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Reiten und feiern nach Emsländer Art

Siebzig Jahre sind kein Grund langsamer zu reiten. Das hat eindrucksvoll Jan Sievers bewiesen. Zügig voran hat er die Schleppe gelegt bei der Traditionsjagd der Cappenberger Meute in seinem Reiterverein Börger im Emsland. Sechzig Reiter aus nahezu allen Meuten Deutschlands sind ihm gefolgt. Ein Großteil von ihnen hatte sich schon warmgelaufen bei einem „kleinen Ausritt“ am Tag vorher.

Das war schon eine eigene Jagd gewesen. Da haben Sievers und sein Brauner mal gezeigt, was ihr Gelände zu bieten hat. An fünf von sieben Tagen in der Woche sind sie dort eine Stunde unterwegs. Und für die Gäste hat er noch mal extra aufgedreht und den Radius erweitert. „53 Leute waren wir und ich hatte höchstens mit 30 gerechnet“, war er Jubilar stolz und zufrieden.

Seit 30 Jahren fährt Jan Sievers „quer durch Deutschland“, um mit Freunden und Bekanten Jagd zu reiten – jetzt sind sie alle mal zu ihm gekommen und haben das Emsland von seiner gastfreien Seite kennengelernt. Sogar über die Grenze sind sie angereist, die Reiter aus Holland, mit denen er Freundschaft bei der Königlichen Meute Soestdijk pflegt. Die Soldaten, die sonst als Reservisten die Königin eskortieren, begleiteten Sievers bei seiner Jagd dazu in Uniform. Als Schleppbegleiter war Willibald Müller von der Ronneburg angereist. „Kleine 750 Kilometer“, rechnete der Master der Taunusmeute nach.



Die „Sieverschen Festwochen“ sind knackig zu Ende gegangen. Schon beim Auftakt eine Woche zuvor, zum echten Geburtstagsdatum mit Familie und Freunden, war es gut losgegangen. „Von 11 bis 10 – und das reichte dann auch.“ Am folgenden Wochenende standen dann die Reiter im Mittelpunkt, und wem nach dem Reiten noch der Sinn nach mehr stand, der saß im Werpeloher Hof und feierte schließlich noch beim „Jägerball“ weiter – an Gelegenheiten zur Zusammenkunft mangelt es im äußersten Westen Niedersachsens nie. Da ging es nach der Jagd im „Teehaus“ an der Reithalle vergleichsweise ruhig zu Ende. Und dem Jubilar zu Ehren haben die Cappenberger auch ihren Meuteruf verändert. Es heißt jetzt zum Abschluss „Jan da, Jan da.“


Text und Bilder: PS