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Brandstiftung - Sieben Pferde tot

In der Nacht zum 31. Juli brach im Reitstall Kollmeyer im ostwestfälischen Bad Oeynhausen ein verheerendes Feuer aus. Sieben Pferde sind dort lebendig verbrannt. Jetzt hat die Kriminalpolizei Minden-Lübbecke bestätigt: Es war Brandstiftung! Es werden dringend Zeugen gesucht und dazu wurde auch eine namhafte Summe als Belohnung ausgesetzt.

Das Feuer ist gegen 3 Uhr morgens ausgebrochen. Die Hofbewohner erwachten von einer lauten Detonation und als sie zu den Pferden gelangten stand die Front der sieben Boxen unter einem Schleppdach an der Reithalle bereits in hohen Flammen. Dem hinzugerufenen Tierarzt blieb nur noch zu trösten, dass die Pferde vermutlich wegen Sauerstoffmangel bereits das Bewusstsein verloren hatten bevor sie lebendig verbrannt sind. Abgebrannt sind die Stallung für sieben Pferde, darunter eine tragende Stute, ein Heu- und Strohlager und der Maschinenpark der Reitanlage.
Der Verdacht auf Brandstiftung nährt sich aus Bildern einer Überwachungskamera. Sie zeigen   zwei Personen, die sich nachts am Maschinenpark zu schaffen machen. Vermutlich hat das Feuer dort begonnen. Es gibt außerdem Gerüchte, dass das Geschehen von einer gegenüberliegenden Weide gefilmt worden ist. Der Film sei noch in der Nacht in den sozialen Netzwerken veröffentlicht gewesen, aber dann wieder gelöscht worden bevor die Polizei daraus weitere Schlüsse ziehen konnte.
Es gebe einige wenige Hinweise aus der Bevölkerung, so Polizeisprecher Schröder, denen zur Zeit nachgegangen werde. Ein Brandmittelspurhund ist im Einsatz gewesen. Proben, die vor Ort genommen wurden, werden zur Zeit ausgewertet. Wer Hinweise geben kann auf verdächtige Beobachtungen in der Nacht oder auf Personen, die im Umkreis große Mengen Brandbeschleuniger bewegt haben, der wende sich an die Kreispolizei Minden-Lübbecke unter Telefon 0571-8866-1300.
Insgesamt standen zum Zeitpunkt des Brandes rund 40 Pferde auf dem Hof Kollmeyer, der auch einer großen Familie mehrere Wohnungen bietet. Die Menschen blieben physisch unverletzt. Der materielle Schaden wird auf eine hohe sechsstellige Summe geschätzt. Der ideelle Verlust der Pferde, die auf gräßliche Art und Weise ums Leben kamen, ist nicht messbar.
Text: PS