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Heide-Euro: Kleine neben großen Champions

Nachbarschaftdienst. Die Schleppjagdreiter aus Schnede haben in Luhmühlen den Auftakt geliefert für die Europameisterschaft der Vielseitigkeit 2019. Mit ihren „Hoffnungen der Zukunft“ gestaltete der Hamburger Schleppjagdverein eine Führzügelklasse – sogar mit „Springen“. Die Starterliste sah aus wie der Eintrag ins Jagdbuch: Möllering, Steinkraus, Bolten, Weseloh… Als „Dressur-Ikone der Zukunft“ wurde Master-Tochter Emilia Möllering mit Mama Katrin angesagt. Die Dreijährige saß kerzengerade ohne Bügel auf der  Decke von Pony Dudi – stolze 24 Lenze zählend.

So allerliebst wird es in der Heide nicht weitergehen Das zeigte schon der erste Blick ins Gelände. Der Aufbauer Mike Etherington-Smith hat „Jagaus Kanzel“ wiederentdeckt, aufgehübscht  und eine dreifache Kombination daraus gemacht.

Nummer 14 A bis C sind ein Birken-Rick, danach die Kanzel in die Tiefe und als Aussprung ein Oschi mit Wahlmöglichkeiten: entweder geradeaus über den riesigen Tisch oder entweder rechts offen oder links mit gefühlt etwas Anlehnung am Wald über sehr schmale Ecken. Nur treffen muss man die…



Der Auftakt bei 30 Grad am Mittwoch war jedenfalls vielversprechend. Alle 73 vorgestellten Pferde mit 17 verschiedenen Länderkürzeln waren „fit to compete“, sagte die Jury zu der auch Reitmeister Martin Plewa gehört. Deutschland als Gastgeber darf 12 Reiter an den Start bringen. Hans Melzer hat sich für die Mannschaft festgelegt auf Andreas „Dibo“ Dibowski, Kai Rüder, Michael Jung und Ingrid Klimke. „Wir“ haben also zwei Jagdreiter am Start. Daumen drücken!

Klimke startet übrigens bei ihrem zehnten Euro-Championat. Als amtierende Meisterin aus Strzegom in Polen begegnet sie jetzt wieder der Britin Pippa Funnell, die 1999 den Titel in Luhmühlen geholt hat. Da war sie 30 und jetzt reitet sie immer noch, nachgerückt ins Aufgebot von Chris Bartle, der Luhmühlen ja in- und auswendig kennt von seinen vielen Fußmärschen durch die Heide in deutschen und jetzt wieder in britischen Diensten.



Definitiv nicht starten wird Egbert von Schultzendorff. Er beobachtete am Mittwoch das Debut seiner angeheirateten Verwandtschaft, Christoph Wahler. Der Vorsitzende der Deutschen Schleppjagdvereinigung ist am Freitag am Meniskus operiert worden. Ursache: Überlastung beim Hindernisbauen in Dorfmark. Die Erklärung von EvS: „Ich habe mir so einen Erdbohrer gekauft. So viele Hindernisse habe ich noch nie an einem Tag geschafft wie mit diesem Ding.“ Na, toll! Gut, dass die Niedersachsenmeute jetzt die nächste Mastergeneration in den Sattel gesetzt hat, denn Camill von Dungern fällt ja ebenfalls noch länger weiter aus. Er kommentiert zwar schon wieder, wie unlängst beim Schaubild der Niedersachsenmeute in Celle, aber da haben die Krücken ja auch nicht gestört.



Jetzt geht es aber erst einmal im Dreikampf durch die Heide - nachweislich blüht sie wirklich gerade. Fotos dazu liefert Thomas Ix, der mit Adrian Fohl als Fotograf für die Veranstalter unterwegs ist. Auf der Seite foto-ix.de kann man alles gut verfolgen. Und die sportlichen Hintergründe der Ereignisse beleuchtet st-georg.de

Hier noch Impressionen von der Verfassungsprüfung: Mit Troddeln in Deutschlandfarben oder im Dirndl und der Equipechef mit Wandenwärmern, in Uniform der Forza Italia oder auch im dunklen (Konfimations)-Anzug.


Text und Fotos: Petra Schlemm und Thomas Ix