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"Unser Hansi" - Master auch Vorsitzender

Hans Nimrichter ist immer da, wenn man ihn braucht. Nachdem Reinhard Neeb und Philipp Jakob ihre Ämter als Vorsitzende des Schleppjagdvereins Vogelsberg-Meute zur Verfügung gestellt haben, wählten die Mitglieder im Rahmen der Jahreshauptversammlung den amtierenden Master zum „Chef vons Ganze“. Dr. Dr. Wolfhard Lindner ist der Stellvertreter.

Bevor die Falle der Corona-Kontaktsperre zuschnappte, tagten die Vogelsberger Schleppjäger im Clubraum am Kennel und wählten ihren neuen Vorstand. Die beiden Vorsitzenden Reinhard und Philipp Jakob traten dazu nicht erneut an. Die Geschäftsführerin Bettina Zipp bleibt weiterhin in ihrem Amt tätig und wird nach wie vor durch Ulrike Mahler unterstützt. Monika Stepper und Karin Mack sind Schatzmeister. Philipp Jakob macht  weiter die Öffentlichkeitsarbeit. Den Beisitz Beaglebetreuung übernimmt Nathalie Wiederspahn, das Beisitzeramt des Sportwartes obliegt Daniela Vogt, Beisitz/Zeugwart ist Aufgabe Sandra Foths.


Was für eine Karriere für Hans Nimrichter, den niemand anders als Hansi nennt und der sogar eine eigene Ehrenfanfare besitzt: „La Hansi“. Der Komponist Hubert Klein hat dazu auch die Duz-Form gewählt. Vor mehr als 50 Jahren ist die Vogelsberg-Meute gegründet worden und Hans Nimrichter ist von Anfang an dabei gewesen. Damals war er zwölf Jahre alt und er ist der einzige noch aktive Gründer des Schleppjagdvereins Vogelsberg-Meute, der  zehn Jahre später entstand. Ein Leben für und mit Beagles, diese Laufbahn ist einzigartig in Deutschland: vom Babysitter zum Huntsman zum Master, immer bei einer Meute. Aus einer kleinen hessischen Landwirtschaft, als jüngster von acht Geschwistern kam er in die Familie von Karl Solzer in seinem Geburtsdorf Leisenwald im südlichen Vogelsberg, wo er heute noch wohnt. Dort war „Hansi“ erst Gefährte des Unternehmer-Sohnes Thomas, hat Pferde und Hunde kennen gelernt und aktiv seinen Ziehvater unterstützt als der seinen Jagdstall mit zehn Pferden und eine Meute aus Beagles aufgebaut hat. Nimrichter hat den Kopfhund Achilles ausgebildet. Das Konterfei des Rüden ziert das Emblem der Vogelsberg-Meute. Bei seiner ersten Junghundeschau 1972 hat er gleich drei Pokale gewonnen – und eine Krawatte für einen Erfolg beim Hornbläserwettbewerb, den es damals noch gab. Als Karl Solzer überraschend starb und die Privatmeute vor der Auflösung stand, hat Nimrichter zugesichert, einen Verein zu unterstützen. „Ich habe es versprochen“, sagte er bei der jüngsten Meutehaltertagung am Vogelsberg dazu nur kurz. Diese Zusage kam wohl auch jetzt wieder zum Tragen.


Text: Philipp Jakob/PS und Bilder: Martin Diehl und Archiv Schleppjagd24