champion.

Nicht minder spannend verliefen die Entscheidungen bei den Beagles. Hier landete die Frankenmeute einen Doppelschlag. Championesse der Hündinnen wurde Vroni, mit der Formwertnote „Gut“. Bei den Rüden ging der Titel an Victor. Die Hündinnen Sira und Sammy und der Rüde Sam von der Beagle Meute Münsterland erhielten zwar das begehrte „Sehr gut“, konnten aufgrund der Altersbestimmungen jedoch nicht mehr um den Championstitel konkurrieren. Sie waren einige Monate zu alt.

Ein besonderer Höhepunkt war die Koppelklasse. Hier bewiesen die Hunde nicht nur ihre Qualität, sondern vor allem ihr harmonisches Zusammenspiel. Der Siegerpokal blieb in diesem Jahr wieder bei den Gastgebern: Mit Kriemhild und Kate gewann der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein diese Konkurrenz unter großem Beifall der Zuschauer.
Auch bei den Aufzuchtpreisen gab es besondere Erfolge zu feiern. Die Hunde der Beagle-Meute Münsterland konnten zwar keinen Champion stellen, aber Master Gregor Kuhn durfte sich über den Preis für die beste Aufzucht und die Anerkennung für den gelungenen S-Wurf freuen.

Bei den Foxhounds ging der Preis für die beste Aufzucht an die Cappenberger Meute. Huntsman Bernd Funke nahm den Pokal entgegen – ein wahrhaft besonderer Moment, denn zuletzt war dieser Preis im Jahr 1981 an die Cappenberger Meute gegangen.
Im Rahmen der Siegerehrung bedankte sich die neue Präsidentin der Deutschen Schleppjagdvereinigung, Stephanie Schreck, herzlich beim Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein, den Richtern und dem gesamten Organisationsteam für die hervorragende Ausrichtung der Veranstaltung. Besonders begrüßte sie Rolf Schettler, Vizepräsident des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes (DRFV). In ihrer Ansprache betonte Schreck, dass die DSJV zwar die kleinste Fachgruppe innerhalb des Verbandes sei, jedoch mit großem Engagement daran gearbeitet werde, die Gemeinschaft weiter wachsen zu lassen. Ein wichtiger Baustein dabei ist die neu gestartete Mitglieder-Challenge, mit der Gleichgesinnte für den Verband gewonnen werden sollen.
Als am Ende des Tages die Champions feststanden und die Urkunden überreicht waren, blieb vor allem eines in Erinnerung: eine Atmosphäre, die von der gemeinsamen Leidenschaft für die Schleppjagd und die Hunde als deren wichtigste Akteure geprägt war.
Text: Maria Gillissen und Bilder: www.pictrs.com/givemeasmile





