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Odenwald - eine Jagd bei guten Freunden

Zur „Odenwälder Schleppjagd“ am Hainstadter Schloss haben die Cappenberger eine neue Langstrecke „getestet“ - für manche Equipagenmitglieder über 300 Kilometer, für andere sogar eine über 500 weite Anfahrt.  Und das Ganze dann noch am Freitag Nachmittag in Richtung Frankfurt. „Doch wenn man zur Jagd von sehr guten Freunden fährt, ist die Strecke ganz schnell vergessen“, hieß es. Ein herzlicher Empfang baute die Reisenden bei der Ankunft gegen Abend in Buchen-Hainstadt wieder auf.

Aufgrund der familiären Unterbringung – Equipage bei Familie Hofmann und die bayrische Abordnung im Hause Kessel – startet der Samstagmorgen relativ früh. Für das Stelldichein laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren (Schnittchen schmieren, Platten anrichten usw.). Gerne unterstützen die Cappenberger und dann geht’s auf zum Schloss. Am Schloss werden die letzten Handgriffe für das Stelldichein getätigt und pünktlich treffen die ersten Gäste der Jagdherrschaft ein. Die Familie Dr. Bernd Scheifele hat zu der Schleppjagd an ihrem schönen Schloss in Buchen-Hainstadt viele Freunde und Familienmitglieder eingeladen. Leider musste der Schirmherr Alois Gerig, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, absagen, allerdings aus wichtigem Grund. Die Teilnahme an der Hochzeit der Bundesministern Julia Klöckner geht natürlich vor. 

Im Park des wunderschönen Schlosses wird zur Begrüßung der Anwesenden eine kleine Stärkung gereicht zu den Klängen der Jagdhornbläser „Waidmannsheil Buchen“ und des Odenwälder Parforcehorn-Ensemble. Organisatorische Details für die Reiter und die Gäste werden erläutert und dann geht’s los. Wir sind voller Vorfreude auf die Strecke!


Die Hunde steigen aus dem Transporter und die ersten Gäste nehmen – so wird später berichtet  – staunend wahr, wie gehorsam die Hunde sind und wie die Pferde auf die Hunde reagieren. Für uns ist das normal, aber für Außenstehende - die bislang keine Hundemeute gesehen haben – wohl sehr bemerkenswert. Zunächst geht es im Schritt – gefolgt von einem Autokorso und mehreren Traktoren mit Planwagen - aus dem Dorf heraus auf eine frisch gemähte Wiese. Das Schleppenleger-Trio aus Peter Hofmann, Jan Sievers und Christoph Stecker kann es kaum erwarten und auch die Hunde sind hoch motiviert. Also geht es los!

Die erste Schleppe ist bereits ein Genuss, abwechslungsreich und mit tollen Bögen für die Hunde. Wenn es so weiter geht, wird es heute eine super Jagd.  Ja, so geht es weiter! Jede Schleppe über die gesamte Jagdstrecke ist perfekt in die Natur eingebaut, die Sprünge ordentlich gebaut und immer wieder Gräben, die zu überwinden sind und Wasserläufe, die es zu durchqueren gilt. Den Hunden, Pferden und Reitern wird hier definitiv nicht langweilig!

Am Stopp nutzen die Zuschauer die Gelegenheit, sich mit den Hunden anzufreunden. Diese Kontaktaufnahme wird sehr positiv aufgenommen und die Hunde werden von vielen streichelnden Händen verwöhnt. 

Doch irgendwann heißt es, auf zur achten und letzten Schleppe. Der Volksmund sagt ja auch: Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören. Zurück geht es im Schritt durchs Dorf zum Schloss. Ein wunderschöner Jagdtag – auch der Junghund Paul von der Niedersachsenmeute hat seine Premiere hervorragend gemeistert.

Am Schloss wird mit dem Pansen für die Hunde zeitgleich auch Kuchen und Kaffee für die Gäste der Jagdherrschaft gereicht. Wer das Cureé nicht kennt, weiß nicht, dass dies etwas streng riecht. So hat wohl der ein oder andere Appetit etwas gelitten.

Im Namen der Reiter bedankt sich Konstantin Mettenheimer bei der Jagdherrschaft für die großzügige Unterstützung der Jagd in dem schönen Ambiente am Schloss. Beim Überreichen der Brüche bedanken sich Frau und Herr Scheifele persönlich bei der Equipage und den Jagdreitern für die gute Hundeführung und das vorbildliche Reiten. An liebevoll dekorierten Tischen unter den alten Bäumen findet das anschließende Jagdessen statt. Wildragout mit Knödeln und Rotkohl und ein vegetarisches Menü, sowie Kaffee und Kuchen. Für jeden etwas dabei – auch falls vorher der Appetit leicht eingeschränkt worden sein sollte.


Ein Traum-Wochenende, für das wir uns bei allen Beteiligten mit den vielen fleißigen Händen vor und hinter den Kulissen ganz herzlich bedanken! Großen Anteil am Gelingen hatten  die Organisatoren und Macher Peter Hofmann, Kristina Sadakova und Isabel und Henrik Kessel. Einladung, Strecke, Deko, Stelldichein-Häppchen und Unterbringung der Gäste inkl. Pferde. Jagdreiter wissen eben, was Jagdreiter wollen.
Text: Annika Deckena und Bilder: Martin Diehl. Mehr von ihm unter jagdfotos.de Weitere Fotos der Jagd gibt es auch bei Givemeasmile, Peter Jäger

hier: pictrs.com/givemeasmile/3622942