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Schleppgeschirr mit Motorbetrieb

Läuft bei der Niedersachsenmeute! Die Technik funktioniert bei dem neuen Schleppgeschirr mit motorgetriebener Schlauchpumpe. Der Pikör Gregor Lünebach hat das Problem mit der Verstopfung der Schlepplösung in den Griff gekriegt. „Unser Daniel Düsentrieb“, lobte Master „Löwe“ Schultzendorff den Erfinder in seinem Team nach der Generalprobe.

Die Niedersachsenmeute füllt ihre Schleppkanister mit Anis-Lösung. Das Problem dabei kennen auch die Freunde des griechischen Ouzo: Ausflockungen. Was den Trinker kaum stört ist ein ernstes Problem für den Schleppenleger, denn diese Ausflockungen setzen letztlich das Dosierventil des Schleppgeschirrs zu. Dann ist „Schicht im Schacht“, der Hahn ist zu und den Hounds bleibt nur noch „clean boot“. Das ist meistens unpassend bis ärgerlich und so ist Lünebach dann schließlich, wie er sagt: „ans Basteln gekommen“. Der Elektro-Ingenieur nahm eine winzige Pumpe, die 3 bis 6 Milliliter pro Minute leisten kann, ihr elektrischer Schalter hat aber nicht weniger als 7 Stufen. Angetrieben wird sie mit sechs bis zwölf Mikrobatterien, wieder aufladbar natürlich. Das Arrangement hat Platz in einer Butterbrotdose, die in eine alte Futtertasche passt. In die Tasche wurde ein Schlauch eingenäht, und die Flüssigkeit ist eingefüllt in eine kleine Wärmflasche, herzförmig. Nicht, weil das besonders niedlich aussieht sondern weil der Ansaugschlauch dann immer ganz unten in der Spitze liegt.



Das Rezept der Schlepplösung „à la Niedersachsenmeute geht so: Die Stammlösung besteht aus 3% Anisöl und 10% Ammoniak in Alkohol (gibt es in der Apotheke als "Spiritus ammonii anisatus"). Davon werden wiederum 5 ml mit 350 ml Wasser verdünnt. Die motorgetriebene Pumpe walkt die Lösung durch und verhindert so das Absetzen von Ausflockungen.


„Erfindungen“ sind das tägliche Brot von Gregor Lünebach, der in Südkampen bei Walsrode zu Hause ist. Er arbeitet als selbständiger Ingenieur, sein besonderes Fachgebiet sind Verpackungen. „Die Puddingtüten von Dr. Oetker werden alle über meine Programme befüllt.“
Text und Fotos: Petra Schlemm