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Solidarität der Jagdreiter ist gefragt

Ostern ohne einen schönen Ausritt mit Freunden – das hat es noch nie gegeben. Traurig, dass die gesamte Frühjahrssaison mit Schleppjagden ausgefallen ist? Was wird sein, wenn die vom Corona-Virus verordnete Zwangspause sich über den Sommer bis in den Herbst hineinzieht? Toni Wiedemann in Bayern hat sich dazu Gedanken gemacht. Sein Fazit: Solidarität der Jagdreiter mit den Meutehaltern ist gefordert.

„Liebe Jagdreiter, Mitglieder und Freunde der deutschen  Schleppjagd-Meuten,
Heute wende ich mich an Sie als Vorstandsmitglied unseres Bundesverbandes Deutsche Schleppjagdvereinigung (DSJV) sowie als Master und Vorsitzender eines Schleppjagdvereins, der täglich mit in der Verantwortung steht um in dieser aktuell schwierigen Zeit die Betreuung der Meute art- u. tierschutzgerecht sicherzustellen. Bis hierher gelingt dies mit erhöhtem körperlichen und finanziellem Aufwand allen unserer Masterkollegen.  
Wir wissen, dass den ganzen April über keine Pferdesport-Veranstaltungen und somit auch keine Schleppjagden stattfinden dürfen. Da bis Pfingsten bereits eine Reihe großer Turniere abgesagt wurde, trifft der Corona-Virus unsere Meuten finanziell genauso wie auch manchen Gewerbetreibenden, der sein Geschäft schließen musste.  
Je länger der derzeitige Ausnahmezustand anhält, desto größer ist das Risiko einer Insolvenz für diese Betriebe. Jetzt kommt es auf Ihre Solidarität an.
Die Frühjahrssaison ist bereits komplett ausgefallen. Für die Schleppjagdreiter und die Meutehalter mit ihren Hunden beginnt die Hauptsaison ab August/September. Wir alle hoffen, dass unsere geplanten Schleppjagd-Termine stattfinden können und wir dadurch einen größeren wirtschaftlichen Schaden noch vermeiden können.  
Da wir aber alle nicht wissen, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, möchte ich schon heute an alle Jagdreiter appellieren, einen Spenden-Betrag als Corona-Hilfe für ihre Meute zu reservieren.       
Für unsere deutschen Meuten ist dies der erste Ausfall seit den vergangenen Weltkriegen, der möglicherweise existenzbedrohende Auswirkungen haben kann. Helfen Sie mit, dass dieser Ausfall nicht dauerhaft sein wird. Ich möchte erinnern, dass in unserem Nachbarland Frankreich, wie auch auf den Inseln England und Irland, den Mutterländern des Hunting, viele Meuten seit einigen hundert Jahren existieren. Auch die mussten Kriege, Hungersnöte, Seuchen und Missernten überstehen und haben das geschafft, nicht zuletzt durch die Unterstützung vieler Anhänger, die Beistand leisteten. Nehmen wir uns diese als Vorbild. Dann wird unser traditionsreicher Sport auch nach Corona weiterleben.“