Steinau-Jagd endet mit Stiefelparty
Ein goldener Herbsttag, fröhliches Geläut der Hunde und eine Kulisse, wie sie schöner kaum sein könnte: Die Schleppjagd in Steinau an der Straße erwies sich als ein jagdreiterliches Juwel, das in puncto Organisation, Streckenführung und Gastfreundschaft neue Maßstäbe setzte. Unter der souveränen Jagdherrschaft von Huntsman Sandra Foth führte die Vogelsberg-Meute ein Feld über traumhaftes Terrain – perfekt inszeniert von einem engagierten Team rund um Larissa Heumann und Oliver Börner.

Schon bei der Anreise auf dem Hängerparkplatz wurde deutlich, wie viel Herzblut in der Planung steckte: Sogar an Wasser zum Tränken und Abspritzen der Pferde vor und nach dem Ritt war gedacht worden. Für die Equipage war ein eigener Parkplatz eingerichtet, inklusive eines eigens organisierten Quad-Taxis, das die Reiter stressfrei vom und zum Platz beförderte. Selbstverständlich war alles auch sehr gut beschildert und schnell zu finden!

Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam und den Bürgermeister Christian Zimmermann, der vermutlich nicht zuletzt dank jagdbegeisterter Ehefrau sogar noch eine Spende für die Hunde überreichte, stimmte die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos die Jagdgesellschaft feierlich ein. Mit makellosen Jagdsignalen gaben die Bläser dem Stelldichein den passenden, festlichen Rahmen und begleiteten den Abritt.

Das Terrain rund um Steinau an der Straße bot spektakulären Schleppjagd-Sport: Weitläufige Wiesenschleppen im ständigen Wechsel von Bergauf und Bergab forderten Kondition und Rhythmus von Pferd und Reiter. Zahlreiche natürliche Gräben und herrlich präparierte Naturhindernisse luden zu flüssigem, harmonischem Springen ein.

16 ½ Koppeln der fröhlichen und spurlauten Beagles der Vogelsberg-Meute folgten der künstlichen Fährte, die von den Schleppenlegern Larissa Heumann und Micky Gindert präzise und gekonnt gelegt worden war. Huntsman Sandra Foth führte die Hunde gewohnt passioniert und exakt auf den Punkt. Ein ganz besonderes Highlight bot auch hier die Bläsergruppe Parforce Grenzenlos. Die Musiker begleiteten das Geschehen nicht nur an den Stopps, sondern boten sogar direkt auf den Schleppen eine perfekte musikalische Untermalung, die den Ritt zu einem atmosphärischen Gesamtkunstwerk machte.

Für die Zuschauer standen Bulldogs bereit, die es ermöglichten, hautnah an den schönsten Streckenabschnitten dabei zu sein. Das Orga-Team auf Quads behielt im Hintergrund stets den Überblick, während Sanitäter mit geländegängigen Fahrzeugen für maximale Sicherheit sorgten.

Am Stopp auf dem Elisabethenhof wartete ein rundum gelungenes Verwöhnprogramm: Während sogar an Tränkemöglichkeiten für die Pferde gedacht war,genoss die Jagdgesellschaft die erstklassige Verpflegung von Larissas Schwiegermutter in spe, um gestärkt auf den zweiten Teil der Jagd zu gehen.

Nach den letzten Schleppen erreichte die Jagdgesellschaft glücklich das Halali. Nach dem wohlverdienten Curée für die Beagles und dem Vergeben der Brüche verlagerte sich das Geschehen zu Familie Börner. Dort erwartete die Gäste ein kulinarisches Highlight: Zwei ganze Spanschweine frisch vom Grill nebst zahlreichen köstlichen Beilagen. Beim anschließenden Schüsseltreiben ging der Abend nahtlos in eine ausgelassene Stiefelparty über. Am Lagerfeuer und bei freien Getränken den ganzen Abend wurde gelacht, gefachsimpelt und bis tief in die Nacht gefeiert.
Am Ende bleibt vor allem ein Wort als Fazit: Herrlich!
Text: Micky Gindert und Bilder: pictrs.com/givemeasmile



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