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Leute, pflanzt Blaubeerbüsche

Besondere Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Und C steht nicht nur für Corona sondern auch für viele gesunde Vitamine in Blau- oder Heidelbeeren. Deshalb gehen Böhmer Jagdreiter jetzt zu Gartengestaltung über.

In Corona-Zeiten wird unter Jagdreitern viel darüber geredet und geschrieben, dass Veranstaltungen ausfallen und Gelder fehlen, dass alle zusammenrücken sollen und Spenden für unseren Sport nötig sind - damit es auch nach der Krise weitergeht. „Auf den Plattformen wird zwar schon überlegt, wie die nächste Saison aussehen könnte, aber das hilft uns jetzt nicht, in diesem Moment. Und von der Umweltdiskussion hört man auch nichts mehr, all unsere Probleme sind irgendwie verlagert,“ beklagt Thorsten Möchmeyer als Master der Böhmer Harrier Meute.  
Damit die Jagdreiter auch in Zukunft eine Natur haben, in der Schleppjagden geritten werden können, ist den Besitzern des Gestüts Blaubeergrund aus Gandesbergen die Idee gekommen etwas für Natur und die Meute zu tun. Die jagdreitende Familie Broechkoff-Graver verkauft Blaubeerbüsche aus ihrer Plantage für Privatleute. Die Plantage in Gandesbergen hat einen Ruf im Norden, und Blaubeeren eignen sich für Gärten, als Terrassenbepflanzung und im Topf für den Balkon. Jede Gandesbergener Pflanze kostet 7,50 €, die ohne Abzug an die Böhmer Meute weitergeleitet werden. „Es ist vielleicht für viele eine merkwürdige Aktion, aber Sie tun zwei Mal etwas Gutes, einmal für die Umwelt und Ihren Gaumen und zum anderen für unseren Sport in Rot bzw. bei den Harriern in blau,“ redet Thorsten Mönchmeyer motivierten Gartengestaltern zu.  
Am 9. und 10. Mai wird die Böhmer Jugendequipage die Pflanzen ausbuddeln, verladen und  "kassieren für den guten Zweck". Erwünscht ist im Vorfeld eine Mail an info@harrier24.de mit der Bestellung der gewünschten Anzahl an Pflanzen, damit es an dem Wochenende reibungslos läuft und die Büsche frisch der Erde entnommen sind. In der Antwort auf die Mail gibt es eine genaue Wegbeschreibung zum Gestüt.
Text: BHM/PS und Foto: Sabine Sievers