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Nur zu unserem Vergnügen

Lesen Sie auch den wöchentlichen „Blog“ der St.Georg-Herausgeberin Gabriele Pochhammer? Sollten Sie unbedingt. Erscheint immer dienstags auf www.st-georg.de. In dieser Woche berichtet sie über den Start der Springreiter EM in Mailand und die vielen Championate, die in diesem Sommer für alle Disziplinen und Altergruppen angestanden haben bzw noch bevorstehen.


Bemerkenswert ist der letzte Absatz ihres Textes. Da schreibt sie folgendermaßen:

„Nur zu meinem Vergnügen“ heißt ein Buch, das einst Waldmar Seunig, einer der großen Autoren der Reitkunst des 20. Jahrhunderts, verfasst hat. Nur zum Vergnügen reiten ist vielleicht der wahre Luxus im Sattel. Und der findet sich natürlich nicht nur im Wettkampf. Wie das auch aussehen kann, erlebte ich am vergangenen Samstag als Zuschauer bei einer Jagd rund um Schloss Bredeneek hinter der Böhmer Harrier-Meute, organisiert vom Reiterverein Preetz mit Hendrik von Paepcke und Jacob Hayessen an der Spitze, letzterer als Aufbauer der Jagdstrecke, Hornbläser und Master aktiv.

Er saß auf Hankey, der inzwischen 19-jährigen irischen Scheckenstute, die erst mir so viel Freude gemacht hat, bis ich sie an Familie Hayessen gab. 2022 gewann Justina mit ihr noch eine A-Vielseitigkeit. In diesem Jahr wurde Justina mit dem Ibisco xx-Sohn I follow Neunte bei den deutschen Jugendmeisterschaften, Hankey hat gewissermaßen geholfen, sie auf den Weg zu bringen. Jetzt genießt sie ihren aktiven Ruhestand, sieht blendend aus, die Beine glasklar. Sie flog am Samstag an der Spitze des Feldes über die Jagdhindernisse, als sei sie zehn Jahre jünger, eifrig repetierend, die Ohren gespitzt und offenbar mit jeder Menge Spaß. Auch das ist ein Sport mit seinen Herausforderungen, ohne Sieger und Verlierer, statt Schleifen einen schönen Eichenbruch. Nur zum Vergnügen von Reitern und Pferden.“


Freuen wir uns doch, dass wir uns diesen Luxus des „nur zu unserem Vergnügen“ leisten können und dürfen!

Und für die Jüngeren unter unseren Lesern auf Schleppjagd24: Die Familie Hayessen ist sehr vertraut mit dem Thema Jagdreiten. Sie war lange Zeit mit der 1964 gegründeten Hessen-Meute verbunden, die jetzt leider nicht mehr existiert. Die Reiter der Familie sind jetzt vornehmlich im Vielseitigkeitssport unterwegs.

Text: Petra Schlemm und Bilder: Archiv S24

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