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Die Hunde

Die verschiedenen Rassen

Dreizehn der Mitgliedsmeuten im Deutschen Reiter- und Fahrerverband führen Foxhounds, viert reiten hinter Beagles, eine hinter Harriern und eine hinter französischen Tricolores. Außerdem gibt es in Deutschland eine Meute aus Bloodhounds. Jede dieser Rassen hat typische Eigenheiten, auf die kenntnisreich einzugehen ist. Sie alle gehören zu den 59 Rassen, die der Jagdgebrauchshundeverband zusammenschließt, und sie finden in den Meute-Kennels ein natürliches Umfeld, das dem ursprünglichen Rudel sehr nahe kommt.


Jährliche Junghundschau

Vorstellung auf der Junghundschau ist die Voraussetzung für eine Eintragung im Deutschen Jagdgebrauchshund-Stammbuch. Seit 1979 sind die Daten aller Meutehunde im Stammbuch einzusehen, sofern der betreffende Hund über die Junghundschau registriert wurde. Jeweils am ersten Samstag im Juli treffen sich die Meutehalter dazu auf Haus Schwarzenstein in Hünxe bei Wesel, Heimat des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins. Gezeigt werden vor einem internationalen Richtergremium die Junghunde, die in der kommenden Saison in die Meute eingestellt werden sollen und ältere Jahrgänge, zumeist Ankäufe, die noch nicht als Jagdgebrauchshund berichtet wurden. In einer dritten Klasse werden Champions und Reservesieger aus der Zuchtprüfung des Vorjahres gezeigt, sowie Hunde, die überzeugend durch eine positive Entwicklung einen höheren Formwert erreicht haben. In der Koppelklasse schließlich werden jeweils zwei Rüden und Hündinnen aus der Jagdmeute paarweise vorgestellt. Gerade diese Klasse ist weit mehr als eine Kürübung, denn je gleichmäßiger die Linien-Zucht einer Meute, desto leichter fällt die Zusammenstellung einer wirklich harmonisch zusammenpassenden Koppel. Der Formwert eines Hundes setzt sich zusammen aus dem Gebäude des Hundes und seinem Charakter, auf den aus dem Verhalten im Ring geschlossen wird. Nicht überprüft wird hier die praktische Leistung auf der Jagd, die zusammen mit dem Formwert den Zuchtwert des Meutehundes ausmachen.

Ausbildungsarbeit

Eine spurtreu jagende Meute ist ein Kunstwerk, das nur geschaffen werden kann über konsequente züchterische Auswahl, optimale Haltung und Fütterung und systematisches Training, damit die Hunde im sicheren Appell von Huntsman, Master und Equipage stehen und konditionell in der Lage sind, lange Strecken zu galoppieren. All das zeigt sich an einem Jagdtag. Aber gearbeitet werden muss daran mit Konsequenz und viel Zeit das ganze Jahr über. Wer sich mit einem Jagdhund beschäftigt oder auch nur mit seinem „ganz normalen“ vierbeinigen Hausgenossen, der wird ermessen können, dass das Engagement der Beteiligten weit über das Maß eines normalen „Hobby“ hinausgeht. Ein guter Meutehund ist gehorsam, und so gehorsam wie der einzelne Hund ist die ganze Meute. Angesichts heutiger Forderungen nach Leinenzwang und solcher Reizthemen wie der Kampfhundeverordnung hat die Betriebssicherheit einer Meute unbedingte Priorität. Wild- und Fremdhundesauberkeit sind oberste Anforderungen an einen Schleppjagdhund.

In regelmäßigen Abständen stellen sich die Meuten einer Gebrauchsprüfung, bei der die jungen Hunde aus zwei bis drei Jahrgängen ihre sichere Führung unter Beweis stellen müssen.

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