Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Jagdreiter helfen Martin Diehl

ALS – drei tödliche Buchstaben. Eine Welle der Hilfsbereitschaft geht gerade durch die Gemeinschaft der Jagdreiter. Für Martin Diehl wird eine Benefiz-Jagd mit Hunden aus sechs Meuten vorbereitet, und eine Spendenaktion im Internet schafft Kraft für den Fotografen aus Modautal.

Seit gut 25 Jahren hat Martin Diehl mit der Kamera Schleppjagden begleitet und war einer der ersten, der seine Arbeiten im Internet gezeigt und vermarktet hat. Jetzt hat er keine Kraft mehr die Kamera zu heben: ALS, Amyotrophe Lateral Sklerose  ist ein Muskelschwund an Armen und Beinen und der Atemmuskulatur. Wenn Therapien nicht anschlagen, wird er letztlich ersticken. Schon jetzt kann er nur noch mit Gehhilfen laufen, braucht Unterstützung bei nahezu allen Dingen des Alltags. Das ist teuer, zumal Corona alle Aufträge des selbständigen Grafik-Designers und Fotografen schon lange wegbrechen ließ.
Eine Spendenaktion hat bislang knapp 30.000 Euro gebracht. Das sind allerdings noch weniger als die Hälfte des Betrages, den er vermutlich brauchen wird für seine Behandlung, die den Krankheitsverlauf zumindest verzögern kann. Unter „Martin möchte weiterleben“ ist die Aktion auf der Plattform betterplace.me zu erreichen. Viele Jagdreiter sind bereits dabei, neben glücklichen Hochzeitspaaren und anderen, denen er mit seiner Kamera bleibende Momente festgehalten hat. Auch schleppjagd24 hat viel – und immer unentgeltlich! - von seinen Bildern profitiert.
Gerade die Jagdreiter verdanken Diehl viel. Von Clemens von Welck (Ellwangen) stammt die Idee einer Benefiz-Jagd für den Fotografen. Sechs Master haben sofort ihre Bereitschaft erklärt mitzumachen. Gemeinsam sollen die Foxhounds der Bayern, Taunus- und Rheinlandmeute mit den Beagles vom Vogelsberg und aus Franken und den Anglo-Francais der Hardt-Meute laufen. Ursprünglich gab es auch schon einen Termin: Am 14. Mai sollte die Benefiz-Aktion in Marbach laufen, nach dem großen Vielseitigkeitswochenende. Die Gestütsleiterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck hatte sofort ihr Einverständnis dazu gegeben. Die Landoberstallmeisterin ist selbst jagdreiterlich aktiv dabei, wenn in Marbach  geschleppt wird. Der Termin musste jetzt wieder gekippt werden, wegen der aktuellen Corona-Pandemie-Auflagen und aus Sorge vor Herpes. Zwar soll die Internationale Vielseitigkeit stattfinden, aber unter verschärften Corona-Auflagen, nur für den Profi-Sport und ohne Zuschauer. Damit scheidet eine Schleppjagd-Veranstaltung aus.  Wegen der Heu-Ernte kommt Marbach bis zum Herbst als Ort für ein Stelldichein nicht mehr in Frage. „Wir wollen aber weiter an dem Plan einer Jagd mit mehreren Meuten  festhalten“, betont von Welck, der jetzt nach Alternativen sucht.
Hier geht es zu der Spendenaktion: betterplace.me - Dann dort als Suche eingeben:  martin möchte weiterleben
und hier finden Sie einen Archivbericht über Martin Diehl und sein Engagement für die Schleppjagd.
Text: Petra Schlemm und Bild: Martin Diehl