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Sudermühlen wieder Zuschauermagnet

Schleppjagd oder Trecker-Treff? Die Große Internationale Herbstjagd von Sudermühlen war immer schon ein Zuschauer-Magnet, aber im 60. Jahr ihres Bestehens wurden neue  Rekordmarken aufgestellt. Auf 27 Anhängern hinter diversen dicken Traktoren rumpelten die Zuschauer durch die Heide, hinter ihnen noch geschätzt 40 Pkw, um alle fünf Lines einzusehen.

Gut 100 Reiter folgten den Foxhounds des Hamburger Schleppjagdvereins bei bestem Jagdwetter. Darunter waren auch wieder etliche Teilnehmer aus Belgien, einige aus Dänemark und einer aus Portugal, dazu auffällig viele, die erstmalig bei diesem sportlichen Gesellschafts-Event dabei waren. Stefan und Carlo Rabeler hatte ihnen fünf anspruchsvolle Schleppen vorbereitet und mit anspruchsvollen Hindernissen bestückt, darunter die bekannten Sudermühlener Hecken über denen den Pferden Flüüüügel wachsen.



„Stargast“ in diesem Jahr war der WM- und Olympiareiter Kai Rüder mit seinem Sohn Mathis. Die beiden glänzten in der Lüneburger Heide nicht nur bei ihrem Synchron-Satz auf die Halali-Wiese. „Das hat wieder einen Riesen-Spaß gemacht“, bekannte der Fehmarner Eventer, der ein bekennender Jagdreiter ist, wenn es der VS-Kalender erlaubt und der Anfahrtsweg im Rahmen ist. „Die Hindernisse sind immer besonders sorgfältig gebaut und einfach klasse hier.“ Rüder senior nutzte den Lerneffekt in diesem Jahr für den 6jährigen Schimmel Giotto v. Gavi, den die Familie Badenhop bei ihm zur Ausbildung eingestellt hat. Mit ihm peilt er in der nächsten Turniersaison das 2-Sterne-Niveau in der Vielseitigkeit an. Platzierungen bis Springpferdeprüfung der Klasse M hat er schon. „Die Pferde werden nicht dümmer bei einer Schleppjagd und lernen auch mit unebenem Boden fertig zu werden.“ Sohn Mathis (13) hatte für seinen zweiten Auftritt in Sudermühlen einen zehn Jahre alten Vollblüter gesattelt, der bei Rüders auf Fehmarn im Schulstall steht – so ein Schulpferd hätte wohl jeder gern. „Dressur mag der nicht so“ – aber Springen offenbar umso lieber. Die Schleppjagd dient dem Schüler als Kontrastprogramm zum Turniersport, wo er mit Großpferden bis zur Klasse M und auch noch als Ponyreiter startet. Die beiden Rüders ritten ganz vorn, dicht bei Philipp Schwarz, dessen Schimmel ebenfalls bei Rüders „gelernt“ hat, Vielseitigkeit und Springen natürlich.


Text: Petra Schlemm und Fotos: Thomas Ix. Mehr von ihm bei foto-ix.de