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Barsoi


Rasse: Barsoi (oder Borzoi)
 
Herkunft: ehemalige Sowjetunion

Geschichte: " ... vom sibirischen Wolfshund zum Modeartikel".
Das russische Wort "borzoi" (schnell, flink, geschwind) gab der Rasse ihren Namen. Bereits im 16. Jahrhundert wurden unterschiedliche Hundetypen ihrer spezifischen Fähigkeiten nach für verschiedene Zwecke der Jagd herangezogen. Der zunächst als "Wolfshund" bezeichnete Barsoi hatte die Aufgabe, bei den Hetzjagden der Zaren und Aristokraten im vorrevolutionären Rußland das aus der Deckung des Waldes herausgetriebene Wild (Hase, Fuchs und Wolf) zu verfolgen und zu stellen. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangten die ersten Barsois nach Europa, wo ihr eigentlicher Wert als Gebrauchshund für die Jagd keine Bedeutung mehr hatte. Der einstige Jäger war als schöner Exot auf Hundeaustellungen zu sehen und wurde zum Prestigeobjekt.

Foto: Bernd Eylers

Zucht/Verwendung: Seiner einstigen Bestimmung als Sichtjäger auf großes und kleines Wild, vornehmlich auf Wölfe kann der Barsoi heute mit Ersatzbefriedigungen, wie Hunderennen und "Coursing" nachgehen. Beim Coursing wird dem Hund in möglichst abwechslungsreichem Gelände ein künstliches Fluchtobjekt angeboten, das ihn zur Hetzjagd stimuliert. Auf der Rennbahn erreichen trainierte Hund eine Geschwindigkeit bis zu 50 km/h. Meistens werden Barsois heute aber als Gesellschafts hunde gehalten.
 
Charakter: Barsois zeigen sich ihren Menschen gegenüber anhänglich, Fremden gegenüber aber sehr reserviert. Aufdringliche Menschen sind ihnen genauso zuwider wie rauhe Spielchen. Wenn sie ihrem großen Bewegungsbedürfnis nachkommen dürfen, verhalten sie sich im Haus ausgesprochen ruhig. Diese selbstbewußten und gutartigen Hunde sind nicht ganz einfach zu erziehen und nicht sonderlich gehorsam. An Katzen und andere Haustiere sollten sie rechtzeitig gewöhnt werden, da sonst ihr Jagdinstinkt durchbricht.


Foto: Bernd Eylers
Äußeres Erscheinungsbild: Barsois sind elegante Hunde mit einer imposanten Erscheinung. Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 73 und 82 cm, Hündinnen sind im Durchschnitt 5 cm kleiner bei einem durchschnittlichen Gewicht zwischen 34 und 48 kg. Das Fell ist halblang, seidig und gewellt bis gelockt. Es sind alle Farben erlaubt, allerdings dominiert die weiße Farbe mit dunklen Stellen. Rassetypisch ist der lange schmale und spitz zulaufende Kopf.

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