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Dreißig Jahre lang Jagdherr in Marbach

Dreißig Jahre – das ist eine lange Zeit! Seit drei Jahrzehnten ist Dr. Dieter Förschler Veranstalter der Herbstschleppjagd am Haupt- und Landgestüt Marbach. Auch am 10. Oktober, Samstag, laufen wieder die Grand Anglo Francais Hunde der Hardtmeute des Badischen Schleppjagdvereins auf seine Einladung hin.

Seit fünf Jahren begleitet der Jagdherr seine Veranstaltung nur noch als Zuschauer. Das ist erklärlich, denn er wird im Dezember 81 Jahre alt. Bisher vertrat ihn seine Tochter Thea aktiv im Jagdfeld, aber auch das fällt in diesem Jahr aus wegen Familienplanung.  
Gelegenheiten erkennen und blitzschnell ergreifen – das ist wichtig beim Jagdreiten. Dass Dr. Förschler das beherrscht, hat der langjährige Pikör der Hardtmeute bewiesen als bei ihm in seinem Reiterverein Herrenberg – in direkter Nachbarschaft zu Marbach – die Anfrage kam, ob man nicht zur Unterhaltung einiger reitender Forstmeister eine Schnitzeljagd veranstalten könnte. Die Grünröcke waren zu einem Reitlehrgang in Marbach zusammengekommen. Schnitzeljagd? Da wusste der engagierte Jagdreiter etwas Besseres. „Daraus entstand die Jagd in Marbach“, erinnert er sich heute, und über viele Jahre waren etliche reitende Forstmeister ein grün leuchtender Blickpunkt unter den Gästen seiner Jagd.  „Und einmal hatten wir sogar ein Jagdfeld ausschließlich mit Araber-Pferden. Das sah toll aus.“ Doof nur, dass der Landstallmeister, der doch etliche Araber auf seinem Gestüt hält, davon erst aus einer Araber-Zeitschrift erfahren hat, weil die Kommunikationskette irgendwie gerissen war. „Der war ziemlich sauer.“
Das ist aber nur eine Episode in der Geschichte geblieben. Drei Landstallmeister hat Dr. Dieter Förschler im Amt erlebt, die aktuelle Leiterin, Landoberstallmeister Dr. Astrid von Velsen-Zerweck ist oft im Sattel mit dabei. „Wir bemühen uns immer, die Strecken zu verändern“, sagt der Jagdherr. Die Hindernisse sind alle umreitbar. Stopp ist immer am See und Ausklang jeweils im urigen Gestütsgasthof. Und eines bleibt auch immer : Die Schleppe wird gelegt vom Leiter der Reitschule, jetzt Hauptsattelmeister Rolf Eberhardt.

Das weite Gelände von Marbach insgesamt ist die Sensation dieser Jagd, die ein Highlight ist im Kalender des Badischen Schleppjagdvereins, den Dr. Förschler über Jahrzehnte im Vorstand begleitet hat. „Wir wollen keine Konkurrenz zur Marbacher Vielseitigkeit. Bei uns steht der Gruppengalopp im Gelände im Vordergrund.“ Auf dem welligen Gelände sind die Hounds erstklassig zu beobachten. „Hundearbeit ist das Wichtigste“, sagt der Traditionsjagdherr noch heute.
Zur Einladung für den 10. Oktober geht es hier:
Mehr über Dr. Dieter Förschler hier:  
Text: PS und Bilder: Archiv S24