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Der Wald war voller Hörnerklang

Parforcehornbläser geben der Schleppjagd einen besonderen Rahmen – in Dreilingen verstehen sie sich darauf. Frühnebel steigt aus dem Häsebachtal auf, Tau liegt schwer auf dem Gras, moderate Temperaturen nach der Hitze der Tage zuvor - so gestaltete sich der Tag der 33.Schleppjagd hinter der Niedersachsenmeute auf dem Birkhof. Der Ebstorfer Reitverein hatte dazu eingeladen.

Es erscheinen die ersten Pferde, Gewieher belebte die morgendliche Stille, die Meute trifft ein und dann ertönen auch schon die Parforcehörner der Bläser aus Usedom, Verden und Ebstorf mit der „Weckruf-Fanfare“. Die Feuerwehr sorgte  für den reibungslosen Ablauf im Parkbereich, nach und nach füllte sich die Wiese.
Die Meute verlässt den Transporter und „erkundet“ den unmittelbaren Bereich, die Reiter erscheinen auf dem Stelldichein-Platz und die Zuschauer verfolgen diesen Auftakt, immer umrahmt von den Fanfaren der Bläser, die damit das Jagdgeschehen beschreiben.



Bei der Begrüßung – mit Dank an die Land- und Forstwirte, Jagdpächter, Klosterkammerforstbetrieb und vielen weiteren Unterstützern – ging ein besonderes Willkommen  an die  Bläser, die diesem Jagdtag einen besonderen Rahmen unter dem Motto  "Der Wald sei voller Hörnerklang“ gaben.



„Die Glocken“ riefen zur Andacht im Gelände auf. Eindrucksvoll wurden Stücke der Hubertusmesse intoniert und in der Ansprache die besondere Stellung des Menschen in und für die Natur beleuchtet. Der Choral „Großer Gott wir loben dich...“ lud zum Mitsingen ein.



Nach der Andacht noch einige Hinweise zur Jagd und dann war es auch schon so weit, eine laut jagende  Meute folgte der künstlichen Fährte, die aufgrund des Windes hier und da besondere Anforderungen stellte. Für die Zuschauer war die Strecke insgesamt sehr gut einsehbar.



Die Bläser teilten sich in Gruppen auf und erfüllten den Wald und das Wiesental mit vielfältigen Fanfaren und konzertanten Stücken. Aufgrund des Echos waren gefühlt wohl doppelt soviel Bläser im Einsatz. Nach sieben Schleppen, des Öfteren besonders naturbelassen, endete die Jagd  im beliebten Häsebachtal im Raum Niebeck. Die Reiter erhielten ihre Brüche, die Hunde ihren wohlverdienten Lohn in Form von Pansen und die Zuschauer erlebten einen jagdmusikalischen Abschluss der nicht oft auf Jagden geboten wird.



Auf dem Birkhof dann noch die obligatorische „Jagdnachlese“ wieder untermalt von der Klängen der Hörner die unter die Haut gingen.
Einhelliger Tenor des Tages:  „Wald und Wiesen waren wirklich voller Hörnerklang“ und ohne Jagdhornbläser geht es nicht.
Text: Martin Bergmann und Bilder: Andreas Güldner