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Gelungener Neustart für die Ostwestfalen

„Wie Phönix aus der Asche“. Diesen Vergleich zog Axel Henrich nach seinem Ritt anläßlich der Saisoneröffnung der Ostwestfalenmeute in Wünnenberg. Die neu aufgestellte, mit Verstand und Augenmaß zusammengestellte und mit Junghunden aufgestockte Meute begeisterte ihn vom Fleck weg.

Henrich berichtet: „Die 10 1/2 Koppeln gingen in bestem Appell auf die 12 Kilometer lange Reise, eingeteilt in 10 Schleppen, die von der Länge her dem Sommertag angepasst wurden. Landschaftlich war der Ritt ein Genuss. Wiesen- und Waldwege wechselten sich ab, und trotz abgeernteter Felder hatte es Friedel Sielemann geschafft, dass wir diese doch sehr steinigen Äcker nicht benutzen mussten.


Musikalisch blieben mit gleich zwei Bläsergruppen ebenfalls keine Wünsche offen. Die Bläser "Hinter der Meute Westfalen" und "Gute Jagd Bielefeld" begleiteten uns die ganze Jagd über mit wunderbaren jagdlichen Stücken, wohlfühlen im Sattel war angesagt!


Etwas mehr Beteiligung der Jagdreiter hätte man sich schon gewünscht. Eine Dame und ich stellten das Feld. Das hatte den unbestreitbaren Vorteil, dass es uns gut "zu den Hunden" reiten ließ. Allerdings war das bei dieser Meute schon immer guter Brauch und das soll auch so bleiben.
Das Curée war – bei aller Feierlichkeit – dann doch auch mit komischen Momenten durchsetzt als die Junghunde das erste Mal Pansen vorgesetzt bekamen und diesen dann doch mehr lutschten als zerfetzten.


Für das abschließende gemütliche Zusammensein war ebenfalls bestens gesorgt in der Vorhalle des Kennels, der vorbildlich gebaut und picobello sauber gezeigt wurde. Es gab reichlich zu Essen und Getränke, bei coronamäßig korrekten Sitzabständen, sodass dieser sehr sehr schöne Jagdtag einen für Alle (außer dem Schatzmeister) zufriedenen Ausklang fand.


Abschließend sei gesagt, das Friedel und Heike Sielemann dafür meine Hochachtung haben, mit ihrer hervorragend arbeitenden Equipage, nicht nur die Neuaufstellung ihrer Meute hinzubekommen, sondern auch gleich ein Pack aufzustellen mit dem es große Freude macht zu jagen."



Vorangegangen war der Jagd eine Trainingswoche im brandenburgischen Zechlin. Die ursprünglich für Mai in Repente geplante Zeit musste abgesagt werden. Eine zweite Chance bot sich Ende Juli und zum Glück konnten auch alle Piköre es einrichten. „Für uns sogar zum Vorteil“, betonte Master Friedel Sielemann. „denn zum Einen hatten wir durch die sommerlichen Temperaturen richtiges Urlaubsfeeling und konnten z.B. den Zechliner See ausgiebig nutzen; zum Anderen haben sich die Junghunde in der Zwischenzeit prima entwickelt, sind gereift und erwachsener geworden, sodass sie umso mehr auf die intensive Lehrphase vorbereitet waren.“


Durch diesen gemeinsamen Urlaub profitierten alle: Das Team ist noch besser zusammengewachsen. Ob es um Fragen rund um die Hundeausbildung, unterschiedliche Aufgaben der Piköre, Handhabung der Hetzpeitsche oder Ablauf der einzelnen Einheiten ging - für alles fand sich entsprechend Zeit. Verbesserte Gruppendynamik zeigte sich während der Ritte durch die wunderschöne, vielfältige Landschaft, bei denen man auf neue Situationen und unvorhergesehene Dinge treffen kann. Reibungslose Kommunikation der Equipage untereinander und zu dem Begleitfahrzeug ist inzwischen durch den Einsatz von Funkgeräten erfolgreich erprobt und gewährleistet.



Besonderes Augenmerk lag in der Trainingswoche auf der Integration der Youngster ins Pack und auf der Vorbereitung für die  Betriebssicherheitsprüfung. Alle geforderten Aufgaben sind in einzelnen Schritten systematisch geübt worden. Zum Ende hin haben wir alles zusammenhängend in einer Einheit abgefragt und wurden belohnt: Ein sicher und gut zu führendes wie laufendes Pack.


Die „Belohnung“ nach den zehn wunderschönen, abwechslungsreichen Tagen “Trainings-Urlaub“ wurde eine Woche später eingefahren: die eine Woche später bestandene Prüfung. „So erleichtert und glücklich waren wir lange nicht mehr - allen voran Friedel und Heike Sielemann, die mit der OWM unter größtem Einsatz und mit viel Herzblut einen Lebenstraum verwirklichen und sich nicht beirren lassen,“ bilanziert die Equipage.


Fotos: Jessica Sackewitz und OWM