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Reinhard Krogmann 1940 - 2017

„Erinnert Euch an mich, aber nicht an die stillen Tage, sondern erinnert Euch an mich in der strahlenden Sonne, so wie ich war.“ Diesen Spruch haben die Angehörigen gewählt für Reinhard Krogmann. Der engagierte Jagd- und Buschreiter ist am 28. November gestorben. Er wurde 77 Jahre alt.

Reinhard Krogmann mit Aladin 2005 in Visbek. Der Wallach verbringt seinen Lebensabend jetzt bei Claudia Pohl in Visbek, die lange bei Krogmann im Stall aktiv war.

Eine strahlende Sonne – das ist der Reitlehrer und Pferdemann gewesen im gesamten Nordwesten Deutschlands. Geboren in Lohne, hat er vom RV Visbek aus die Pferdeszene geprägt als Reiter, Züchter und auch als Vermittler und „Produzent“  für gute Jagd- und Buschpferde.
Jagdlich war er über Jahre engagiert im Hamburger Schleppjagdverein und später bei der  Cappenberger Meute. Auch die Asbach-Meute, die Badischen Dragoner und die Böhmer Harrier waren in seinen Revieren auf der Schleppe. Die von ihm organisierten Jagden in Visbek sind Legende, nicht nur weil hier beim After Hunting seine Entertainer-Qualitäten als Sänger verstärkt zutage traten. Nicht nur „Heil Dir, o Oldenburg“, die „Nationalhymne“ des Oldenburger Landes, hat er oft und gerne geschmettert, vor und nach jeder Jagd, auf einem Stuhl stehend und dirigierend…
Als Pferdezüchter und Händler war er ebenfalls aktiv. Ein Buschpferd aus seinem Stall, von dem alle sprachen, war Lord Lauris, der über die spätere Weltmeisterin Sandra Auffahrt in den Stall der englischen Königin gelangte, zu der Enkelin und ebenfalls Weltmeisterin Zara Phillips.
Krogmanns Hauptpferd bei Jagden war der große Fuchs Aalkönig, mit dem er über Jahre die Szene in Sudermühlen beherrschte. Aalkönig ist auch auf dem Etikett der Cappenberger Sprungtropfen abgebildet, die Krogmanns Lebensgefährtin Ute Rommel vertreibt. Weiter ist Krogmann lange unterwegs gewesen mit einer unauffälligen braunen Stute, genannt „Stitchy,“ mit der er mehr als einmal die schweren Jagden von Hexenagger bestritten hat. Außerdem war er viel mit selbstgezogenen Schecken beritten, die von dem in Twistringen stationierten Hengst Astec stammten. Einer der Krogmann-Schecken, Askador, brillierte später in Hamburg unter Nina Bleser.
Bis sein Geist in die Dunkelheit der Demenz abtauchte hat Reinhard Krogmann die Busch- und Jagdreiterszene im Großraum Wildeshausen geprägt. Danach hat sich in Visbek um Michael Brockmann, Heinz Josef „Jüppi“ Feldhaus und Matthias „Tillas“ Stukenborg eine Veranstaltergemeinschaft gegründet, die als „Krogmanns Erben“ die Jagden in Visbek in seinem Sinne weitergeführt hat.

Reinhard Krogmann ist in aller Stille bestattet worden. Um ihn trauern die Lebensgefährtin Ute Rommel, Tochter Gudula und seine von ihm geschiedene Frau Ludmilla, die seit langem im Ausland lebt.

Text und Foto: Petra Schlemm