Fit für die Saison mit den Bayern
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Bereits zum 37. Mal richtete der Schleppjagdverein von Bayern Anfang August das jährliche Schleppjagdtraining am Meutestandort in Gundelsdorf aus: Trainingstage für Schleppjagdbegeisterte und die, die es werden wollen – und eine Mammutaufgabe für Toni Wiedemann und sein Team.

In vier Kursen wurde an insgesamt 18 Tagen 30 Mal geritten, zahlreiche Runden mit dem Auto im Gelände gedreht, um passende Strecken, schöne Stoppelfelder und gemähte Wiesen für den nächsten Ritt zu finden. Für die Springeinheiten wurden im weitläufigen Gelände insgesamt 39 Hindernisse vorbereitet und jagdlich dekoriert und für die Einheiten mit den Hunden täglich zahlreiche Wasserstellen auf der ausgewählten Strecke aufgebaut. In einem Stallzelt standen 32 Boxen mit Vollpension für die Pferde der Teilnehmer zur Verfügung. Über eigens verlegte Feuerwehrschläuche wurden Waschplätze mit Wasser versorgt.

Jeder Kurs startet mit einem Sichtungsritt und endet mit einer Abschlussjagd, dazwischen wird morgens in kleineren Gruppen gesprungen, dem Können von Pferd und Reiter entsprechend aufgeteilt und angepasst. Abends wird mit den Hunden geritten, zunächst nur im Appell, dann mit Schleppen, die sich im Schwierigkeitsgrad täglich steigern. Dazwischen wird mit den Junghunden spazieren gegangen und bei Kaffee und Kuchen die Theorie rund um das Jagdreiten vermittelt. Natürlich kommt an den Tagen auch die Geselligkeit nicht zu kurz, ob beim gemeinsamen Mittag- und Abendessen oder in der Mittagspause am nahegelegenen Mandlachsee.

Die Ritte wurden den mehr als sommerlichen Temperaturen natürlich angepasst, aber Pferde, Hunde und Reiter hatten sich schnell daran gewöhnt und dank ausreichender Erfrischungsmöglichkeiten und Pausen zum Regenerieren, konnten alle Einheiten ohne Probleme und voller Motivation absolviert werden.

Die Teilnehmer, die aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Australien für das Schleppjagdtraining nach Bayern gereist waren, setzten sich wie immer bunt zusammen, erfahrene Jagdreiter mischten sich hier mit Neulingen, die aus völlig anderen Sparten der Reiterei kommen. Aber genau das macht das Jagdreiten aus, egal aus welcher Reitart man kommt und auf welcher Pferderasse man sitzt, beim Jagdreiten ist jeder willkommen. Die „alten" Hasen unterstützen die Neuen, die routinierten Pferde strahlen Ruhe auf die unerfahrenen oder jungen Pferde aus, jeder steht mit Rat und Tat zur Seite und anschließend lässt man den Ritt bei einem Glas Sekt gemeinsam Revue passieren.

Dieses schöne Miteinander und die tollen Erlebnisse hinter den Hunden verbinden und sind für viele Einsteiger eine neue und unvergessliche Erfahrung. So konnte der SvB zwölf neue Mitglieder im Laufe der Trainingstage willkommen heißen.

Am Ende des Kurses sind alle gut für die anstehende Herbstsaison vorbereitet, freuten sich über die erreichten Fortschritte und nehmen neue Trainingsansätze mit nach Hause. Viele haben alte Freunde wiedergetroffen und neue Kontakte geknüpft. Und eins ist gewiss: alle zählen die Tage bis es am 5. September endlich heißt, „die Saison ist eröffnet“.

Text: Kathrin Haselbauer und Bilder: privat



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