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Mit kreativen Ideen gegen Corona-Einbußen

Das Corona-Virus hat die Meutehalter jetzt schon getroffen – auch wenn niemand erkrankt ist. Einnahme-Ausfälle drohen die Finanzen in Schieflage zu bringen. Mit kreativen Ideen gehen die Verantwortlichen der Cappenberger Meute dagegen an und versuchen Löcher zu stopfen.

Mit einem breit verteilten Spendenaufruf wurden „Freunde und Gönner der Jagdreiterei“ adressiert. Neben Überweisungen vornehmlich von Mitgliedern auf das Vereinskonto hat das auch für die Hunde schon etwas gebracht. Die Firma Josera spendete zwei Paletten mit Hundefutter und erhielt dafür ein dickes Dankeschön.
Aber die Vorstandsmitglieder haben es nicht beim „Betteln“ belassen. Mit ideenreichen Aufrufen wollen sie für eine geeignete Zwischenfinanzierung sorgen bis die Corona-Einschränkungen aufgehoben und demnach auch Jagden und damit Einnahmen wieder möglich sind. Wesentliche Pfeiler dieses Modells sind Futterpatenschaften und Gutscheine für Jagdcap-Zahlungen.
Die zu fütternden „Patenhunde“ werden mit Bild auf der Homepage vorgestellt und sehr präzise und mit Zuneigung charakterisiert. „Bei Frauen würde man sagen, sie diskutiert gerne“ – wer wäre von einer so kompetenten Anführerin wie „My Lady“ nicht gleich eingenommen. Eine Futterpatenschaft im Wert von 150 Euro deckt anteilig die Kosten für Futter, Impfung, Entwurmung, usw. eines Hundes. Paten können einen Favoriten erwählen. Sie erhalten einen Futterpatenbrief und haben dann in der nächsten Saison auch noch einen ganz besonderen Anreiz, die Leistungen ihres Schützlings in der Meute zu verfolgen.
Die Jagdcap-Gutscheine sind interessant für die aktiven Jagdreiter. Sie sind bezogen auf die vereinseigenen Jagden am Lacher Stall im Westerwald (noch nicht abgesagt!), das Eröffnungsjagd-Wochenende in Haren/Ems und das Abschlusswochenende in Aselage. Der Gutschein hat einen Wert von 250 Euro.  Finden die Jagden statt, ist das Cap-Geld für die Jagd bereits über den Erwerb des Gutscheins bezahlt. Sollten die Jagden nicht stattfinden, gibt es eine Spendenbescheinigung, die auch steuerlich absetzbar ist.
Insgesamt läuft es auch bei der Cappenberger Meute so, wie es immer läuft: Wenn was schief läuft, dann geht auch gleich noch mehr kaputt. So hat jetzt gerade die Klimaanlage im Kühlhaus am Kennel einen Totalschaden erlitten. Allein dies verursacht zusätzliche Kosten in Höhe von 2.500 Euro. Mit den fehlenden Einnahmen der ausfallenden Jagdtermine bis Ende August 2020 und erhöhten Futterkosten werden rund 12.000 Euro fehlen, heißt es in dem Spendenaufruf.
Wer helfen will, findet Einzelheiten auf der Webseite der Meute unter cappenberger-schleppjagdverein.de
Text: PS und Bild: CM