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Corona-Masken für die Hunde

„In schnellem Tempo denken und handeln“ – das ist das Motto der Jagdreiter, und das haben Birthe und Jürgen Kampp im Hohenloher Land flott umgesetzt. Die Piköre der Hardtmeute nutzen die brach liegenden Kapazitäten ihres Raumausstattungs-Unternehmens und nähen Schutzmasken gegen das Corona-Virus. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf kommt den Hunden ihrer Meute zugute.

„Normalerweise nähen wir Gardinen. Aber es wurde ja schon ziemlich schnell klar, dass ein Mundschutz hilfreich sein kann gegen das Virus“, schildert Birthe Kampp die Anfänge ihrer Überlegungen, die sie zunächst in der Werbegemeinschaft ihres Wohnortes in Baden-Württemberg diskutierte. Sofort gingen Bestellungen aus dem Landratsamt ein bei ihrem Unternehmen. Dann folgte die Stadt, die Masken für die Ratsmitglieder bei Sitzungen orderte. „Damit haben wir Kurzarbeit für unsere Näherinnen vermieden.“ Und als sie dann abends durch den Stall gingen, hatten die Unternehmerin und ihr Mann die zündende Idee. „Es sind ja alle Frühjahrsveranstaltungen abgesagt worden und die Verluste sind immens, wobei die Meuten ja  keine Möglichkeit haben, irgendwo Zuschüsse zu beantragen. Wir wollten etwas tun.“


Erste Mitglieder der Hardtmeute haben bereits Masken aus der Näherei bestellt. „Ein Anfang ist gemacht - und Kleinvieh macht schließlich auch Mist,“ ist Birthe Kampp mit der „Wjn-Win-Situation“ ganz zufrieden. Mit ihrem Entschluss waren die beiden Geschäftsinhaber voll „am Puls der Zeit“, denn die allgemeine Maskenpflicht ist in Bayern bereits angeordnet, für Baden-Württemberg wird sie in Kürze aktuell. Einhundert Masken am Tag schaffen die beiden Näherinnen, die Teil des alteingesessenen mittelständischen Betriebes in Künzelsau und Bad Mergentheim  mit insgesamt 20 Mitarbeitern sind. „Wir wissen mit der Nähmaschine umzugehen, und wir machen das. Für uns war das eine gute Lösung. Aber wir freuen uns auch, wenn wir endlich wieder Gardinen nähen können.“
Die Masken vom Raumausstatter gibt es in weiß und grün. Nach Wunsch wird auch Gemustertes geliefert, „aber uni ist der Trend,“ so Kampp. Die Mund-Nasen-Masken sind aus Baumwolle, vorgewaschen und bei 60* Grad  waschbar, doppellagig verarbeitet, nicht zertifiziert.  

                                 

Die Masken für 12 Euro/Stück plus Versand können direkt bei Familie Kampp per Mail bestellt werden. Dazu Mail an: birthe.kampp@fenchel-raumgestaltung.de

Fotos: Thore Brockhoff