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Eitze als Kapitel in "Wild und Hund"

Die Jagd des inzwischen nahezu in Auflösung begriffenen „Reitclub Verden“ in Eitze hat Tradition – und ist ein Geheimtipp für Reiter, die Jagd reiten wollen „nicht um andere zu beeindrucken sondern um des reinen Vergnügens willen“. Geheimtipp für Reiter, die den Kontrast aus kniffeligen Waldschneisen und endlosen Wiesen mit Geläuf wie auf dem Golfplatz schätzen, dazu traditionelle Koppelricks und Gräben – erst recht seit der gefürchtete „Eitzer Graben“ nicht mehr auf der Schleppe liegt.

Dr. Max Sponagel als Master der Niedersachsen-Meute mag das etwas anders sehen. Für ihn ist Eitze „immer die Zusammenkunft von Wild und Hund.“ Das war auch dieses Jahr so, aber anders als man denkt. In diesem Jahr überholte das Damwild die Equipage von hinten und musste abgeschlagen werden, damit es nicht in die Meute rannte… „Es war abwechslungsreich“, fasste Sponagel beredt zusammen in seiner Jagdkritik nach sechs Schleppen mit gut 40 Reitern in zwei Feldern hinter den Hounds.



Henrich Rohde als Urgestein des Reitclub Verden ist derjenige, der die Jagd am Leben hält obwohl des RCV inzwischen keinen einzigen aktiven Jagdreiter mehr in seinen Reihen hat und vom Verdener Schleppjagdreitverein in der Durchführung unterstützt wird. Da ist es umso beruhigender, wenn er auch in diesem Jahr am Ende wieder versprach: „Es geht immer weiter“. Das ist gut so, denn bei Schleppen von gut drei Kilometern Länge in den Wiesen an der Aller – da kommt Freude auf. Auch bei den wenigen Zuschauern, die in noch weniger Autos dem Geschehen folgen. Ein Geheimtipp eben.


Text: PS und Fotos: Sabine Günther