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Negenborn war das neue Brelingen

Mit Hygienekonzept und immer einer Pferdelänge Abstand hielten die Jagdreiter an Tradition der Schleppjagd in der Wedemark fest. Es war die allerletzte Gelegenheit vor dem neuerlichen „Lock Down“, und sehr viele Reiter haben sich die nicht entgehen lassen. Fünfzig Gäste und dazu die Equipage der Niedersachsenmeute sind in der Wedemark geritten, in Brelingen/Negenborn, auf einer ganz neuen Strecke, deren Organisation einen bedeutenden Kraftakt forderte. Die deutlichen Einschränkungen durch das Corona-Virus fielen vor diesem Hintergrund (fast) nicht mehr ins Gewicht.

Ohne Zuschauer fand die Schleppjagd nicht wie gewohnt am Vereinsgelände des Reitvereins Brelinger Berg statt, sondern führte durch völlig neues Terrain der malerischen Wedemark. In Absprache mit dem Vorsitzenden des RV Brelinger Berg, Peter Moser, wurde die Schleppjagd von den Jagdreiterinnen und Jagdreitern Carolin und Heinrich Engehausen, Ralf Asche und Martin Börgel, in Regie des Reitvereins Niedernstöcken in dem Gebiet Brelingen/Negenborn durchgeführt. Stelldichein war auf dem Klosterberg bei Familie Meyer. In sieben Schleppen ging es über Wiesen, Felder, Sprünge und Gräben, vorbei am Hühnerberg, nach Ohlenbostel, Schadehop und Brelingen.


Corona bedingt musste leider der gesamte gesellige Teil der Schleppjagd abgesagt werden. Im Vordergrund standen das Reiten und Verfolgen der Hunde auf der gelegten Schleppe. Alle Teilnehmenden zeigten sich dankbar über die Möglichkeit, noch einmal in diesem Jahr  eine Schleppjagd reiten zu können. Die Umsetzung erforderte eine umfassende, kraftzehrende  Vorbereitung: So wurde in nur vier Wochen eine gänzlich neue und herausfordernde Strecke präpariert. Rund zwanzig Landeigentümer wurden kontaktiert und um Erlaubnis zum Überreiten des Geländes gebeten – mit einer sehr positiven und unterstützenden Resonanz, teilweise wurde  aktiv an den Sprüngen mitgebaut. In der Vorbereitung war sehr deutlich das Bewusstsein und der Stolz  zu spüren, um welch‘ schönen Fleck Erde es sich bei der Wedemark handelt. Als Dank überreichten die Jagdreiterinnen und Jagdreiter jedem Grundbesitzer ein Adventskalender des Lions Club Wedemark.
Gegen Mittag setzte sich die Jagdgesellschaft in Bewegung und folgte der von Carolin Engehausen und einem Pikör der Niedersachsenmeute gelegten Schleppe. Das springende Feld wurde vom Jagdherrn Martin Börgel geführt. Die Führung im nicht-springenden Feld übernahm Ralf Asche. Arzt, Tierarzt und Bläser wurden von Heinrich Engehausen und Carsten Meyer geführt. Nach sieben Schleppen mit sieben Sprüngen und acht Gräben und rund 17 zurückgelegten Kilometern kam die Jagdgesellschaft nach gut drei Stunden wieder am Klosterberg in Negenborn an.

Ebenfalls Corona bedingt gab es in diesem Jahr das Cureé und das abschließende Halali zu Pferd. Die Reiter beobachteten die Belohnung der Hunde mit Pansen vom Sattel aus. Trotz fehlender Geselligkeit ging ein schöner Sonntagnachmittag an der frischen Luft bei einem kontaktlosen Sport mit vielen zufriedenen Gesichtern und Dankbarkeit zu Ende. Alle Reiterinnen und Reiter zeigten Verständnis für die Einschränkungen und bedankten sich bei den Organisatorinnen und Organisatoren für diese erlebnisreiche Jagd in der idyllischen Wedemark.
Text und Bilder: Heinz Hollmann. Ganz viele Bilder gibt es bei Thomas Ix unter foto-ix.de