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Jagdveranstalter stimmen sich ab

Gut, dass wir drüber gesprochen haben…. Kommunikation funktioniert am besten, wenn alle Beteiligten genau wissen, was das Gegenüber genau meint. Deshalb lädt die Niedersachsenmeute alle zwei Jahre ihre Jagdveranstalter ein,  als Dankeschön und gleichzeitig als Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch über Themen, die beide Seiten angehen: die Meute und die Jagd-Ausrichter.

45 Veranstalter waren jetzt nach Dorfmark gekommen, zum „Anspargeln“ im Deutschen Haus und zu einer Aussprache über Theorie und Praxis einer Schleppjagd. Der Master Camill von Dungern begrüßte die Gäste und hob hervor, dass die Niedersachsenmeute stolz sein kann, ihren jetzt bald 800 Mitgliedern so viele unterschiedliche Jagden bieten zu können. „Jede Jagd hat ihren Charme und ist gut durchgeplant. Bunt und vielfältig, aber die Qualität muss immer stimmen“, gab er zu bedenken. Die Meute ist dabei flexibel und meldete nur zwei „kleine Wünsche“ an: ein separater Stellplatz für den Meutetransporter und Wasser für die Hunde nach jeder Schleppe.

Helmut Bäßmann aus Meitze und Martin Bergmann, Jagdleiter aus Dreilingen, gingen dann schon mehr ins Detail. Bäßmann referierte über Hindernisbau, Bergmann konzentrierte sich auf die Streckenführung und den Ablauf einer Jagd, bei der die Felder deutlich eingeteilt sind und auch die Zuschauer einbezogen werden. Festliche und sportliche Atmosphäre, aber keine Volksfest-Stimmung mit Gegröle auf den Schlepper-Anhängern, wurde gewünscht.  Die Verpflegung während einer Jagd darf durchaus „normal“ bleiben. „Brezeln oder Schmalzbrot genügt“, hieß es bescheiden. Besondere Betonung legten beide Referenten auf die geschickte Ausnutzung der natürlichen Gegebenheiten. Hindernisse und die Schleppe müssen in die Landschaft eingepasst sein, und wenn möglich soll man sogar erkennen können, welches imaginäre Wild gejagt wird. Reh oder Fuchs? Martin Bergmann empfahl außerdem,  nach einer Jagd mit einem Außenstehenden die Strecke noch einmal abzureiten, um Anregungen für mögliche Veränderungen für das nächste Jahr zu erkennen. Zu einem stimmigen Gesamtbild einer festlichen Jagd gehören auch die Bläser. Dazu empfahl Martin Bergmann, selbst aktiver Musiker, seinen Kollegen auch gelegentliche Zurückhaltung. „Beim Anlegen dürfen die Hunde nicht abgelenkt werden.“ Überhaupt, die Hunde. „Die Hunde stehen immer im Mittelpunkt“, hieß es abschließend, bevor alle aufbrachen zu einem Ausflug ins Gelände, wo einige besondere Hindernisse besprochen wurden. Der Ratschlag erfahrener Praktiker: „Voll und breit bauen, mit deutlicher Absprungstelle und ruhig einen Meter hoch. Denn: Denn: „Kleiner werden die Hindernisse im Laufe der Jahre von allein.“ 


Und was nützt die beste Veranstaltung, wenn keiner davon weiß? Britta Züngel als Pressesprecherin der Niedersachsenmeute gab zum Kaffee-Stopp am „Hundert-Meter-Hindernis“ Ratschläge für eine erfolgreiche Pressearbeit und gelungene Kontaktpflege mit Medienvertretern. Lars Kämpfer schließlich, Jagdherr in Langendorf und Allgemeinmediziner stellte den Notfallrucksack vor und die neue Rettungsliege, die von Dr. Mathias Röpcke gestiftet worden ist. Damit können Verletzte geborgen werden aus Bereichen, die für Autos unzugänglich sind.


Deutlich wurde bei der Veranstaltung wieder der Generationswechsel, Camill von Dungern und sein Schwager Egbert von Schultzendorff sind nun die Altmaster, die im Hintergrund repräsentieren, während die Jungen als Master auftraten. Die Veranstaltung wurde weitgehend getragen von Leonard und Casimir von Schultzendorff und Cosimo von Dungern.
Text: ps und Fotos: Niclas Kutzer