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"Wense ist Kult" und neue Ziele

Zwei neue rote Röcke, drei neue Mitglieder – das jüngste erst acht Tage alt – und ein Zuschauer als Redner bei der Jagdkritik, so schloss das Jagdjahr der Niedersachsenmeute in heimischen Gefilden. Und der Fußgänger (mit jahrzehntelanger Erfahrung im Roten Rock) Dr. Joachim von Einem fasste es kurz und gut zusammen: „Wense ist Kult.“

„Wie immer“ – das ist nicht langweilig in Wense sondern es wird erwartet, und wenn Neuerungen eingeführt werden, dann sind sie richtig - gut so auch in diesem Jahr. Auftakt wie immer in der kleinen Kapelle von Wense, wunderbar geschmückt mit leuchtenden Weihnachtssternen und Tannengrün, gestiftet von Ingeborg Meier. „So lange ich lebe will ich das weiter tun“, hat die Seniorin unter den „guten Seelen“ der NM versichert.


Die beiden Senior Master wieder gut dabei: Camill von Dungern, von Aufgaben befreit, flott im ersten Feld. „Alles gut“, freute er sich später über das gelungene Comeback nach seinem folgenschweren Sturz im Sommer.

Egbert von Schultzendorff, als Pferdegeber für Sohn Johannes noch nicht wieder aktiv, verlieh zwei leuchtende rote Röcke (von denen einer am Schluß nicht mehr ganz so doll leuchtete)  an Philipp von Behr und Karsten Alt. Danach glänzte er als „Reiseleiter“ in einem der beiden Busse, mit denen die Zuschauer transportiert wurden. Im anderen Bus informierte Constanze Stahlberg – und so waren es ja eigentlich drei Senior Master, die in Wense mit aktiv waren.


Leonard „Löwe“ von Schultzendorff führte die Hunde und hatte sich für sie und die Zuschauer in dem schmalen Geländestreifen längs der Autobahn etwas einfallen lassen. Bei zwei Schauschleppen ohne die Reiter im Gefolge zeigten sie ihre Nasen, und die kundigen Moderatoren in den Bussen erklärten ausführlich  das, auf was sich manche Zuschauer (ebenso wie manche Reiter) bisher vielleicht nie so recht einen Reim machen konnten. „Als Zuschauer wird man hier ernst genommen“, lobte Joachim von Einem diese Neuerung, die den Reitern eine willkommene Verschnaufpause bot, denn die Hunde waren wie gewohnt auf Wense-Speed.

Katrin Badenhop-Klatte hatte die Schleppe gelegt mit Ida Eggers als kundiger Führerin, und eine „Jugend-Equipage“ aus Hans-Hubertus Pander, Cosima Löbbecke und Lena Biehler assistierte dem Master. Ellen-Antje Lamcken als Jagdherrin führte das erste von vier Feldern – was für eine glückliche Kehrtwende nach der zurückliegenden dunklen Zeit.


Im Deutschen Haus, nach der obligatorischen heißen Suppe, erinnerte Celestina Löbbecke im Rahmen einer besonderen und wertvollen Danksagung für Carina Ebert an das, was die Meute ausmacht. „Die Hunde sind das Fundament. Sie sind gesund, leistungsbereit, und das verdanken wir in erster Linie Carina, die sich um sie kümmert.“


Ein weiterer Stein im Fundament sind die Mitglieder. Die 800er-Schwelle ist inzwischen überschritten, und zum Abschluss der Saison wedelte Camill v. Dungern zufrieden mit drei weiteren Aufnahmeanträgen, ausgestellt von Helge und Inga Sachs, auch für Tochter Marlene. Schreiben kann sie noch nicht, denn sie war gerade erst eine Woche auf der Welt – aber jetzt wird die 900 anvisiert….


Text: Petra Schlemm und Bilder: Thomas Ix. Mehr von ihm unter foto-ix.de