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Erstes Cappenberger 2020-Meet: ein Heidefest

Das erste Meet im Jahr! Voller Vorfreude packen alle ihren Sachen und machen sich auf den Weg in die Heide nach Hermannsburg. Große Wiedersehensfreude schon am Freitag bei den eintreffenden Reitern und den Hunden. Die Hunde freuen sich besonders auf das Wochenende. Das Wintertraining war – bedingt durch das sehr nasse Wetter - meist zu Fuß absolviert worden und jetzt durften sie das erste Mal wieder mit den Pferden raus.
Das Pack hat sich Freitag beim Training schon von seiner besten Seite gezeigt: Guter Appell, spurtreu und laut jagend. Abends trifft man sich zum gemeinsamen Abendessen im Misselhorner Hof, wo die Tische b

Am Samstagmorgen die letzten Vorbereitungen für die Jagd: geschäftiges Treiben am Stall, Pferde putzen und satteln, umziehen und schon ist Stelldichein… ein Auto mit Pferdeanhänger nach dem anderen rollt auf den Parkplatz und viele Reiter tragen sich ins Jagdbuch ein. Zum Abritt werden über 60 Reiter gezählt. Der Jagdherr Dr. Harald Mayer freut sich, dass so viele gekommen sind und begrüßt Huntsman Bernd Funke mit der  Damenequipage und die Bläser der Rallye Trompes de la Bruyère. Die Felder werden eingeteilt und die erste Schleppe wird direkt angelegt. Die Hunde sind laut und schnell unterwegs und die Reiter folgen zivilisiert.


Die zweite Schleppe startet auf der Heide. Leider passiert beim Anlegen der Hunde ein Unfall, der – großes Glück! – im Nachhinein betrachtet doch glimpflich verläuft. Auf den nächsten Schleppen wird darum gebeten, auf das Springen der Hindernisse zu verzichten. Die Chargen werden umgruppiert und die Reiter setzen die Bitte gut um. Die Hunde laufen schön geschlossen und durch die vielen Pfützen können sie sich nach jeder Schleppe erfrischen. Nach der fünften Schleppe ist der Krankenwagen wieder verfügbar und es wird wieder gesprungen. Die Zuschauer haben leider den Anschluss verloren, somit fällt der Stopp aus, was der Stimmung aber keinen Abbruch tut.

Nach acht Schleppen donnert es durch die Heide „Halali, Halali“, die Hunde bekommen ihr verdientes Cureé und die Reiter den Bruch und eine kleine Stärkung. Zurück am Misselhorner Hof werden die Hunde und die Pferde versorgt.
Die Jagdkritik bei der Kaffeetafel hält Rolf Junge (Einbeck). Am Ende gibt er bekannt, dass dies seine „letzte Jagd“ im Sattel gewesen ist. 35 Jahre und wohl 1000 Jagden. Jetzt ist er 80 geworden. Alle Anwesenden erheben sich von den Stühlen und applaudierten minutenlang. Es ist einfach sehr bewegend! Wenn ein Jagdreiter, der so viele Jagden geritten ist, immer ein fairer Sportsmann war und unseren Sport über Jahrzehnte geprägt hat, so einen Schritt geht, kann man nur den Hut ziehen und dies würdigen. Auch die folgenden Reden schließen den Tag als sehr schön und wiederholungsbedürftig ab.
Am Abend verwöhnt das Team vom Misselhorner Hof um Familie Meyer die Gäste kulinarisch und danach wird bis in den frühen Morgenstunden getanzt. Es ist ein rundum perfektes Wochenende und die Wiederholung am letzten Februarwochenende 2021 ist vom Hotel und dem Jagdherrn Dr. Harald Mayer bereits bestätigt.
Text: Annika Deckena und Fotos: Sabine Schafft - mehr Bilder unter foto-schafft.de