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Hagelschauer auf der Alb zur Saisoneröffnung

Die Eröffnungsjagd der Herbstsaison des Badischen Schleppjagdvereins auf dem malerisch gelegenen Gestütshof St. Johann des Haupt- und Landgestüts Marbach ist ein Geheimtipp in der Jagdreiterszene. Abgelegen von den großen Straßen und weit weg von den Ballungsgebieten lässt diese Jagdstrecke über die unendlich erscheinenden Weiden am Albtrauf die Herzen der Reiter und Pferde höher schlagen. Und dann gibt es noch Wetter auf der rauhen Alb…

Jetzt war es wieder soweit: Bei strahlendem Sonnenschein traf man sich zum Empfang vor der Reithalle, musikalisch begrüßt von den Rallye Württemberg unter der Leitung von Gerhard Vogt. Die Wettervorhersage und die Pandemieauflagen hatten wohl Einige abgeschreckt und so war der Teilnehmerkreis fast exklusiv zu nennen.
Stelldichein und Begrüßung vor dem historischen Kornspeicher durch Katja Grimm, Vorsitzende des Vereins, die gemeinsam mit Landstallmeisterin Astrid von Velsen-Zerweck die Jagdherrschaft innehatte. Master Andrea Wiehn holte die 6 Koppeln Grand Anglo Francais´ der Hardt Meute und schon ging es Richtung Schafhof zu den ersten Schleppen.

Die Hunde waren gut trainiert und legten ein forsches Tempo vor. Die Zuschauer konnten beobachten wie die Meute eindrucksvoll die Trittsiegel der Schleppenleger Josef Büchele, Pferdewirt in Marbach,  und Katja Grimm mit tiefer Nase und hellem Geläut, das über die weiten Hügel der Alb hallte, exakt verfolgten. Zur nächsten Schleppe ging es zurück durch den Gestütshof, mit Wasserstop für die Hunde an der alten Tränke, in Richtung Fohlenhof.

Eine große dunkle Wolke zog auf und vervollständigte das Wetterkaleidoskop des Tages. Plötzlich fing es an zu regnen, dann zu schütten und am Ende hagelte es kurz. Die Hunde ließen sich nicht irritieren und folgten dem Scent über die fünf jagdgerechten Hindernisse unbeeindruckt. Equipage und Jagdfeld galoppierten, fast keiner ließ den Heckensprung aus, hinterher. Die wärmende Sonne trocknete Pferde und Reiter auf dem Weg zur Rast am Fohlenhof, wo das fleißige Helferteam des Vereins für ausreichend Stärkung sorgte. Die Jährlingsstuten beäugten neugierig das Geschehen. Vielleicht wird die eine oder andere auch mal Jagdpferd? Beim Signal der Bläser wurde wieder aufgesessen und entlang der Allee ging es in hohem Tempo zurück zum Gestütshof.

Die Jagdgesellschaft verschwand im Wald und die Halali Schleppe führte über die große Wiese bis an den Gestütsgasthof. Hier konnte man das Jagdgeschehen nochmal hautnah erleben. Mit dem Dank an die Hunde ließ Master Andrea Wiehn zum Curee´ absitzen. Ihr Dank galt nach einer wunderschönen, unfallfreien Jagd Hunden, Reitern, der Gestütsverwaltung und ganz besonders der Familie Herbert Strobel,  die diese Veranstaltung erst möglich machten. Dazu konnte sie zwei neue Mitglieder begrüßen, die sich spontan entschlossen hatten, die Hunde mit ihrer Mitgliedschaft zu unterstützen.


Im Anschluss traf man sich zum Ausklang im urigen Wanderheim an der Eninger Weide um die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen und für die folgende Saison Pläne zu schmieden. Im Jagdkalender der Hardt Meute geht es am Samstag in Ellwangen-Rindelbach weiter.  
Text und Bilder: Hardt Meute