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"Land unter" am Kennel des RWS

Dieser 26. Dezember 2023 war nicht wirklich ein Feiertag beim Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein. Wegen Hochwasser der Lippe mussten die Hunde aus dem Kennel evakuiert werden.




Am Morgen des zweiten Weihnachtstages wurde noch gesattelt zur traditionellen Jagd am Boxing Day. „Aber auch nur eine Schleppe im Wald, auf den Wiesen war schon Land unter “ – und am Nachmittag holte Huntsman Heiko Burchard den Radlader, um die Hounds auf trockenen Boden zu holen. Der Hunde-Anhänger wurde zweistöckig beladen und eine Fuhre reichte. Das Futter war schon vorher geholt worden. Burchard: „Ich ahnte ja schon, dass da was kommen würde.“ Jetzt ist der Strom abgestellt, alle beweglichen Sachen sind entweder vertäut oder entfernt – und Master Christian Coenen hat ständig ein Auge auf dem Wetterkanal online im Internet, der den Pegelstand der Lippe anzeigt. „In Haltern ist es schon waagerecht,  aber Schermbeck steigt noch.“



Die Hunde sind jetzt provisorisch untergebracht in den Pferdeboxen an der Scheune, wo sonst die Gasthunde der Junghundeschau eingestallt werden. Sie bekommen reichlich Auslauf, werden zwei Mal täglich rausgelassen, dürfen am Wasser spielen und werden gearbeitet, damit sie sich in den ungewohnt engeren Verhältnissen nicht auf die Nerven gehen.




1,70 Meter zeigt der Meßstab an der Brücke auf dem Weg zum Kennel. „Da geht jetzt auch mit dem Radlader nichts mehr“, so Burchard, der inzwischen auf ein Boot umsteigen muss, wenn er im Kennel nach dem Rechten schauen will und seine Hühner zu füttern hat. Das Federvieh hat die Pritschen der Hounds erobert und beobachtet argwöhnisch, was da jetzt wohl noch kommen mag.   

Die Evakuierung ist keine Premiere beim RWS. „Im Winter 2002/2003 hatten wir das schon mal. Da hatte ich gerade hier abgefangen“, erinnert sich Heiko Burchard. Und er weiß auch noch, dass danach Frost einsetzte und man auf den Wiesen hätte Schlittschuh laufen können. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus. „Nur ein paar Hindernisse sind jetzt wohl wandern gegangen.“




Text: PS und Bilder: Heiko Burchard

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