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Pfingsttage mit der Rheinlandmeute

  • vor 15 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Pfingsten – das ist bei der Rheinlandmeute nicht einfach ein Termin im Kalender. Es ist ein Wochenende, an dem man spürt, was Schleppjagdreiten im Kern bedeutet: das Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Meute, die Nähe zur Natur und die Verlässlichkeit der Hunde auf der Fährte. Und ebenso das Miteinander danach, das die Jagdfamilie trägt, eine Passion, die verbindet.

 


In diesem Jahr konnte leider kein Pfingstturnier in Wiesbaden stattfinden und damit auch

kein Schaubild geritten werden. Umso besser, dass der Auftakt in Kleinmaischeid  bewusst anders gesetzt und mit einem jagdlichen Ausritt begonnen werden konnte. Beim Treffpunkt am Kennel war der Sektempfang schon vorbereitet vor dem Ritt mit etwa zwanzig Reiterinnen und Reiter. Unterwegs gab es zwei kleine Pausen mit (klar, ist ja bei der Rheinlandmeute….) Erfrischungen und Stärkung und Zeit für Gespräche und ein ruhiges Kennenlernen.


„Besonders schön war, dass wir neue Reiterinnen und Reiter kennenlernen durften und ihnen unsere Passion, das Jagdreiten, näherbringen konnten. Genau solche Begegnungen machen den Unterschied. Man reitet miteinander, stimmt sich ab und merkt, wie schnell eine gemeinsame Leidenschaft verbindet“, berichtete Kim Dippe.


Während des Rittes standen die Jagdhornbläser der Rheinlandmeute immer wieder im Wald und begleiteten den Ritt mit ihren Signalen. Das hat den jagdlichen Charakter noch einmal besonders spürbar gemacht.

Am Abend wurde es gesellig. Am Grill saßen alle gemütlich zusammen, ließen den Tag in Ruhe ausklingen und genossen diese unkomplizierte, herzliche Runde.

 


Am Naturresort Tannenhof begann am Pfingstsonntag die traditionelle Pfingstschleppjagd unter der Jagdherrschaft von Daniela Wahl vor der Kulisse der Birkenhütte. Rund 40 Reiterinnen und Reiter bildeten das Feld. Etwa 120 Zuschauer begleiteten das Geschehen und wurden traditionell mit Planwagen zu den schönsten Punkten entlang der Strecke gebracht. Das Sommerwetter zeigte sich von seiner besten Seite. Beim Stelldichein lag Vorfreude in der Luft, verbunden mit der Konzentration, die ein Jagdtag verlangt.



Dann ging es zur Jagd. Die Hunde liefen spurtreu, die Arbeit im Pack war ruhig und

verlässlich. Die Jagdhornbläser der Rheinlandmeute waren auch am Sonntag während der

Schleppen immer wieder im Wald zu hören und gaben dem Jagdtag seinen würdigen

Rahmen. Im Feld herrschte eine gute Mischung aus Aufmerksamkeit und Freude am Reiten. Sieben Schleppen wurden ohne Zwischenfälle geritten. Alle kamen sicher am Halali

Sprung an.


Beim Halali wurden die Hunde mit dem verdienten Curée belohnt. Danach wurden die Pferde und Hunde verladen und die letzte Anspannung fiel ab. Was blieb, ist dieses stille

Einverständnis, das man nach einem gelungenen Jagdtag teilt.


Beim rustikalen Abendbuffet wurde erzählt, gelacht und der Jagdtag noch einmal in allen Einzelheiten besprochen. Später bei der After Hunt Party wurde getanzt bis in die Nacht.

Ein Gast, der den Sonntag miterlebt hat, brachte es sehr treffend auf den Punkt: „Sichtbar

wurde nicht nur eine traditionsreiche Veranstaltung, sondern echte sportliche Leistung. Das

Vertrauen zwischen Reiter und Pferd, die konzentrierte Arbeit der Hunde auf der Fährte und

die Verbundenheit mit der Natur standen dabei im Mittelpunkt. Ebenso wurde der

ehrenamtliche Einsatz hervorgehoben, ohne den all das nicht möglich wäre,“ fasste Claudia

Altwasser, die Vizepräsidentin des Landessportbund Rheinland e.V. ihre Eindrücke zusammen.

Text: Kim Dippe und Bilder: Timo Haas

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