Begegnung beim Markt-Shopping
Der 1. November ist gewesen – jetzt wird es Zeit für die ersten Sondierungen zum Thema Weihnachtsgeschenke. Eine gute Gelegenheit dafür war bereits der Herbstmarkt bei der Schleppjagd in Neuhaus im Solling, themenbezogen organisiert vom Tourismusbüro der Stadt Holzminden.

Getragene Hufeisen bringen Glück, weiß Frank Quade aus Höxter-Lüchtringen, der mit seinem Stand „Design mit Herz“ zum ersten Mal im Neuhaus vertreten war. Sehenswert sind seine Weihnachtsbäume - ganz groß oder auch ganz klein - geschweißt aus den eisernen Halbmonden und verziert mit Kugeln in einer Farbe nach Wahl. Da kann das Fest ja nur glücklich verlaufen.
Große Aufmerksamkeit fand auch Dagmar von Fürstenberg mit ihren Gemälden und den daraus vervielfältigten Drucken. Nicht weniger als 2500 Motive hat sie inzwischen anzubieten. Und seltsamerweise haben die Käufer jedes Jahr andere Favoriten – aber dann setzen die sich auch zeitgleich auf den anderen Märkten durch. In diesem Jahr sind offenbar Islandponies „en vogue“.

Die Malerin, die die Jagdreiterszene über Jahre mit ihren wunderbaren Fotografien erfreut hat, findet inzwischen kaum noch Zeit für die Begleitung einer Schleppjagd mit der Kamera – die neue mit dem spiegellosen Objektiv wird in erster Linie für Naturbeobachtungen genutzt. Die Verkäufe auf den saisonal unterschiedlichen Märkten nehmen immer mehr ihrer Aufmerksamkeit in Anspruch. Aber ihr Herz schlägt weiter für die Schleppjagd und besonders die Foxhounds. Kein Wunder, hat sie doch eine Hündin aus dem Kennel in Dorfmark bei sich zu Hause auf dem Sofa. „Kimi“ war nicht für die Schleppjagd zu begeistern, sehr scheu und leicht zu verschrecken. Deshalb wurde sie im Alter von zwei Jahren in Privathand bei Dagmar abgegeben und die beiden kommen prima zurecht. Inzwischen hat sich Kimi, mittlerweile zehn Jahre alt, auch an die Marktbesuche gewöhnt. Sie reist dazu mit ihrem eigenen Korb und zieht sich – das ist wörtlich zu nehmen! - ihre Decke über den Kopf, wenn ihr der Rummel zu viel wird. Den Aufmarsch beim Stelldichein hat sie zwar mit ihrem Frauchen beobachtet, aber sichtlich indigniert den Kontakt zu ihren jagenden ehemaligen Kennelgenossen abgelehnt. „Bei mir hat sie keinerlei Angst mehr und ich würde immer wieder einen Foxhound übernehmen“, ist die Künstlerin überzeugt.
Text und Bilder: Petra Schlemm



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