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Stürmischer Auftakt für zwei Meuten in Roth

„Große Herbstjagd in Roth-Kiliansdorf“ – zur 31. Auflage gab es wieder etwas Neues: Eine Zwei-Meuten-Jagd mit der Frankenmeute und der Vogelsbergmeute, die aus Hessen angereist war. Nach der Trockenheit in 2018 waren die Vorbereitungen für Markus Kratzer und sein Team 2019 von erneut unvorhersehbaren Ereignissen erschwert worden.
Vor dem Termin zur ersten Streckenbesichtigung der Piköre wurde das Team von Ausläufern des schweren Sturmes, der auch in Hessen gewütet hatte, überrascht. Es waren mehrere Tage Arbeit nötig, um die Jagdstrecke wieder bereitbar zu machen und Jagdstall und Zäune wieder instand zu setzen.  Trotz der widrigen Umstände im Vorhinein konnten die Piköre  bei der Streckenbesichtigung am Abend vor der Jagd eine wunderbare Jagdstrecke mit tollen Sprüngen abnehmen.

Um 50 Reiter erreichten am Sonntagmorgen bei herrlichem Sonnenschein das Haus "Kilgersmark" in Roth-Kiliansdorf. Treffen zum Stelldichein war am Jagdstall, wo die von Clubkochfamilie Dirsch kredenzten Köstlichkeiten und das ein oder andere Gläschen vorbereitet waren. Viele alte Freunde und neue Bekannte begrüßten sich herzlich und lauschten der musikalischen Umrahmung der Bläsergruppe „Trompes Franconiennes“.

Nachdem alle ihre Pferde gesattelt hatten, erfolgte Aufstellung vor dem Jagdstall, wo Markus Kratzer die Jagdherrschaft Manuel und Bärbel Tiefentaler, den zweiten Bürgermeister der Stadt Roth, Hans Raithel und die Meuten mit ihren Mastern Hans Nimrichter und Uwe Hochbrückner begrüßte. 

Es erklang ein dreifach-kräftiges Horrido-joho, dann führte Florian Kallert zusammen mit Micky Gindert und Sabrina von Styp das erste und Dr. Anne Falge das zweite Feld hinter den Hunden her, während die Schlusspiköre Jörg Meiler und Patricia Florack darauf achteten, dass niemand verloren ging. Die Jagd erstreckte sich über insgesamt neun Schleppen und rund 23 Kilometer, gespickt mit über zwanzig Hindernissen.


Schon war Larissa Heumann mit den beiden Schleppenlegern der Beaglemeuten, Herma Leitermeier und Jochen Schlesies unterwegs. Auf langen Waldpassagen, über blühende Rapsfelder über die vielen Sprünge links und rechts der Wege folgten die Reiter den schnellen, lauten Beagles. Schleppe folgte auf Schleppe, immer begleitet vom schönen Geläut der Hunde, bis am Ende des fünften Run wieder einmal das atemberaubende Panorama des Rothsee auftauchte. Auf dem Gelände des Zwiefelhofs, wo Familie Handschuck bereits mit bester Verpflegung für Hunde, Pferde und Reiter wartete, wurde direkt am See-Ufer gestoppt.


Der sechste Run war als Schauschleppe für die Zuschauer angelegt, mit dem Seepanorama im Hintergrund wie jedes Mal ein fantastischer Anblick. Auf federnden Sandböden galoppierten die Reiter durch enge Wendungen, über tolle Sprünge, kreuz und quer über Stock und Stein immer den Hunden nach, die großartig liefen: Schnell, spurtreu, laut – ein wahrer Genuss.


Im Schritt ging es dann zurück zum Jagdstall, wo die Hunde ihr Curée und die Reiter Brüche und Knöpfe erhielten. Nach dem Versorgen der Hunde und Pferde begann das gemütliche Beisammensein, fränkisch, mit  Leberkäse und Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen.


Am Ende waren sich einmal mehr alle einig: In Roth schlägt das Herz für die Jagd. „Zuhause reiten“ – so fühlt sich Jagdreiten hier an. Gastfreundschaft wird ganz Groß geschrieben, und das spürt man in jedem liebevoll geplanten Detail. Auch dieses Zweimeute-Meeting wird Teil der „Herzschlagjagd“-Reihe in Roth.


Jetzt stehen noch aus der Jagdabend im Schloss Ratibor und die Karpfenjagd am 10.November, die traditionell ohne Hunde stattfindet. Hier steht die wichtige Nachwuchsarbeit des Vereins im Vordergrund.
Text: Micky Gindert und Bilder: Doris Frank-Schneider