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JAGD

Foto: Eylers

Hörnerklänge, Hundeläuten, Pferdewiehern, Peitschenknall,
Herbstlaubknistern, Morgennebel, Frostwind zaust den Sonnenstrahl!

Fest gesattelt, aufgesessen, Stelldichein und Reitergruß!
Spürst Du’s auch? Das ist mein Leben, dass ich in den Sattel muss!

Aufgalopp zur ersten Schleppe, Hunde, Pferde fiebern los.
„Gute Jagd“, hallt’s durch die Reihen, dieser Jagdtag wird famos.

Über Stoppelfeld und Gräben, fester Sitz und weiche Hand.
„Sieh, mein treuer Galoppierer, vor uns liegt Jagdreiterland.“

Hunde weisen uns die Schleppe, Hörner klingen uns voran;
Über Tannen und durch Pferche, Wasser, Wiesen, dichten Tann.

Reh und Hirsch, die wir vergrämen; Hase, der die Blume zeigt;
Seid getrost, wir sind auf Hering; Diana selbst beschützt Euch heut’.

Schlussgalopp und Handschuhwinken; Halali und die Curée;
Waidmannsheil und Händedrücken; ein grüner Bruch steckt am Revers.

Manches Hindernis genommen; lange Meilen galoppiert.
War ich Dir ein guter Reiter oder hab’ ich Dich ruiniert?

Hörnerklänge, Hundeläuten, Pferdewiehern, Peitschenknall,
Herbstlaubknistern, Morgennebel. Jagdluft weht durch uns’ren Stall.
                        Harald Mayer