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Nicht besser oder schlechter sondern anders

„Wow, war das eine Jagd! Über achtzig Pferde aus unserem Club, aus Franken und Bayern mit der Equipage des SvB und viele, viele Zuschauer…im Grunde zu warm aber bei strahlendem Sonnenschein und trotz der vielen Reiter auf den vielen, langen Waldschleppen mit Hindernissen genug Sport ohne nennenswerte Zwischenfälle. Viele supernette, neue Kontakte – einfach nur Klasse! Wir haben uns über soviel Aufmerksamkeit und Reiter gefreut, jedoch war das sicher nicht unser Hauptziel. Gute Gastgeber wollen wir hier sein und das Gefühl geben, das es in Roth einfach passt! Es geht nicht um „besser oder schlechter“  sondern um „einfach mal anders,“ fasste Hausherr  Markus Kratzer  zusammen.

Mal ’was anderes machen. Das dachte sich der Rother Jagdclub und beschloss die Große Herbstjagd in Roth in diesem Jahr mit den Foxhounds des Schleppjagdvereins von Bayern zu erleben.

So trafen sich die Organisatoren des Rother Jagdtages mit den erfahrenen Hundeführern Sissi Veit-Wiedemann und Sabine Kreuter vom Schleppjagverein von Bayern zur Sichtung des Kurses bereits im Sommer. Dies führte im Vorfeld dazu, dass die bewährte, mit ihren Kurven auf Beagles zugeschnittene Strecke in vielen Teilen überdacht werden musste. Schleppen wurden zusammengelegt, die Streckenführung in Teilen komplett verändert und stellenweise in einigen  Waldbereichen neue Hindernisse platziert, um die durch die Kursänderungen weggefallenen Sprünge zu ersetzen. Auch wurde der letzte Lauf zur Sprungfolge bei  der Hoyweide, der bei den vielen Beaglejagden über eine Spitzkehre von unten links geritten wurde, jetzt Foxhound-gerecht von oben rechtsherum geritten. „Roth rechts herum“ und all die anderen Herausforderungen wurden von den Reiterhöflern voller Elan angepackt und gemeistert. Das schweißt den Verein erneut zusammen. Es war das Ziel, den Reitern auch in diesem Jahr wieder eine Schleppjagd auf gewohnt  gutem  Niveau zu bieten, neue Kontakte zu knüpfen und vor allem wieder ein guter Gastgeber zu sein.
Die vielen Arbeitsstunden wurden schließlich belohnt und es trafen sich auch diesmal wieder gut 80 Teilnehmer am Stelldichein wo neben all den altbekannten auch viele neue Gesichter zu sehen waren. Bei gewohnt hervorragender Verpflegung von Clubkoch Harald stimmten sich alle auf einen schönen Jagdtag bei optimalem Wetter ein.


Dann riefen schließlich die Hörner der Reiterlichen  Jagdhornbläser Nürnberg und  der clubeigenen Reiterlichen Jagdhornbläser Franken in die Sättel und es ging unter der erfahrenen Feldführung von Florian Kallert hinter den 36 Foxhounds des SVB auf die rund 19 km lange abwechslungsreiche Strecke. Diese führte auch dieses Mal über rund 20 ebenso einladende wie jagdgerechte Hindernisse zum befreundeten Reitstall Zwiefelhof der Familie Handschuck, wo die Jagdgesellschaft des Reiterhof Roth-Kilansdorf traditionell gerne gesehen und stets herzlich willkommen ist.


Nach kurzer Rast mit herrlichem Blick auf den Rothsee – „Panoramaschleppe“ hat das der SvB genannt - ging es dann wieder  zurück zum Jagdstall der Familie Kratzer, wo die Hounds des SvB  für ihre hervorragende Arbeit mit Pansen belohnt wurden.


Beim anschließenden  Schüsseltreiben fand man sich noch bei einem Teller Gulaschsuppe am Jagdstall ein. Viele Kontakte wurden mit dem Schleppjagdverein von Bayern mit ihren Foxhounds und den Rothern geknüpft und so manche Freundschaft wird sich hier wohl entwickeln. Geselliger Ausklang eines durchwegs gelungenen und unfallfreien Jagdritts. Und die unverhofften Wespenstiche sind inzwischen auch wieder überstanden.


Text:  Jörg Meiler und Fotos: Doris Frank-Schneider