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Schleppjagd gezeigt vor "grünen" Jägern

Mindestens „mit Goldrand“ war die Visitenkarte, die die Niedersachsenmeute vor den „Grünen“ Jägern in Verden abgegeben hat. Beim Verbandstag der Jagdgebrauchshundeführer in der  Niedersachsenhalle zeigte die Meute was Foxhounds als Pack drauf haben und wie sie sich in einer Gruppe bewegen und führen lassen – ganz ohne Leine.

„Jetzt wissen Sie, warum wir nicht wie sonst in einem Hotel tagen“, erklärte der JGHV-Vorsitzende Karl Walch den Teilnehmern des Verbandstreffens nach der lautstarken Demonstration der Hounds. Eifrig, rattenschnell und ohrenbetäubend laut kamen die Hunde in die Halle gefegt, nachdem zunächst Dr. Michael Weiler als Hunting-Referent der Deutschen Schleppjagdvereinigung (DSJV) theoretisch erklärt hatte, was eine Schlepp- von der Schießjagd unterscheidet.


Das einzige, was nicht geklappt hat, war das Curée. „Das kann doch wohl nicht alles gewesen sein“, schienen die Hunde sich zuzuflüstern als ihnen nach einer einzigen Runde in der Halle herum schon serviert wurde - und suchten zunächst weiter. Aber Dr. Weiler hatte die Zuschauer ja bereits vorgewarnt. „Schauschleppen gelingen so gut wie nie, und wenn das hier klappt, dann sehen Sie was Besonderes.“ Besonders fanden die Hundeführer die Vorstellung von Dr. Max Sponagel als Master mit Gregor Lünebach als Schleppenlegen und den Pikören Tina Werner, Johan Ellenrieder und Leonard Elvers aber allemal.

Umrahmt von den Trompes der Rallye de la Bruyère  erlebten sie „im Saal“ einen Ausschnitt dessen, was einen Jagdtag mit Pferden und Hunden draußen so besonders macht. Und sie sahen einen „handgreiflichen“ DSJV-Vorsitzenden. Egbert v. Schultzendorff hatte nicht nur den Meute-Lkw chauffiert – der Lkw-Führerschein ist nämlich gerade großes Thema -sondern verteilte auch das Curée – auf einem zweckentfremdeten weißen (Plastik)-Tischtuch, damit die Hunde nicht zu viel Sand vom Hallenboden mitverzehren mussten.


Der Jagdgebrauchshundeverband JGHV, gegründet 1899, vertritt in Deutschland 200.000 Mitglieder mit 64 Jagdhunde-Rassen. Seit Jahrzehnten gehören die Meutehunde-Rassen der DSJV für die Jagd auf künstlicher Fährte auch dazu. Die Gelegenheit zur praktischen Vorstellung der Schleppjagd bei den jagdlichen Hundeführern ergab sich aus einem Besuch des JGHV-Vorsitzenden Karl Walch bei einer DSJV-Junghundeschau in Schwarzenstein. Da hatte Walch den Ablauf von Betriebsprüfungen beobachtet und war beeindruckt.
Text und Bilder: PS