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Stafettenübergabe am Lohberg

Es wird weitergehen mit unserem Sport. Die Stafette ist erfolgreich übergeben. Das war deutlich zu sehen bei der Jugendjagd am Lohberg in Neddenaverbergen. Fast 40 Kinder und Jugendliche folgten den Hounds der Niedersachsenmeute und übernahmen dabei auch alle Funktionen, die für den Ablauf einer Schleppjagd wichtig sind. Lediglich das Kommando über die Hounds blieb bei Casimir von Schultzendorff, und Ulrich von Behr zeigte seinem Sohn Philipp mit dem Kanister am Sattel als Schleppbegleiter den richtigen Weg.

Das Jugendwochenende ist ein Ableger der seit Jahrzehnten jährlich stattfindenden Jugendwoche in Dorfmark. Weil die Zeit bis zu den nächsten Sommerferien immer zu lang erscheint, ist vor einiger Zeit das Jugendwochenende „erfunden“ worden. Es wird an wechselnden Standorten organisiert, und in diesem Jahr zeichneten Dorothea von Behr und Katrin Badenhop-Klatte verantwortlich. Die Beiden hatten das Pfadfinderheim in der Kirchlinteler Hasenheide als Treffpunkt auserkoren und die Jugendjagd am Freitag der traditionellen Samstags-Herbstjagd am Lohberg vorangestellt. Aus Berlin, Kiel und Thüringen kamen die Teilnehmer in diesem Jahr mit Schlafsack und Iso-Matte. Die Pferde waren untergebracht bei örtlichen Pferdehaltern, von denen das kleine Neddenaverbergen mit unter 800 Einwohnern erstaunlich viele zu bieten hat. Was da nicht mehr in die Stallungen passte fand Quartier beim Hannoveraner Verband in Verden.



„Wie die Großen“ erfüllten die Jugendlichen das Protokoll. So wie sie es in der Jugendwoche schon geübt haben: Juliane von Behr hielt die Rede als Jagdherrin, vergaß niemanden zu begrüßen inklusive die Trompe-Bläser aus Ahlden, dankte jedem, der es verdient hat und nahm die Einteilung der Felder vor. Die junge Equipage umkreiste derweil die Hounds auf dem stimmungsvollen Turnierplatz, eingerahmt von hohen Bäumen und in der Sonne noch sommergrün leuchtend. Gesittet in vier Feldern zogen die Kinder und Jugendlichen los. Nur zwei Pferde entluden ihre Anspannung in heftigem Buckeln, was aber locker ausgesessen wurde – das kennt man auch anders. Ohne bedeutende Zwischenfälle verlief die Jagd auf der verkürzten „Teststrecke“ für Samstag, das Curee, Versorgen der Pferde – und dann konnte es nicht schnell genug gehen, bis „die Alten“ sich endlich zurückzogen. Bis lange in die mondbeschienene Nacht saßen die jungen Jagdreiter, und die Musik dazu kam nicht nur aus der Konserve. Marion Rieke war in Gesangslaune und so wurden ganz nebenbei noch neue Jagdsignale erarbeitet.



Die vielen Jugendlichen erweiterten die vier Jagdfelder am Samstag auf insgesamt knapp 80 Teilnehmer. Schulterschluss zwischen Klein und Groß, über Generationen hinweg das gleiche Vergnügen und die Freude am Tempo, den Pferden, den Hunden.

Wie der „Virus“ Jagdreiten vererbt wird, das war auch schön zu sehen bei der Jagdkritik, gehalten vor den Jagdreitern und vielen Zuschauern an den Picknicktischen, eingedeckt in den Farben der Niedersachsen-Meute, grün und gelb. Joachim Haberzettl (Nordkampen) fasste das Geschehen von Samstag zusammen. Paul von Reden (Wathlingen) bewertete die Jugendjagd. Schon die Großmutter des 16jährigen, Elke von Reden, war eine begeisterte Jagdreitern. Seine Eltern, Jobst und Katharina, haben sich bei der Jugendwoche in Dorfmark näher kennengelernt. Und nun eben der Enkel und seine jüngere Schwester Luise, die ebenfalls schon mit einem Pony dabei war. Es geht weiter!


Text und Fotos: PS
Piet Bischoff hat sehr viele Bilder gemacht. Der Link  flic.kr/s/aHsmGYNZQP
enthält die Bilder von der Jugendjagd am Freitagnachmittag. Die Bilder von der Lohbergjagd, sowie Gruppenfotos der Meutejugend sind hier: flic.kr/s/aHsmGZE8mY