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Hinter Hounds auf Dreilinger "Wildfährte"

Gleich drei Master konnte der Reit- und.Fahrverein Ebstorf u.U. St. Mauritius bei seiner Jubiläumsjagd in Dreilingen auf dem Birkhof begrüßen. Casimir von Schultzendorff führte die Niedersachsenmeute mit seiner Equipage, Vater Egbert und Onkel Camill sowie Carl Armin Hincke – gerade frisch entbunden von der „Bürde“ des Vorsitzes im Schleppjagdverein der Niedersachsenmeute - ritten in den Feldern und konnten so die Jagd ohne Aufgaben in vollen Zügen genießen.

Rund 60 Teilnehmer wollten die Jagd nach „Dreilinger Manier“ erleben. In der Begrüßung ging Jagdherr Martin Bergmann zunächst auf die Historie des 75 Jahre alten Vereins und der Parforcehornbläsergruppe mit ihren 40 Jahren ein.



Auf der Fuchsjagd im Nachkriegsjahr 1946 in Stadorf entschlossen sich mutige Personen einen Reitverein zu gründen. Die Reiterinnen und Reiter des Vereins feierten für rund 15 Jahre große Erfolge im traditionellen Turniersport wobei man auch immer eine Fuchsjagd im Herbst bestritt. Anfang der sechziger Jahre lagen die Vereinsaktivitäten nahezu am Boden und erst mit der Wahl von Herrn Hincke Oetzfelde 1964 kam wieder „Leben in den Verein“. Vielfältige Aktivitäten in unterschiedlichsten Disziplinen - auch Jagdreiten- sorgten für ein reges Vereinsleben.



1981 wurde dann die Parforcehornbläsergruppe durch Klaus Krüger und vier weitere Mitstreiter aus der Taufe gehoben, die sich neben bläserischen Aktivitäten auch intensiv um die Jagdreiterei kümmerte. Es lag daher fast auf der Hand, dass zum 40j. Vereinsjubiläum eine Schleppjagd im Programm stehen müsste. „Zufällig“ war ein Bläsermitglied Ausrichter der Fuchsjagd und so wurde alles gleich meutegerecht hergerichtet - nun wird schon zum 35. Mal in Dreilingen geritten. Im Gedenken an alle, die diese Dinge auf den Weg gebracht haben, intonierten die Ebstorfer Parforcehornbläser und befreundete Bläser aus Hannover die „Hommage aux Piqueux“.

Nach dem obligatorischen Dank an alle, die das Event möglich gemacht haben, hieß es dann „Aufbruch zur Jagd“. Gleich die erste Schleppe hatte es in sich: Ein weites Feld umsäumt von Mais- und Kartoffelfeldern sowie eine Schonung mit Schwarzwildvorkommen waren eine echte Herausforderung für die Meute.



Aber der Master hat schnell wieder alles im Griff und weiter ging es mit der nächsten Schleppe. Hier konnten die Nichtspringer sehr gut parallel zu den Hunden reiten und hatten einen herrlichen Blick hatten.


Im Hochwald mit drei Schleppen dann immer der „Wildfährte nach“, wieder gute Sicht - wenn man „dran blieb“. Insider erinnerten sich an die legendären Jagden in Gartow und in der Göhrde. Dazu klangen überall die Hörner.



Als krönender Abschluss  die Wiesen mit herrlichen Blick auf die Meute, noch kurz in den Wald, dann Weideeinsprung, Birkensprung …. Halali, Halali!
Brüche und Curee coronakonform im Sattel, der Rüde Siegfried ließ sich Zeit bei seiner Mahlzeit  und so konnten die Teilnehmer die Jagd in Ruhe Revue passieren lassen.

Der Abschluss dann vor der Jagdscheune  mit Essen und Trinken „ to go“. In der Jagdkritik und im Masterbericht wurde wieder deutlich: die naturbelassene Dreilinger Jagd muss man mögen, dann ist sie für Insider und Freunde ein Paradies oder erlaubt zumindest an der Pforte zu stehen, wie es ein Jagdteilnehmer ausdrückte. Mehr geht wohl nicht, auch nicht in Dreilingen...
Text: R- und Fahrverein Ebstorf und Bilder: Thomas Ix Mehr von ihm unter foto-ix.de