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Goldene Ehrung für Harald Mayer

Mit der Ehrennadel in Gold des Pferdesportverbandes Rheinland ist Dr. Harald Mayer ausgezeichnet worden. Im Rahmen eines Fests zu seinem 65. Geburtstag überreichten Anja Caßardelli für den Verbandsvorsitzenden Friedrich Witte und Nina Gutzeit als Vorsitzende des Reitsportvereins Witzhelden Urkunde und Nadel an den jagdreitenden Agrarwissenschaftler aus Bayern, der in Leichlingen bei Leverkusen zu Hause ist.

Vergeben wurde die Auszeichnung für Mayers Verdienste um den Reitsport, den er lange als Vorsitzender des RSV Witzhelden gesteuert hat. Er engagiert sich im Verein Xenophon, der sich um „richtig Reiten reicht“ kümmert, und Vielseitigkeits- und Jagdreiter profitieren von seinem Gelände-Trainingsplatz mit mobilen und festen Naturhindernissen in Witzhelden. Als eingeschworener Fan des irischen Hunting-Profis organisiert er auch regelmäßig Kurse mit Aidan O’Connell am Brunnenhof in Ennepetal. Zehn Treffen haben die „O’Connellonians“ dort schon hinter sich.
Keine Junghundeschau der Deutschen Schleppjagdvereinigung, die Mayer nicht als Zuschauer kritisch beobachtet und keine Tagung der DSJV, wo er nicht dabei ist, oft angereist in einem seiner Oldtimer-Autos.

Mit fünf Jahren hat er schon ohne Sattel bei einem Onkel im Alten Land bei Stade auf dem Pferd  gesessen. In seinem weithin bekannten markanten hölzernen Pferdetransporter hängen und hingen Schabracken aus vielen Meuten Deutschlands. Aktuell ist er auch Mitglied beim Hamburger Schleppjagdverein. Seit 30 Jahren hat der Augsburger seine „Heimat“ im Schleppjagdverein von Bayern, den er auch bei seiner Geburtstagsfeier mit Spenden an Stelle von Geschenken begünstigte. Mit Toni Wiedemann, dem Master und Präsidenten des SvB, verbindet ihn seit 32 Jahren eine Freundschaft, die der eigens zum Fest angereiste Bayern-Master den Geburtstagsgästen näher schilderte: „Zum 40. Geburtstag bekam ich mehrere Dutzend Floh-Halsbänder.“ Später dann auch mal Entwurmungstabletten oder einige Tonnen Hundekuchen, die bei seinem langjährigen Arbeitgeber Bayer irrtümlich zuviel bestellt worden waren. „Da war das Jahr im Kennel gesichert.“, so Wiedemann. Den Meutehunden gehört Mayers Liebe - wenn sie auf der Schleppe laufen sowieso, aber auch wenn sie in seinem Wohnzimmer liegen, wo es immer einen warmen Platz für sie gibt. (Lesen Sie dazu hier). Im SvB hat er auch seine Frau Ulli kennengelernt, die dort zur Equipage gehörte und nach der Hochzeit 1992 mit ihm ins Rheinland ging. Heute kümmert sich die Fachtierärztin und Apothekerin um den Stall mit sieben Pferden, wenn ihr Mann entweder Jagd reitet oder in seinem zweiten beruflichen Durchstarten als Geschäftsführer eines japanischen Unternehmens gefordert ist.



Für einen stilvollen Auftritt im Jagdfeld bemüht der stimmgewaltige Sänger auch schon mal einen Kölner Theater-Gewandschneider, und beim Geburtstag hatten die Gäste das Vergnügen, die Rallye Trompes Val du Rhin zu erleben, die ihm die „Honneurs“ bliesen.

Viele Verdienste und Hobbys und Fachgebiete, die es hervorzugeben gälte - aber weitgehend unerwähnt und ungewürdigt geblieben ist (bisher!) Mayers Rolle als „größter lebender deutscher Hunting-Poet“. Das Gedicht „Jagd“ hat er geschrieben 1987, nach einer besonders schönen Jagd am Schloß Grünau, wo damals unter anderem auch noch im Jagdgalopp durch einen Schafstall gesprungen wurde. Das Gedicht wird oft ganz oder in Teilen zitiert bei Einladungen, Jagdkritiken oder „einfach nur so“ bei langen Abenden an einem Kaminfeuer, wenn Schleppjägerlatein gesponnen wird und Geschichten mit „ich hatte mal einen…“ anfangen. Jeder kennt das: „Hörnerklänge, Hundeläuten, Pferdewiehern, Peitschenknall, Herbstlaubknistern, Morgennebel, Frostwind zaust den Sonnenstrahl!….“
Text und Fotos: Petra Schlemm