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Eventing meets Hunting

Familientreffen der „ungleichen Schwestern“: Zum Auftakt der Trainingssaison waren  Buschreiter zu Gast bei den Jagdreitern des Rheinisch-Westfälischen-Schleppjagdverein. Einzeln auf kniffeligen Linien unterwegs oder in der Gruppe hinter Hunden – beides ist „Buschreiten“ und doch ganz anders.



Im vorigen Jahr waren zunächst als Test Mitglieder der deutschen Vielseitigkeitskader nach Schwarzenstein eingeladen worden, und nachdem das ein positives Echo fand, wiederholte der RWS zum Auftakt der Buschsaison diese Einladung.  

Das Team um Roland Harting und Justus Schmitt-Sasse, die im RWS für den Sport zuständig sind, hatten sich einiges einfallen lassen und es war mit der Vorbereitung frühzeitig begonnen worden. So wurden Geländehindernisse aus der Landes-Reit- und Fahrschule Langenfeld geholt, die dem RWS leihweise zur Verfügung gestellt wurden. Hieraus „baute“ Konstantin Harting einige interessante Linien, die technisch schon anspruchsvoll waren.




Trotz des wochenlangen Regens war die Halali-Wiese in sehr gutem Zustand, so dass die Reiter die angebotenen Sprünge auch ohne Probleme nutzen konnten.

Insgesamt hatten sich 43 VS-Reiter und noch mehrere Teilnehmer für die Hundearbeit angemeldet. Daher wurde bereits morgens um 9 Uhr begonnen. Innerhalb von jeweils 30 Minuten konnten drei Reiter mit ihren Trainern alles nutzen. Wer keinen eigenen Trainer mitgebracht hatte, konnte sich von Roland Harting oder Frank Maasberg anleiten lassen. Eröffnet wurde der Tag von Caro Hofrichter, die mit drei Pferden anreiste und der in großer Anzahl gekommenen Zuschauer stilistisch schöne Ritte zeigte.

Nach drei Durchgängen wurde umgestellt auf Hundearbeit. Es wurde die Meute vorgestellt und es schlossen sich zahlreiche Interessierte an, so dass das Feld mit knapp 40 Reitern schon sehr ansehnlich war.




Während des gemeinsamen Mittagessens ruhte das Training und alle Reiter, Gäste und Vereinsmitglieder konnten sich im Haus Schwarzenstein stärken und gute und interessante Gespräche führen und davei ihren Sport auch mal „von der anderen Seite“ kennenlernen. Gerade diese Pause und die Zeit für Gespräche ließen ein familiäres Gefühl aufkommen.



Nach der Mittagspause ging das Training mit Sonnenschein und guter Laune weiter. Bühne frei für Ingrid Klimke, die als Vereinsmitglied beim RWS ein Heimspiel hat und mit ihrer Tochter Greta Busacker insgesamt fünf Pferde arbeitete. Die beiden zeigten den Zuschauern, dass Kunst von Können kommt. Ingrids gar nicht mehr so kleine „kleine Tochter“, Philippa hatte ihren Auftritt schon in der Equipage an den Hunden gehabt.

Die Sportsoldatin Libussa Lübbeke hatte ihr Spitzenpferd Caramia mitgebracht. Die von ihrer Familie selbstgezogene Stute soll behutsam auf die neue Saison vorbereitet werden nachdem sie im vorigen Jahr in Aachen und auch in Blenheim Palace mit überzeugenden Leistungen aufgefallen.

 



Für die Zuschauer war auch bestens gesorgt: Auf der Ladefläche des RWS-Pick-Up wurde Pimm’s für die gute Laune und Glühwein gegen die Kälte bereitgehalten.




Stolz kann der RWS auch auf seine anderen, eigenen Buschreiter sein. Ingrid Klimke und auch Konstantin Harting, Team-Bronze Gewinner bei den Ländlichen Vielseitigkeitsreitern sind bekannte Aktive, aber Clara Prinz und die Schwestern Anna und Sofia von Ameln zeigten ebenfalls stilistisch tolle Ritte. Auch sie nutzen das Angebot, um sich auf die Saison vorzubereiten.


Am Ende waren alle zufrieden und glücklich und ganz schnell fiel die Entscheidung für eine Wiederholung im kommenden Jahr.


So lange muss aber gar nicht gewartet werden, denn der RWS geht jetzt auch offiziell unter die Turnierveranstalter. Seit Jahrzehnten richtet der RWS am 1. Mai seinen legendären „Geländeritt“ aus. Diese Veranstaltung war bisher nur Mitgliedern und Freunden vorbehalten. In diesem Jahr soll das anders werden. Auf Anregung von Roland Harting, Equipechef der erfolgreichen Ländlichen Vielseitigkeitsreiter, werden jetzt neben dem üblichen Programm auch zwei offene Geländepferdeprüfungen angeboten, die sogar als Qualifikation für das Bundeschampionat der 5- und 6-jährigen Buschpferde in Warendorf anerkannt sind. Als Parcoursbauer legt der Fünf-Sterne-Reiter Jérome Robiné die Streckenführung fest. Und der war mit seinem Iren Black Ice immerhin 7. bei der Europameisterschaft 2023 in Frankreich. Abgerundet wird das Angebot für den Nachwuchs mit einer Geländeführzügelklasse.

Text: Detlef Koshorst und Bilder: Amelie Luthardt und Friedbert Stemann

 

 

 

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