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Bernd Krewer 1939 - 2020

„Ich bin so gern gewesen in Feldern, Wald und Flur, nun bin ich heimgegangen zum Schöpfer der Natur.“ Das sind die Abschiedsworte von Bernd Krewer in seiner Todesanzeige. Der Forstoberamtsrat a.D., der als „grüner Jäger“ immer auch der Schleppjagd außerordentlich verbunden war, ist am 8. August im Alter von 81 Jahren verstorben.

Bernd Krewer ist der Deutschen Schleppjagdvereinigung und den angeschlossenen Meutehaltern über Jahre „unser Mann“ gewesen beim Jagdgebrauchshundeverband. Als langjährigere Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit im JGHV kannte er alle und jeden und versäumte nie, ein gutes Wort einzulegen für die Schleppjäger, deren Hunde doch gar nicht „richtig“ jagen. Er war immer behilflich, auch bei den Verhandlungen hinsichtlich des Anschlusses an den VDH oder wenn es um Einhaltung bzw. Festlegung von Rassestandards ging, zuletzt bei der Anerkennung der Harrier. Er selbst führte Hannoversche Schweißhunde, Deutsche Jagdterrier, verschiedene Brackenrassen wie den Hirschmann und Teckel. Vor einigen Jahren übernahm er aus der Vogelsbergmeute die Hündin Zecke, die ihn zum Anhänger des Beagles machte. „Sie war schon älter, aber sein Enkel Moritz hat sie dann noch jagdlich geführt“, erinnert sich Dr. Michael Weiler, der viel mit Krewer zusammenarbeitete. Krewers Kenntnisse rund um den Hund sind nachzulesen in verschiedenen Fachbüchern und wurden auch in der DSJV gerne in Anspruch genommen, aber er scheute sich auch nicht, Lob auszusprechen für die Art der Hundehaltung in einer Meute und der daraus resultierenden Sozialverträglichkeit. „Wenn man so viele Hunde bei den Jägern zusammenbrächte wie Ihr bei Euren Junghundeschauen, dann wäre schnell der Teufel los,“ gab er gerne zu, wenn er die Meutehunde als Richter im Ring aus der Nähe begutachtet hatte. Er wurde nie müde, die Schleppjagd-Hunde in der DSJV auch als Gen-Pool zu empfehlen für eventuelle Defizite in anderen Rassen. Bei Jahrestagungen war er ein geschätzter Redner „vom Fach“, und bei seinem letzten Besuch auf der Junghundeschau im vorigen Jahr ist er für seine langjährige Unterstützung noch besonders geehrt worden. Seine Krankheit war da schon unübersehbar.


Das Sterbeamt ist am Freitag, 14. August um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche von Kinderbeuern. Die Urnenbeisetzung erfolgt später im engen Familienkreis in einem Ruhewald.
Traueranschrift: Bestattungen Follmann, c/o Bernd Krewer, Zur Scheif 3 in 54538 Bengel.
Text und Bild: PS