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Lulu mit Lucinda in Luhmühlen

Sie war wieder der heimliche Star in Luhmühlen: Vor 40 Jahren ist Lucinda Prior-Palmer in der Heide Weltmeisterin geworden und hat seither insgesamt vier Mal Gold und zwei Mal Silber von dort mit nach England genommen. Dort hat sie sechs Mal (!) Badminton gewonnen (mit sechs verschiedenen Pferden!) – die Lady weiß, wie vielseitiges Reiten geht und hat das wieder einmal wunderbar vermittelt in zwei Lehrstunden auf dem Platz – auch mit Musterschülern aus dem Jagdfeld.

Katharina Luise „Lulu“ Steinkraus (Hanstedt) hat sich nach ihrer Zeit als Joint Master beim Hamburger Schleppjagdverein wieder auf ihre alte Stärke als Vielseitigkeitsreiterin besonnen (Europa-Mannschaftssilber als Juniorin und Junge Reiterin) und funktioniert ein Springpferd aus der Zucht von Karl Rabeler (Sudermühlen) für die Vielseitigkeit um. Der achtjährige Braune tat sich zunächst schwer aber nach der Einweisung durch Lucinda Prior-Palmer scheint ihr Vorhaben doch aussichtsreich zu sein. Die Sache mit den schmalen, ungewöhnlichen Hindernissen und dem Schräganreiten hat er jedenfalls recht schnell verinnerlicht. Genauso wie das Geradebleiben nach dem Hindernis mit dem Zurückkommen im Tempo. Auch Felicia von Baath (Putensen), die schon Drei-Sterne-Erfahrung hat, wußte die Tipps der Grande Dame des Eventing mit ihrer talentierten Fuchsstute gut umzusetzen.

Lucinda fasst ihre Anforderungen an einen Eventer „mit den drei F“ zusammen. Ihre F’s sind Fokus – d.h. dem Pferd helfen, das Hindernis bzw. die damit verbundene Aufgabe zu verstehen, Footwork – das heißt gute Beinarbeit des Pferdes vor dem Sprung, und nicht zuletzt Fun - Pferd und Reiter sollen Spaß haben bei der ganzen Sache. Beim „Fokus“ stehen dem Reiter sieben Hilfen zur Verfügung. Lucinda: „Zwei Augen, zwei Beine, zwei Hände und das Gewicht.“ Wenn das alles richtig und abgestimmt eingesetzt wird, dann braucht es tatsächlich nicht mehr, wie auf dem Turnierplatz von Luhmühlen eindrucksvoll zu sehen war. Die Zuschauer blieben jedenfalls gebannt in ihren Sitzen auf der Tribüne und verfolgten die Demonstration der beiden Reiterinnen, die mit ihren Noch-nicht-Gelände-Profipferden riesige Fortschritte schon in kurzer Zeit zeigten. Kunst kommt eben tatsächlich von Können.

Bilder: Thomas Ix

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