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Rothsee-Sommerjagd um den Zwiefelhof

Das 30-jähriges Jubiläum des Rother Jagdclubs beschert den Jagdreitern ein Jahr der besonderen Veranstaltungen. So wurde kurzerhand nach der gelungenen Spargeljagd im Frühjahr noch eine Sommerschleppe ganz im Zeichen des „Raffaello-Feelings“ mit der Vogelsbergmeute organisiert. Ein Termin war schnell gefunden und so reisten die hessischen „Clowns“, wie begeisterte Fans die Vogelsberger Beagles liebevoll nennen, wieder einmal nach Franken zum Zwiefelhof der Familie Handschuck direkt am Rothsee.

Zum Stelldichein erschienen gut 40 Reiter und viele Zuschauer. Der Innenhof des Zwiefelhofs war perfekt geeignet zum Stelldichein, für das leibliche Wohl war dank der Clubköche und der vielen Helfer wie immer reichlich gesorgt und so begrüßten sich alte Bekannte und Newcomer in entspannter Atmosphäre. Wie üblich bei den Jagden in Roth waren Reiter unterschiedlichster „Herkunft“ vertreten: clubeigene Reiter wie auch Mitglieder der Franken-, Bayern- und natürlich der Vogelsbergmeute. Musikalisch wunderbar umrahmt von den „Reiterlichen Jagdhornbläsern Franken“ verging die Zeit bis zum Satteln fast ein bisschen zu schnell.


Auf der großen Rothseeweide begrüßten der Jagdherr Florian Kallert, Master Hansi Nimrichter und der Vorsitzende des RRK, Markus Kratzer noch einmal die Gäste. Ein dreifaches und kräftiges Horrido-Joho schallte durch den Innenhof, und schon ging es los Richtung erster Schleppe.


Eingerahmt zwischen der Feldführung von Markus Kratzer und den Pikören „Micky“ Gindert und Philipp Jakob, sowie Larissa Heumann und den Schlusspikören Bärbel und Manuel Tiefenthaler wurden  insgesamt sechs Schleppen und rund 12 Kilometer hinter den pfeilschnellen hessischen Beagles absolviert..


Jörg Meiler hatte nicht nur im Vorhinein die Strecke erarbeitet, er ritt auch die Schleppbegleitung und führte über tolle Wege auf und ab durch den Faberwald. Meiler und Markus Kratzer hatten bei der Vorbereitung wieder einmal keine Mühen gescheut. Die Wege waren bestens bereitbar, die Hindernisse fügten sich wunderbar ein.  So kurz vor der Hauptsaison stehen alle Beteiligten einer Jagd für gewöhnlich schon besser im Training als im Frühjahr, was sich deutlich an der Auswahl und Länge der Schleppen erkennen ließ. So ging es einmal mehr kreuz und quer durch den Wald über Stock und Stein, ganz wie die Beagles es mögen. Die Hunde waren wie immer schnell, spurtreu und laut. Lange und schnelle Galoppaden durch den schattigen Wald begleitet vom Geläut der Hunde und den Klängen der Jagdhörner war nach den ersten vier Schleppen der  Stopp erreicht.


Nach der Verschnaufpause formierte sich das Feld, um den Hunden auf den letzten beiden Schleppen Richtung Zwiefelhof der Handschucks zu folgen. Ein kleines Ass hatte Markus Kratzer noch im Ärmel: Da die Waldjagden hier in und um Roth „leider“ immer etwas mehr für die Reiter als für die Zuschauer sind, wurde am Ende auf einer der Weiden des Hofes noch eine Schauschleppe geritten.  So kamen Zuschauer und Fotografen doch noch auf ihre Kosten und den Reitern kann es eh nie lange genug gehen. Eine tolle Überraschung!
Zurück am Ausgangspunkt erhielten die Hunde ihr Currée und die Reiter ihre Brüche und Jagdknöpfe. Nach dem Versorgen der Hunde und Pferde traf man sich wieder im Hof, wo man sich in geselliger Runde noch einmal von den Gastgeber-Qualitäten der Franken überzeugen konnte. Wieder einmal waren sich alle Gäste sicher: in Roth schlägt das Herz für die Schleppjagd, und das ist bei jeder Veranstaltung zu spüren. Dies gepaart mit der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Veranstalter lässt jedes Event gelingen.


Und der Jubiläumsreigen geht weiter: Am 23. September 2018 geben sich die bayerischen Foxhounds des SvB wieder einmal die Ehre zur XXX. Großen Jubiläumsherbstjagd, die wie gewohnt am Reiterhof Roth-Kiliansdorf stattfindet.


Text:  Micky“ Gindert und Fotos: Doris Frank-Schneider und Karin Kunze