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Jubiläumsfest mit drei Meuten

Das war ein Fest! Zu ihrem 25jährigen Bestehen hatten die „Jagdreiter Fulda“ drei Meuten eingeladen und über 70 Reiter und Pferde gingen hinter 60 Hunden auf die Schleppen rund um das Jagdschloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda.



Die drei Master waren als Trio unterwegs, nachdem die Hunde zusammengeführt waren. Brigitte Roggendorf führte die Foxhounds der Taunusmeute und Uwe Hochbrückner und Sandra Voth hatten das Kommando über die Beagles vom Vogelsberg und aus Franken. Wie schon in den vergangenen Jahren war das Event Hessens größte Schleppjagd-Veranstaltung, stilvoll umrahmt von den Bläser-Signalen der Rallye Rheingau.



Vor der Jagd wurde im Schloss ein großes Frühstück serviert, bevor Gäste und Zuschauer das Stelldichein der Reiter zu Pferd im Ehrenhof verfolgten. Durch den Schlossgarten führte der Weg dann auf die gut 20 Kilometer lange Jagdstrecke mit 15 Hindernissen, darunter ein Graben und das für die Fasanerie-Jagd typische Schafsgatter.


Geritten wurde in drei Feldern über Pilgerzell durch die Dirloser Aue bis Dietershausen zum Stopp bei Voglers in Dassen. Über Melters führte die Strecke zurück zum Halali und Bügeltrunk am Eichenzeller Türmchen. Rundherum erschallten die Hörnerfanfaren der Ralley Rheingau. Zum Jubiläum kamen neue zertifizierte Jagdhindernisse wie Schweinerücken, Bürsten, Futterraufen und Fässersprung zum Einsatz, die gut angenommen wurden. Durch die Innenhöfe des Schlosses ging es zurück zum Ehrenhof, wo die Jagdgesellschaft mit Hörnerklang und einem lodernden Halalifeuer empfangen wurde. Der Jagdherr dankte allen Beteiligten, insbesondere den Landwirten und der Hessischen Hausstiftung. Die 60 Hunde wurden mit dem Curée belohnt.

Nach dem Schüsseltreiben auf der Schlossterrasse bei herrlichem Wetter wurde von Dr. Michael Weiler der Rote Rock an verdiente Jagdreiter verliehen: Christopher Wehner und Ramona Wies.

Am Abend gab es die Jubiläumsveranstaltung im Schlossrestaurant „Fasanerie“ und mit der Band „Gute Nacht Marie“. Nach dem Essen und dem traditionellen „Jagdgericht“ wurde ausgelassen getanzt und gefeiert.



Der Verein zählt heute über 100 aktive Mitglieder, und ein Viertel davon sind junge Reiter unter 25 Jahren. „Darauf sind wir stolz“, betonte Sandra Walter, die den Verein inzwischen als Vorsitzende führt. Dieser Erfolg gerade bei den jungen Reitern kommt nicht von ungefähr, denn der Verein bietet Unterricht in Dressur und Springen und legt besonderen Wert auf das gemeinsame Reiten im Gelände. So wurde vor der Jubiläumsjagd wieder ein Lehrgang zur Vorbereitung angeboten, bei dem auch das Jagdreiterabzeichen Klasse I erworben werden konnte. Alle haben mit Bravour bestanden, nachdem von Dienstag bis Freitag nachmittags geritten worden war. Nach den geselligen Abendessen war Theorie vermittelt worden, jeweils unter Leitung der beiden Ausbilder Jürgen Weber, auch Sportwart des Vereins, und Erik Schlaudraff. Schon während des Lehrgangs wurden einzelne Schleppen gemeinsam geritten.


Im Sommer jeweils donnerstags wird auf einem gepachteten Reitplatz in Bimbach Unterricht angeboten – für jegliches Niveau. Im Verein gibt es vier Ausbilder, die unterschiedlichste Lehrgänge gestalten, und in Bimbach wird auch jedes Jahr der Jagdreiter Cup für Geländereiter ausgerichtet.



Zum Jubiläum waren die teils auch selbst noch um Sattel aktiven Gründungsmitglieder des ersten Vorstandes, Klaus Becker, Reinhold Schulz und Hubertus Birkenbach als Schirmherren dabei und wurden als Ehrenmitglieder geehrt. Dass der Verein der Jagdreiter Fulda tatsächlich generationsübergreifend wirkt zeigt auch schon die Liste des aktuellen Vorstandes. Da steht neben Sabine Walter schon ihre Tochter Laura als Kassenwartin. Die beiden reiten auch gemeinsam und Laura macht bei der Hundearbeit mit.


Text: Sabine Walter/PS und Fotos: Peter Jäger/www.givemeasmile.de


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