Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Master Spotting in Luhmühlen

Ein toller Geländetag am Samstag in Luhmühlen. Die deutsche Mannschaft führt weiter – 78.5 Zähler vor Großbritannien (92.8) und jetzt Frankreich 93.6). Michael Jung mit Chipmunk und Titelverteidigerin Ingrid Klimke mit „Bobby“ Hale Bob liegen weiter vorn  nach makellosen Runden über den anspruchsvollen 5.800-Meter- Kurs, den trotzdem 20 von den gestarteten 70 ohne Fehler und in der Zeit von 10:10 geschafft haben. Das sind weit mehr als der Parcoursbauer Mike Etherington-Smith erwartet hatte. 

Reichlich Sommerwetter, keine schweren Unfälle, viele Leute auf der Strecke. Wir haben uns mit „Master Spotting“ beschäftigt und einige getroffen. Wie zu erwarten, waren die Anrainer des Hamburger Schleppjagdvereins und der Niedersachsenmeute gut vertreten.



Die vier Niedersachsen waren auch nicht nur aus sportlicher Begeisterung in der Heide sondern gezogen von Familienbanden. Sie drückten die Daumen für Casimir von Schultzendorffs Schwager, Christoph Wahler, der als Nachrücker noch ins deutsche Zwölfer-Aufgebot aufgenommen war. Mit dem Holsteiner Schimmel Carjatan legte der eine fehlerfreie Runde hin und arbeitete sich mit 33,8 Punkte vor auf Platz 18.  Den Fan-Club hat es gefreut.



Der RWS macht „Fortbildung“ mit der Equipage. Der Präsident Ulrich Hocker und seine Frau beaufsichtigen den Einsatz.  



Einen top Spot hatte Uwe Hochbrückner, der Master der Frankenmeute. Er verbrachte den Tag am Longines-Teichkomplex, wo der Vereinspräsident Dr. Armin Kirchdorfer als „Official Vet“ eingeteilt war. Zum fünften Mal ist er jetzt in der Heide im Einsatz und mittlerweile vom „Treating Vet“ (behandelnder Tierarzt) eine Stufe aufgestiegen. Mit der größeren Verantwortung kam für ihn dann allerdings auch die vermehrte Anspannung. „Natürlich hat man immer im Kopf, was wäre wenn und dass man nur eine Möglichkeit hat, das Richtige zu tun,“ bekannte Kirchdorfer nach dem Dienst. Vom Einsatz ging es für die beiden Weitangereisten übrigens gleich zum Parkplatz, denn für Sonntag steht die Eröffnungsjagd im Meutekalender.



Auch andere Meuten hatten Abordnungen im Gelände. Die Vogelsberger waren dort und mit großer Delegation auch der Brandenburger Hunting Club.
Von einem Master, der zu Hause geblieben ist, wissen wir, dass er den Tag vor dem Fernseher verbracht hat. Busso Freise war schon am Mittwoch zur Geländebesichtigung in der Heide gewesen. Der Master der Weser Vale Bloodhounds ist in jungen Jahren selbst Vielseitigkeit auf dem Luhmühlener Kurs geritten. Etliche Jahrzehnte später meinte er dann allerdings: „Ich bin froh, dass ich hier nur zu Fuß unterwegs bin.“

Zu Fuß unterwegs war übrigens auch die Olympia-Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum. Sie begleitete als Ponymutter ihre Tochter Brianne mit Freundin Isalie Baumgart. Die beiden Mädchen waren als Meldereiter im Einsatz.

Text und Fotos: Petra Schlemm